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Handbuch der Rauschdrogen [Taschenbuch]

Wolfgang Schmidbauer , Jürgen vom Scheidt
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 704 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (27. Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596162777
  • ISBN-13: 978-3596162772
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 135.579 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Beide Autoren sind Psychologen mit Erfahrung im Bereich Drogen und Therapie. Sie haben zahlreiche Fach- und Sachbücher veröffentlicht, die auch in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.

Jürgen vom Scheidt, 1940 in Leipzig geboren, hat in München Psychologie, Soziologie, Anthropologie und Psychopathologie studiert. Mit einer Studie über Drogenabhängigkeit hat er promoviert. Nach Tätigkeiten als Lektor und Publizist arbeitet vom Scheidt in eigener psychologischer Praxis in München und in seiner "Münchner Schreib-Werkstatt".

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Banisteriopsis caapi
(Ayahuaska, Caapi, Banisteria, Yajé, Yagé)

Schon früh haben Reisende im Amazonasgebiet berichtet, wie die Angehörigen zahlreicher Indianerstämme dort aus der Liane Banisteriopsis caapi ein Getränk zubereiteten, dem zahlreiche magische Effekte zugeschrieben werden: Es soll sie befähigen, Kontakt mit der Geisterwelt aufzunehmen, verlorene Gegenstände wiederzufinden, entlaufene Tiere aufzuspüren oder militärische Aktionen eines Gegners vorauszusehen. Der Trank - in der Regel eine eingedickte Abkochung - hat bei den Stämmen viele verschiedene Namen: Caapi, Ayahuaska, Yajé, Yagé. Er wird aus Stengeln, Blättern und Wurzeln der Liane zubereitet.

