Das Handbuch gliedert sich in einen Textteil und einen lexikalischen Teil. Die "Beiträge zur praktischen Radiästhesie" geben einen weitgefassten Überblick über die Geschichte, die Konzepte und die Anwendungsmöglichkeiten der modernen Radiästhesie. Bemerkenswert ist hier das Kapitel "Radiästhesie und Physik", in dem sich der Autor von der in Kreisen der "physikalischen Radiästhesie" oft verbreiteten Anbiederung an die Schulphysik löst. Er vergleicht den Erkenntnisweg des Radiästheten mit demjenigen des Schamanen, indem sich beide mit dem Wesen der Natur verbinden. Um die Natur ganzheitlich zu beurteilen, müsse sich auch die Physik solchen Zugängen öffnen. Für ihn ist auch klar, dass gemutete Ergebnisse immer auch das geistige Bewusstsein des Untersuchers widerspiegeln. Aus diesen Einsichten leitet er eine Herangehensweise bei der Hausuntersuchung ab, die mentale Konditionierungen so weit wie möglich zu vermeiden sucht. Auf diesem Weg findet er auch Zugang zu psychischen Phänomene, die sich im Raum verortet haben, und zeigt Möglichkeiten auf, hier mit der gebotenen Sorgfalt zu interagieren und ?Störbeziehungen? aufzulösen. Von technischen "Entstörgeräten" hält der Autor hingegen nichts. Vielmehr bleibt er bei den traditionellen Werkzeugen und referiert über die Kunst, mit Pflanzen, Holz oder Steinen zu entstören. Zwei Kapitel der "praktischen Beiträge" widmen sich auch ausdrücklich geomantischen Themen wie dem Phänomen der Planetenlinien und dem besonderen Ortsgeist der Kathedrale von Chartres.
Hartmut Lüdeling untermalt seine Ausführungen immer mit lebendigen Beispielen aus seiner persönlichen Praxis. So hat man nie das Gefühl, absolute Wahrheiten vorgesetzt zu bekommen, sondern man hat an einer lebendigen Forschung teil und wird zu solcher angeregt. Dazu gibt der lexikalische Nachschlageteil Unterstützung. Auf über 200 Seiten informieren kompakte Texte über Stichworte wie Abladungspunkt, Denkmuster, Fresnelzone, Kieswasserader, Mentaltechnik, Orgonstrahlung, Peiltechnik, Quarzuhren, Spektroide, Transversalwellen oder Zeitnischen. Zu vielen Techniken finden sich zudem konkrete Arbeitsanweisungen innerhalb des Lexikons. Damit Anfänger wie Fortgeschrittene gleichermaßen produktiv mit dem Handbuch arbeiten können, sind diese Anweisungen in Basiswissen, Grundlagen- und Spezialtechniken untergliedert. Ein Kompendium von Arbeitsblättern im Anhang unterstützt die praktische Arbeit weiter.
Selbstverständlich ersetzt das Buch keinen Radiästhesie-Lehrgang, aber es ist ein unverzichtbarer Begleiter für alle, die sich aktiv mit dem Phänomen der Strahlenfühligkeit befassen möchten.