Die Inhalte dieses "Handbuchs" beschränken sich nicht nur auf typischen Merkmale eines Handbuchs. Dieses Werk ist zur Häfte als Enzyklopädie zu sehen, während die andere Häfte essay-artige Kurztexte enthält über allerlei Themen rund um Rauschmittel wie etwa "Die Profanierung der Drogen" im Kapitel "Kulturgeschichte". Weitere Kapiel sind "Moderne Gesellschaft und Politik", "Psychologie", "Therapie und Rehabilitation" und "Medizin (Physiologie) und Psychopharmakologie", die die Themen kurz, informativ und überschaubar darlegen. Dabei wird im gesamten Werk durchgehen auf einen Wichtigen Aspekt geachtet: Die Rauschmittel werden nicht stumpfsinnig und grenzenlos verherrlicht, sondern werden objektiv vorgestellt mit allen guten sowie schlechten Seiten, Vor- und Nachteilen, Erwartungen und Risiken.
Um zu einer Beurteilung zu kommen möchte ich dieses Werk mit dem Werk "Enzyklopädie der Psychoaktiven Pflanzen" von Christian Rätsch vergleichen, wobei bereits anzumerken ist, dass beide Werke im Vergleich doch stark ihren Namen gerecht werden (Enzyklopädie und Handbuch).
Die Enzyklopädie umfängt zunächst eine ganze Ecke mehr Artikel, beschränkt sich jedoch nur auf Pflanzen. So kann man also froh sein im Handbuch einen 33-seitigen Artikel über LSD vorzufinden. Des Weiteren kommen im Vergleich zur Enzyklopädie eher unbekannte - oder sollte ich doch sagen unpopuläre - Rauschmittel im Handbuch viel zu kurz. Dafür bekommt man in der Enzyklopädie nichts an Informationen, die über Eigenschaften und Wirkung des Stoffen hinausgehen, wie etwa Folgen wiederholenden Konsums oder "Möglichkeiten zur Heilung/Rehabilitation".
Als Schlussfolgerung möchte ich sagen, dass infolge der Unterschiedlichkeit beider Werke, sich die Enzyklopädie und das Handbuch sehr gut ergänzen. Zum Handbuch allein ist zu sagen, dass es auf jeden Fall eine lohnenswerte Anschaffung ist für jemand mit Interesse an dem Thema - gerade durch die Artikel in der zweite Hälfte des Werkes.