Chemie und Wirkung
Man hat dem wichtigsten Alkaloid, das man aus Banisteriopsis isolieren konnte, verschiedene Namen gegeben: Telepathin, Yagein und Harmin. Durchgesetzt hat sich heute die Bezeichnung Harmin. Das Alkaloid enthält ebenso wie die eng verwandten Stoffe Harman und Harmalin einen Indolring (? RA V). Man findet Harmin außer in Banisteriopsis auch in der Steppenraute, Peganum harmala, die von Südeuropa (Balkanländer) bis nach Tibet gedeiht, aber - soviel man weiß - bisher noch nicht als Rauschdroge benutzt worden ist. Ihre Samen werden in der Volksmedizin als Mittel gegen Würmer und zur Blutreinigung benutzt.
Die Hauptalkaloide der Steppenraute (Harmin) und der Liane (Banisterin) sind pharmakologisch, chemisch und kristallographisch identisch, wenngleich noch Lewin meint: " Ersatzmittel für Banisterin gibt es nicht. Das mit ihm identisch sein sollende Alkaloid Harmin leistet klinisch nicht das, was (von mir) geschildert wurde" (1929, S. 18).
Harmin bildet farblose, seidenglänzende Prismen, löst sich in Alkohol und Ether, nicht in Wasser, schmilzt bei 256'C, wobei es sich zersetzt, und färbt reine, konzentrierte Schwefelsäure rosa. Bei Tieren steigert es die Erregbarkeit der Reflexe; so macht es Hunde beißlustiger. Warmblüter beginnen heftig zu zittern und können sich nur mit Mühe aufrecht halten. Das Benehmen der Hunde, an denen man Harmin/Banisterin erprobte, war so auffällig, daß man annehmen mußte, die Tiere hätten Sinnestäuschungen; so bellte eines ohne Grund eine Tür an. Beim Menschen ist reines Harmin ein wirksames Halluzinogen, wirkt also ebenso wie ?Meskalin und ?LSD. Der Ethnologe Koch-Grünberg hat die von den Indianern aus Banisteriopsis caapi zubereitete Rauschdroge konsumiert, in der wahrscheinlich noch eine Reihe weiterer, in der Struktur nicht erforschter Alkaloide enthalten ist. Er sah rote Flammen vor seinen Augen huschen und ein grellfarbiges Flimmern. Andere Selbstversuche ergaben die charakteristischen Visionen nach Halluzinogen-Konsum: schöne landschaftliche Bilder, farbige Schmetterlinge, kaleidoskopartige, bunte Ornamente.
Bereits im vorigen Jahrhundert hat der spanische Geograph Villavicendo wiederholt Ayahuaska ("Liane der Geister" in der peruanischen Quechua-Sprache) genommen: "Jedesmal ... empfand ich Schwindel; manchmal machte ich eine Luftreise, während welcher ich mich erinnere, die bezauberndsten Ausblicke gehabt zu haben, große Städte, hohe Türme, prachtvolle Parks und andere herrliche Objekte. Manchmal habe ich mir auch eingebildet, ich befände mich allein in einem Walde, von wilden Tieren angefallen, gegen die ich mich verteidigte" - also zum Teil ein bad trip in der Sprache des heutigen Konsumenten von Halluzinogenen. Der Rausch endete jeweils mit starkem Schlafbedürfnis; am Morgen erwachte Villavicendo mit Kopfschmerzen und Übelkeit. Besonders verdient gemacht um die Erforschung und Erprobung des Banisteriopsis-Alkaloids hat sich einer der bedeutendsten Drogenforscher im deutschsprachigen Raum, Louis Lewin. Er nennt die Substanz Banisterin. In seiner kleinen, aber umfassenden Studie " Banisteria caapi - ein neues Rauschgift und Heilmittel" beschreibt er schon 1927 die biochemische Darstellung des Mittels, Tierversuche (zu deren genereller Problematik RA V, Schlußteil) und Erfahrungen und Experimente an Menschen sowie Vorschläge zur medizinisch-therapeutischen Anwendung. Wie es auch anderen Drogenforschern immer wieder passierte, glaubte offenbar auch Lewin, mit Banisterin das Heilmittel für ein bestimmtes Leiden entdeckt zu haben. Zumindest die Fachwelt hat seine Begeisterung für die Erfolge bei schwersten Bewegungsstörungen nicht ganz teilen können, obgleich Harmin bzw. Banisterin heute noch bei enzephalitischen Zuständen, bei Parkinson-Kranken und bei Paralysis agitans eingesetzt wird (Hesse S. 95). Es liest sich fast wie eine Wunderheilung, wenn Lewin von einer an massivem postenzephalitischen Parkinsonismus leidenden Frau (S. 18) berichtet, sie "liegt ständig steif wie ein Stock und unbeweglich im Bett, kann weder selbständig essen, noch irgendeine nennenswerte Bewegung machen. Ständige Zuckungen der Zunge ..." Zwei Stunden später, nach subkutaner Injektion von 0,05 Gramm Banisterin in Lösung: "Spontan spricht die Kranke mit viel lauterer Stimme als sonst: >Herr Doktor, ich kann meine Zunge jetzt stillhalten!< Die Zunge liegt tatsächlich ganz ruhig im Mund. Sprache wieder erheblich gebessert. Gesichtsausdruck viel lebhafter als sonst. Eine solche Unmittelbarkeit des Helfens von Bewegungsstörungen durch ein Arzneimittel war bisher unbekannt ..." Und kurz darauf schreibt Lewin: "Meiner Überzeugung nach kann das Banisterin dazu berufen sein, noch weitere große medizinische Überraschungen in bezug auf die Beeinflußbarkeit gewisser krankhafter Gehirnstörungen zu liefern ..." Wie gesagt, diese Hoffnung wurde enttäuscht. Die eigentlichen Heilmöglichkeiten von Banisteriopsis caapi scheinen auf dem Gebiet der Psychotherapie zu liegen. Ähnlich wie Leuner (1962) und Grof (1978) LSD einsetzten, benützt Claudia Naranjo, ein chilenischer Psychiater und Gestalttherapeut, ein Banisteriopsis-Alkaloid für seine Arbeit mit seelisch gestörten Patienten, allerdings nicht Banisterin/Harmin, sondern das verwandte Harmalin (Naranjo 1979; -- Harmalin).
W. Sch.

Literatur:
Efron, D. H. (Hrsg.), Ethnopharmacologic Search for Psychoactive Drugs, Washington 1967
Grof, S., Topographie des Unbewußten, Stuttgart 1978
Hesse, H., Rausch-, Schlaf- und Genußgifte, Stuttgart 1966
Leuner, H, Die experimentelle Psychose, Berlin 1962
Lewin, L., Banisteria caapi - ein neues Rauschgift, Berlin 1929
Naranjo, C., Die Reise zum Ich - Psychotherapie mit heilenden Drogen, Frankfurt a. M. 1979
Reinburg, P., "Contribution ä l'etude des bois sons toxiques des Indiens du nordouest de l'Amazone", in: Journal de la Societe des Americanistes de Paris, Bd. 13, Paris 1921
Villavicendo, Geographia de la Republica del Ecuador, New York 1858

