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Handbuch Rechtsradikalismus: Personen - Organisationen - Netzwerke vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft
 
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Handbuch Rechtsradikalismus: Personen - Organisationen - Netzwerke vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft [Taschenbuch]

Thomas Grumke , Bernd Wagner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 546 Seiten
  • Verlag: Leske + Budrich Verlag; Auflage: 2003 (31. Mai 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810033995
  • ISBN-13: 978-3810033994
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 17 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 651.394 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Förderung von demokratischem Handeln und Bürgerengagement sind angezeigt, denn antidemokratische Diskurse im politischen Spektrum verbreitern und intensivieren sich. Dabei stehen die Ethnisierung der Betrachtung gesellschaftlicher Verhältnisse sowie Absagen an die Menschenrechte im Mittelpunkt. Es besteht ein Netzwerk von heterogen rechtsextrem-orientierten Gruppierungen, die auf kommunaler Ebene als kulturelle, politische und geistige Institution fest etabliert und vielfach in der Öffentlichkeit dominant sind. Die rechtsextremen, völkischen und antidemokratischen Potenziale nehmen offensichtlich in Deutschland weiter zu. Diese zu benennen und zu analysieren, um ihnen wirkungsvoll entgegentreten zu können, ist erklärtes Ziel des Handbuchs. Das wesentlich aus der Arbeit des Zentrum Demokratische Kultur (ZDK) hervorgegangene Handbuch gibt durch Fachartikel und einen Rechercheteil zu Personen und Organisationen einen umfassenden Überblick über den gegenwärtigen deutschen Rechtsextremismus in all seinen ideologischen und organisatorischen Facetten und Ausformungen. Außerdem beinhaltet das Buch ein kommentiertes Verzeichnis von Initiativen gegen Rechtsextremismus. Als Nachschlagewerk zu allen Bereichen des gegenwärtigen deutschen Rechtsextremismus ist es sowohl Fachleuten als auch „Laien“ hilfreich. Besonderes Gewicht liegt daher gleichzeitig auf Benutzerfreundlichkeit und wissenschaftlicher Qualität.

Buchrückseite

Das Handbuch gibt einen umfassenden Überblick über den gegenwärtigen deutschen Rechtsextremismus in all seinen ideologischen und organisatorischen Erscheinungsformen. Auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Diskussion und ausgestattet mit einem kommentierten Verzeichnis von Initiativen gegen Rechtsextremismus, wendet sich das Grundlagenwerk sowohl an ein Fach- als auch an ein Laienpublikum. Die Förderung von demokratischem Handeln und Bürgerengagement sind angezeigt, denn antidemokratische Diskurse im politischen Spektrum verbreitern und intensivieren sich. Dabei stehen die Ethnisierung der Betrachtung gesellschaftlicher Verhältnisse sowie Absagen an die Menschenrechte im Mittelpunkt. Es besteht ein Netzwerk von heterogen rechtsextrem-orientierten Gruppierungen, die auf kommunaler Ebene als kulturelle, politische und geistige Institution fest etabliert und vielfach in der Öffentlichkeit dominant sind. Die rechtsextremen, völkischen und antidemokratischen Potenziale nehmen offensichtlich in Deutschland weiter zu. Diese zu benennen und zu analysieren, um ihnen wirkungsvoll entgegentreten zu können, ist erklärtes Ziel des Handbuchs. Das wesentlich aus der Arbeit des Zentrum Demokratische Kultur (ZDK) hervorgegangene Handbuch gibt durch Fachartikel und einen Rechercheteil zu Personen und Organisationen einen umfassenden Überblick über den gegenwärtigen deutschen Rechtsextremismus in all seinen ideologischen und organisatorischen Facetten und Ausformungen. Außerdem beinhaltet das Buch ein kommentiertes Verzeichnis von Initiativen gegen Rechtsextremismus. Als Nachschlagewerk zu allen Bereichen des gegenwärtigen deutschen Rechtsextremismus ist es sowohl Fachleuten als auch "Laien" hilfreich. Besonderes Gewicht liegt daher gleichzeitig auf Benutzerfreundlichkeit und wissenschaftlicher Qualität.  

