Daß Thorsson sich nicht recht entscheiden kann, ob er jetzt Wicca, Asatrú oder Setianist sein will, ist nicht weiter schlimm. Dieses Buch allerdings ist von der Qualität her nicht überzeugend. Die Runen werden vorgestellt, mit enstprechenden Ergänzungen, die für die praktische Arbeit nützlich sein können. Dies unterscheidet die Magie der Runen eigentlich kaum von anderen Büchern.
Allerdings wird mit dem Begriff "Magie" hier wenig kreativ umgegangen: die Rituale stammen aus dem zeremonialmagischen Umfeld und scheinen nur durch ein paar Runen ergänzt worden zu sein. Kein Wort dazu, daß sich keine Traditionen erhalten haben und es sich bei den vorgestellten Riten um neue Entwicklungen handelt (was ja nicht negativ ist, man sollte es nur sagen...). Abgesehen davon, daß ich zeremonielle Magie und Runen nicht für die glücklichsten aller Kombinationen halte, findet man Ähnliches in GardenStones "Germanischer Magie" besser und treffender beschrieben. Raum für eigene Ideen läßt Thorsson kaum, ein Anfänger kann eher den Eindruck gewinnen, daß alles so sein müsse, wie der Autor es beschreibt. Es gibt wirklich bessere Bücher zum Thema, so das o.g. Werk "Germanische Magie" oder Jan Fries "Helrunar".