Barbiturate
?Schlafmittel
Betelnuß
?Genuß-Drogen
Bilsenkraut
?Nachtschatten-Drogen
Blätter der Hirtin Maria
?Ska Maria Pastora


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1.0 von 5 Sternen Weitgehend unbrauchbar 12. Dezember 2011
Format:Taschenbuch
Das Buch hält in keiner Weise was es verspricht. Zuerst einmal ist es unglaublich veraltet. Obwohl im Vorwort behauptet wird, es seien "alle Beiträge, wo dies nötig und sinnvoll war überarbeitet worden", betreffen die Aktualisierungen kleine Abschnitte, der Großteil ist immer noch auf dem Stand der 1970er. Eine Kennzeichnung, was auf welchem Stand ist, sucht man vergebens, relativ (die Ausgabe ist jetzt auch schon wieder alt) Aktuelles steht direkt neben komplett Veraltetem. Substitutionstherapie z.B. wird da als ein absurdes Kuriosum geschildert, ein abstruses Experiment einzelner verbrecherischer Ärzte (S.324 ff.). Na ja, man vergegenwärtige sich, der Text stammt aus einer Zeit als z.B. HIV noch nicht einmal vom Hörensagen bekannt war... Und das alles wird auch 2003 noch einfach so stehengelassen, keine auch noch so kleine Anmerkung über den Siegeszug der Substitutionstherapie seit dieser Zeit, neue Substitutionsmittel etc?
Aber das Übel liegt nicht nur in der fehlenden Aktualisierung, sondern vor allem auch in der fehlenden Trennung von Fakten und Meinung. Grundsätzlich verspricht der Aufbau des Buches ja so etwas, es gibt einen enzyklopädischen Teil und einen essayistischen, was ja eigentlich gut wäre. Aber warum muss dann auch der enzyklopädische Teil von unverhohlener Meinungsmache nur so strotzen? Hier hat jemand seine eigenen drogenpolitischen Standpunkte (Halluzinogene sind ziemlich harmlos, Substitution ist pfui, ...) und die klingen in jeder Zeile durch, wider die grundlegendsten Prinzipien (populär-) wissenschaftlichen und journalistischen Arbeitens.
Also irgendwie ist es ja nett und lustig, Pamphlete aus den 70ern zu lesen, aber wenn es mir um die historische Sichtweise geht kauf ich mir doch gleich eine Auflage von damals und nicht eine maximal halbherzig aktualisierte aus den 2000ern ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ausfürhlichst! 9. Mai 2010
Format:Taschenbuch
das umfangreichste und mit abstand beste buch dieses themenbereichs.
kann ich nur jedem weiterempfehlen.
die autoren wissen worüber sie schreiben und haben sich eingehend mit der materie auseinandergesetzt.
und zwar mit allen aspeketen. man findet hier nicht nur eine detaillierte auflistung aller illegalen wie auch legalen drogen inklusive deren herstellung, gebrauch und wirkung, sondern auch soziale und psycholiogische aspekte.
also wenn man sich ein buch über rauschdrogen zulegt, dann sollte es eindeutig dieses sein.
an kompetenz bleibt es unerreicht!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Standardwerk zu den Rauschdrogen 23. Februar 2007
Format:Taschenbuch
Ein ausgzeichnetes Handbuch der Rauschdrogen, was in dieser Form auf dem deutschen Markt nicht zu finden ist. Man erhält zu allen Drogen kompetente Aussagen, wenn einige Kapitel vielleicht auch wieder überarbeitet werden könnten. Aber die Drogen-Szene ändert sich leider so schnell, wie die Mode, und ob man in dieser "schillernden Welt" immer mit vorn dabei sein muß, ist die Frage. Auf alle Fälle gibt es kompetenteste Hinweise zu allen Drogen, zu Abhängigkeit, Sucht, Entzug, Rechtslage und alles, was mit Drogen in Zusammenhang steht. Daneben erlauben sich die Autoren durchaus eine eigene Meinung, die nicht immer mit anderen Anschauungen in Übereinstimmung steht. Diese Meinung ist aber hoch kompetent und durch umfassendes Wissen und Erfahrungen geprägt. Ein wichtiges Nachschlagewerk für alle, die sich mit dem Problem Drogen beschäftigen wollen oder aus beruflichen Grüden damit zu tun haben.
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