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Handbuch Populäre Kultur: Begriffe, Theorien und Diskussionen
 
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Handbuch Populäre Kultur: Begriffe, Theorien und Diskussionen [Gebundene Ausgabe]

Hans-Otto Hügel
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 580 Seiten
  • Verlag: Metzler; Auflage: 1 (10. April 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3476017591
  • ISBN-13: 978-3476017598
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 701.101 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Das Handbuch fasst den Forschungsstand zum Pop in vielen schönen Aufsätzen zusammen. Von "Alltag" bis "Zirkus"..." (Literarische Welt)

"Es ist ein nützliches und informatives Nachschlagewerk, das zur ersten Orientierung hilft und zur Weiterbeschäftigung mit dem Thema einlädt..." (Kulturpolitische Mitteilungen) "Seinen eigenen Ansatz erläutert Hans-Otto Hügel im Vorwort, das, wenn nicht alles täuscht, das Nachdenken über Populärkultur hierzulande entscheidend voranbringen könnte." (Die Tageszeitung)

"Was das Handbuch besonders attraktiv macht, ist neben der Vorstellung unterschiedlicher Konzepte Populärer Kultur in den Basisartikeln, das Heranrücken von Begriffen "mittlerer Konkretion", die im Unterricht helfen können, zwischen dem konkreten Expertentum der Schüler in Sachen aktueller Alltagskultur und dem großkalibrigen philosophischen Wissen ihrer Lehrer zu vermitteln." (Ethik & Unterricht)

"Dies ist ein mutiges, ein risikobereites Buch, es hat in der Forschungslandschaft nichts Vergleichbares." (IASL.uni-muenchen.de)

"Nach Schlagworten sortiert, mit einer ausführlichen Bibliografie versehen und von durchweg kompetenten Autoren geschrieben, bietet der Band eine verlässliche Orientierung in der gegenwärtig ausufernden Theorielandschaft der populären Kultur." (Dresdner Kulturmagazin)

"Eine editorische Glanzleistung und womöglich ein erster Schritt, Populäre Kultur als selbständige Wissenschaftsdisziplin zu etablieren." (merz publikationen)

"Die kulturwissenschaftliche Neuorientierung des letzten Jahrzehnts hat die Gegenstände der Geistes- und insbesondere Literaturwissenschaften in einen neuen Blickwinkel gerückt und interdisziplinäre Herangehensweisen befördert. Ein wichtiger Ertrag dieses 'cultural turn' ist das vorl. Handbuch Populäre Kultur." (Germanistik)

Kurzbeschreibung

Überblick über alle Aspekte und Formen der Populären Kultur Begründet Populäre Kultur als Wissenschaftsdisziplin Die umfassende Präsenz der Medien im 20. Jahrhundert hat die Populäre Kultur zu einem alltäglichen und fast universellen Phänomen gemacht. Kaum jemand kann sich den massenmedialen Unterhaltungsangeboten entziehen, die Freizeitvergnügen aber auch Anleitung zum Lebensstil anbieten. In diesem Handbuch wird Populäre Kultur als interdisziplinäres Forschungsfeld und als eigenständige Wissenschaftsdisziplin begründet. Es informiert in rund 120 Artikeln über alle Sparten der Populären Kultur wie Literatur, Film, Fernsehen, Musik und Neue Medien. Die Beiträge widmen sich dabei allgemeinen Begriffen (wie z.B. Fan, Glamour, Kult) ebenso wie Medien und Orten der Populären Kultur (wie z.B. Fernsehen, Graffiti, Video, bzw. Kino, Stadion, Volksfestplatz) und auch Themen und Figuren (wie z.B. Verbrechen, Zukunft, Sex bzw. Diva, Androide, Westernheld). Die Artikel liefern einen chronologischen Überblick und beschreiben die aktuellen Ausprägungen jedes Phänomens. Sie informieren über die zentralen Themen und Diskussionen der Forschung.

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Bilanz sei vorweggenommen: Das Buch ist ein echter Gewinn. Es bündelt den Stand der Forschung und bietet zugleich vielfältige weiterführende Anregungen in Form von Literaturangaben. Es entfaltet in 117 Artikeln plus Einführung ein breites Panorama an aktuellen Stichworten und Themen und informiert überwiegend gründlich, verläßlich und verständlich. Druck und Bindung sind exzellent, Namens-, Sach- und Titelregister unterstützen den schnellen Zugriff, auch der Preis ist angemessen. Das Buch ist unbedingt empfehlenswert.