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Es ist nicht klar, welches Buch der vorige (anonyme) Rezensent von Berliner apabiz gelesen hat: das Handbuch Rechtsradikalismus ganz bestimmt nicht. Denn das Handbuch ist nicht nur eines der besten Überblicksdarstellungen über den gegenwärtigen Rechtsradikalismus in Deutschland überhaupt, es vereint auch eine Reihe der ausgewiesensten Experten auf dem Gebiet. Jeder, der jemals selbst in einem Buchprojekt involviert war, weiss genau, dass eine Publikation vom Umfang und von der inhaltlichen Breite des Handbuchs Rechtsradikalismus kaum ohne Fehler realisiert werden kann. Deshalb ist es eher positiv zu vermerken, dass die Herausgeber hier eine hervorragende Leistung erbracht haben für alle, die sich zum Phänomen der radikalen Rechten Kundig machen wollen. So ist das Handbuch eben nicht speziell für "Antifas" geschrieben, sondern für ein breites Publikum, wobei selbst sachkundige Leser immer noch eine Menge lernen können.
Zusammenfassend sei also allen, absolut allen, denen das Thema Rechtsradikalismus am Herzen liegt, das Handbuch wärmstens empfohlen. Diejenigen, die meinen, kleinkarrierte Kritik an diesem Standartwerk üben zu müssen, sollten íhre Energie lieber darauf verwenden, eine eigene Veröffentlichung vorzulegen.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich arbeite als Sozialpädagogin in einer Familienberatungsstelle und muß den Autoren ein großes Lob aussprechen: Seit dem Erscheinen des Handbuches hat sich meiner Arbeit ein gutes Stück vereinfacht. Das Buch ist sehr hilfreich für mich, vor allem weil es offensichtlich für den täglichen Gebrauch erstellt wurde. Dabei hebt es sich wohltuend von anderen Publikationen dieser Art ab. Gerade die Profile, die nicht überladen sind von, für die Arbeit, vollkommen irrelevanten Details, wie der "Unterhosenfarbe" von bestimmten Rechtsextremisten, sondern vor allem inhaltlich gewichtet sind, sind dabei besonders hervorzuheben. Eine solche politische und inhaltliche Gewichtung ist natürlich nur dann möglich wenn man in der ständigen politischen Auseinandersetzung steht und sich nicht darauf konzentriert, Nazi-Versandhaus-Kataloge zu archivieren. Daher ist es natürlich für die Antifa-Archivare schwer zu verstehen, warum dem KDS mehr Platz eingeräumt wurde, als dem Deutschherrenclub - jedem politisch am Thema arbeitenden Menschen ist diese Gewichtung einleuchtend und jeder Praktiker ist dafür dankbar!!!
Auch sei hier zum Beispiel auf die Bandprofile verwiesen: In Ihnen werden zwar nur die wichtigsten Bands aufgezählt, aber es wird ananlysiert, welche Rolle diese Bands spielen, und welche Rückschlüsse der Besitz dieser CD's auf die Hörerschaft zuläßt. Im Gegensatz dazu ist die Bandauflistung des Apabiz im "Rechtsrock"-Buch von Dornbusch zwar ausführlicher, aber einfach zu Nichts zu gebrauchen, ebensogut könnte der Leser in einschlägige Kataolge sehen, da hier keinerlei Unterscheidung zwischen den Bands gemacht wird, Bands wie "L...." der selbe Umfang wie "Sch.. & A.." eingeräumt wird. Alles in Allem ist das Buch von Grumke und Kollegen also das Beste, was derzeit auf dem Markt ist, hilfreich für alle, die sich dem Bereich beschäftigen, ABER EBEN KEINE UNNÜTZE ANEKDOTEN-SAMMLUNG der ANTIFA
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11 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwischen Google und Konjunktiv 18. Dezember 2002
Von "apabiz"
Format:Taschenbuch
Im Herbst ist das »Handbuch des Rechtsradikalismus« im Verlag Leske & Budrich erscheinen. Seine Herausgeber Bernd Wagner und Thomas Grumke beabsichtigen, durch »Fachartikel als auch durch einen Rechercheteil zu Personen und Infrastruktur einen umfassenden Überblick über den gegenwärtigen deutschen Rechtsradikalismus in all seinen ideologischen und organisatorischen Facetten und Ausformungen zu vermitteln« (S.7). Diesem löblichen Ansatz wird das Buch nicht gerecht.
Die Fachartikel sind von wechselnder Qualität, einige Beiträge scheinen allzu bekanntes nur neu formuliert zu haben. Ärgerlich aus eigener Sicht ist vor allem der Artikel von Sven Pötsch über »Rechtsextreme Musik«: Pötsch referiert zum Großteil bereits veröffentlichte Fakten mit dem Stand vor dem Verbot von Blood & Honour - und das ist immerhin zwei Jahre her. Pech für Herrn Pötsch, dass er zudem aus dem Buch White Noise den einzigen inhaltlichen Fehler abgepinselt hat: Der klandestine Vertrieb der Landser-CD »Rock gegen oben« war dort falsch dargestellt worden, zurückzuführen auf eine unpräzise Aussage der Polizei.
Der Blick in den lexikalischen Teil des Handbuches wirft die Frage auf, warum Organisationen, Verlage, Bands und Personen gerade in dieser Zusammensetzung aufgenommen wurden. Bei den Personen-Profilen finden sich fast ausschließlich NPD-Kader und Aktivisten aus dem Kameradschaftsspektrum, die man zum größten Teil als neo-nationalsozialistisch bezeichnen muss, nicht lediglich als rechtsradikal. Die Auswahl der Organisationen u.ä. offenbart nicht nur große Defizite. Sie scheint auch wenig zielgerichtet und an der Präsenz der Gruppierungen in Internet und Sekundär-Quellen orientiert zu sein. So bekommt die Kleinstsekte Kampfbund deutscher Sozialisten (KdS) insgesamt drei Seiten zugebilligt. Der weitaus einflussreichere Freundeskreis Ulrich von Hutten e.V. hingegen wird auf zwei Seiten abgehandelt. Dessen Mutterorganisation Deutsche Kulturgemeinschaft aus Österreich kommt in dem Buch nur am Rand vor (S.323) und wird fälschlicherweise mit dem DKeG Deutschland gleichgesetzt. Weiterhin finden sich - ausser dem Witiko-Bund - keine Organisationen aus dem Vertriebenen-Spektrum und keine Burschenschaft. Die Heimattreue Deutsche Jugend fehlt ebenso wie die Junge Landsmannschaft Ostpreußen. Dafür werden die ANS/NA oder das KAH - im Handbuch hartnäckig die KAH genannt - vorgestellt. Organisationen, über die vor sechs Jahren schon nichts Neues mehr zu schreiben war.