Sehr viel ausdifferenzierter als bei früheren Sammelwerken zur populären Kultur werden hier die Stichworte eingeteilt, und fast jeder Artikel ist ungewöhnlich gut fundiert. Beispielnennungen müssen für einen Überblick genügen: Unter "Konzepten" finden sich u.a. die Stichworte Alltagskultur, Erlebniskultur, Massenkultur und Volkskultur. Die größte Gruppe der "Grundbegriffe" umfasst u.a. Action, Ästhetik und Moral, Kitsch, Kult, Gender, Gewalt, Heimat, Spiel, Theatralität, Zensur. Die Rubrik "Orte" tangiert u.a. Kabarett, Museum, Stadion, Volksfest und Zirkus. Bei den "Medien" finden sich u.a. Fotografie, Video, Zeitung, Flugblatt, Plakat und Radio. Unter "Geräten" werden u.a. Computer, Flipper, Musikbox und Walkman behandelt. "Distributionswege" meint u.a. Buchgemeinschaft, Leihbibliothek und Videothek. "Sparten" impiziert u.a. Musik, Sport und Werbung. Unter "Rezeptions- und Funktionsfiguren" sind u.a. Fan, Moderator, Publikum und Sammler rubriziert. "Medien- und Genrefiguren" meinen u.a. Androide, Diva, Held, Räuber, Pirat und Virtuose. "Erzählweisen" schließlich bezieht sich u.a. auf Bilderbuch, Graffiti, Panorama, Serie und Videospiel.

Wollte man einzelne, besonders ergiebige und gelungene Beiträge herausgreifen, so käme man in Schwierigkeiten - es gibt einfach zu viele davon. Einen stichwortspezifischen Vergleich mit anderen Handbüchern und Lexika würden die meisten mit Bravour bestehen. Vieles kennt man zwar im Prinzip schon aus vorliegenden Publikationen, manche Autorennamen sind ja auf bestimmte Themen auch abonniert. Aber die Ausrichtung jeweils auf das Populäre ist markant und konsequent durchgehalten, so daß die zahlreichen Querverweise im Handbuch vom interessierten Leser auch gewinnbringend genutzt werden können.

Zur Vielfalt gehört sicher auch das Redaktionsprinzip, daß die allermeisten Beiträger nur mit je einem Artikel vertreten sind, so daß eine große Bandbreite an Perspektiven und Akzenten vorgelegt werden kann. Ein gutes Beispiel für die Vielfalt in der Darstellung, die gleichwohl prägnant vorgetragen wird, bietet die Kategorie des "Populären". Sie wird zunächst übergreifend in der Einführung vorgestellt (Hans-Otto Hügel), wobei auf Probleme der Forschung, die Geschichtlichkeit, die Cultural Studies, verschiedene Konzepte und die Schlüsselkategorie Unterhaltung hingewiesen wird. Die Konzepte selbst werden sodann von unterschiedlichen Beiträgern ausdifferenziert - z.B. Erlebniskultur (Rainer Winter), Jugendkultur (Kaspar Maase), Kulturindustrie (Udo Göttlich), Subkultur (Ulf Wuggenig) oder Volkskultur (Silke Göttsch). Ergänzend werden Akzente gesetzt unter den Stichworten "Populär" (Hügel) und "Popularisierung (Winter). Wiederholungen gibt es hier fast gar nicht, wohl aber Überlappungen, Parallelen, anregende Anschlußstellen.

Natürlich bleiben auch bei diesem Handbuch Wünsche offen: Zu einem Thema wie "Bestseller" beispielsweise hätte man sich ein eigenes Stichwort gewünscht, auch zum Thema "Pornografie" - einer der wichtigsten Bereiche dere populären Kultur, in allen Medien vertreten und zumeist schamvoll ausgespart (das Stichwort "Sex" bietet da nicht wirklich Ersatz). Andere Stichworte gehören der Sache nach eigentlich eng zusammen, z.B. "Fan" und "Star" oder "Kolportagebuchhandel" und "Sortimentsbuchhandel". Die historische Dimension der populären Kultur und ihre Medien, etwa in Antike und Mittelalter, sind vollständig ausgespart, so als hätte es früher keine populäre Kultur gegeben. Oder viele Stichworte werden gleichrangig behandelt, obwohl sie doch markant abgestufte Relevanz haben. Natürlich könnte man auch herummäkeln: Im Artikel "Star" wird nur der Filmstar behandelt, so als gäbe es keine Rock- und Popstars, Fernsehstars, Sportlerstars usw. Das "Romanheft" rangiert unter "Erzählweisen", der "Film" unter "Sparte", nur das "Fernsehen" darf als Medium gelten. Die Konfrontation von "E- und U-Kultur" klammert den deutschsprachigen kulturellen Raum weitgehend aus. Bei "popular culture" sind die zahlreichen amerikanischen Beiträge nicht angemessen vertreten. Oder das Stichwort "Medien" erscheint eher problematisch, zumindest hätte man sich mehr Bezugnahme auf "Medienkultur" gewünscht. Aber solche Kritik fällt bei der Gesamtbeurteilung nicht wirklich ins Gewicht.

Prof. Dr. Werner Faulstich, Universität Lüneburg

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