Ähnlich seltsam mutet der Komplex Verlage an. So wird der Zeitschrift Nation & Europa unterstellt, dass sie mit »Hilfe der sogenannten neurechten Autoren« eine »große Wirkung auf Personen auch außerhalb des rechtsradikalen Spektrums« besitze. Richtig ist indes, dass die Qualität des Monatsblatt nach wie vor darin besteht, der gesamten extremen Rechten ein Forum zu bieten. Die Herausgeber positionieren sich dabei eindeutig rechtsextrem; von »neuen« Rechten ist weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenzug ist das Flaggschiff rechtsextremer Scharnier-Bemühungen, die Junge Freiheit, mit keinem Wort erwähnt.
Fazit: Die Autoren weisen nach, dass sie sich bestens in Internetrecherche und Sekundärliteratur zum Thema Rechtsextremismus auskennen. Der von ihnen in der Einleitung angekündigte Rückgriff auf »Primärquellen« beschränkt sich zum überwiegenden Teil auf Internetquellen. Der Lexikonteil des Handbuches ist ein Rückschritt für AntifaschistInnen. Nicht nur die Fakten sind auf einfachste Art und Weise zusammengestückelt worden. Auch die Einschätzungen bewegen sich häufig im Konjunktiv und vermeiden somit eine konkrete Einschätzung rechtsextremer Strukturen. Der im Buchtitel und in der Einleitung angekündigte Überblick über alle ideologischen und organisatorischen Facetten des Rechtsradikalismus ist nicht umgesetzt worden. Vor dem Hintergrund, dass das Handbuch den »Rechtsradikalismus« beleuchtet will, wundert es, dass die Braunzone - also die Brückenbauer zwischen Rechtsextremismus und sogenannter Mitte - so gut wie gar nicht vorkommt. Es macht den Anschein, als hätten die Autoren des Handbuches keinerlei politische Diskussion über die Ausrichtung ihres Machwerkes geführt. Vor diesem Hintergrund ist die in der Einleitung als positiv hervorgehobene fehlende Einigung auf einen einheitlichen Rechtsextremismus- bzw. Rechtsradikalismus-Begriff nur als Unvermögen der Herausgeber und nicht als »Diversität der Diskussionslandschaft« zu deuten (S.7).
Nicht zuletzt machen die Herausgeber des Handbuchs deutlich, dass sie bei ihrer Arbeit durch eine »ostdeutsche« Brille schauen. Dies wird zum einen an der ungenügenden Beschreibung alteingesessener westdeutscher Nazistrukturen deutlich, zum anderen im »Verzeichnis von Akteuren gegen Rechtsradikalismus« (ab S.483): Während man für Berlin/Brandenburg auf knapp zwölf Seiten Anlaufstellen findet, gibt es in Hamburg nur einen einzigen »Akteur gegen Rechtsextremismus«, das Internetprojekt nadir.

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