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142 von 142 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Entdeckungsreise von Lösungen, 30. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Handbuch Lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern (Taschenbuch)
Ein wunder-volles, lösungs-reiches, überraschungs-vielseitiges Handbuch haben Therese Steiner und Insoo Kim Berg vorgelegt. In sehr klaren Sequenzen aus knapp vierzig (!) Fallbeispielen stellen die ausgewiesenen Fachfrauen auf dem Gebiet lösungsorientierter Kurzzeittherapie (LOKT) ihren reichhaltigen Schatz aus jahrelanger Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor. Wer aus dem Titel schließt, dass es nur um Kinder gehe, wird sich viel mehr mit einer Fülle an Jugendbeispielen konfrontiert sehen; wobei sich der Anteil an Beispielen mit Kindern und Jugendlichen durchweg die Waage hält. Für die Arbeit mit Jugendlichen, die spezifische Unterschiede berücksichtigen muss, ist sogar ein eigenes Kapitel verfasst worden. Was in diesem Buch aber vor allem fasziniert, ist der scheinbar nicht enden wollende Reichtum an Methoden und eingesetzten Materialien. Selbst wer noch nicht mit LOKT vertraut ist, wird durch die genauen Kommentare der Therapeutinnen sich schnell in die Lebenswelt des LOKT hineinversetzen können. Insoo Kim Berg und Therese Steiner stellen in ihren Ausführungen nicht nur verbal orientierte Techniken vor, sondern zeigen überzeugend, wie man mit Hilfe von Handpuppen, „Schnörkelspielen", Malen, Cartoons, Luftballons, Klötzen, Hüpfspielen, u.v.m. einen guten Rapport mit den jungen Menschen aufbauen kann und zu wirkungsvollen Entwicklungen gelangt. Das Autorinnenduo betont immer wieder, dass man als Berater/-in oder Therapeut/-in auf die Wirksamkeit von Impulsgebungen und Bildern vertrauen kann. Des weiteren plädieren sie für einen sorgfältigen Einsatz von Sprache, aber auch für eine Beziehung zu den anvertrauten Kindern und Jugendlichen, die von Neugier, Intuition und Wertschätzung geprägt ist. Allein das Lernen von LOKT als Technik würde nicht reichen, um der Vielfalt an Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten gerecht zu werden. Die Beispiele aus der therapeutischen Praxis sowohl in den USA als auch in der Schweiz beziehen diverse, als problematisch erlebte Herausforderungen ein. Durch die teilweise äußerst neugierig machende Darstellungsweise der Autorinnen, wird man selbst herausgefordert, wie man selbst in dem ein oder anderen Fall agiert hätte. So kommen neben „ADHS"- Fällen, Schulverweigerung, Behinderung, Einkoten und kriminellem Verhalten auch Suizid-Androhungen vor, wo die Autorinnen ihr LOKT stark auf den Prüfstand stellen. Imsoo Kim Berg und Therese Steiner gelingt es aber auch darin zu überzeugen, dass sie durch ihren betont lösungsorientierten Ansatz Probleme nicht verwischen, sondern zukunftsgewandte Handlungsalternativen forcieren wollen. Das Literatur- und Stichwortverzeichnis ist sehr sorgfältig recherchiert. Der im Anhang wiedergegebene „Fragebogen für die Eltern" verdeutlicht noch einmal die Heraushebung von vorhandenen Potenzialen bei der Beratung von Kindern und Jugendlichen. Auch wenn der Schwerpunkt eindeutig bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt, vernachlässigt das Autorinnenduo nicht die Einbeziehung von engen Bezugspersonen und gibt beispielsweise Hinweise zur Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten in Familien. Alles in allem eine fabelhafte Entdeckungsreise in die vielgestaltige Welt der Lösungen. Wer auch immer mit Kindern und Jugendlichen in Kindergarten, Schule oder Jugendarbeit befasst ist oder im Kontext von Beratung, Therapie und Jugendhilfe mit ihnen arbeitet, erhält mit diesem gut verständlichen, praxis- und alltagsrelevantem Handbuch einen reichhaltigen Farbmalkasten an die Hand. Die Umsetzung in facettenreiche Bilder von Hilfe und Unterstützung obliegt dann allen Seiten.
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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Entdeckungsreise in das Abenteuer: Lösungsorientiert Arbeiten, 17. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Handbuch Lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern (Taschenbuch)
Der lösungsorientierte Ansatz passt sehr gut zu der Art, wie Kinder denken und die Welt sehen. Die Kinder sind die Experten und bringen uns bei, was sie brauchen, wenn wir uns auf sie einlassen, aufmerksam zuhören, sie ernst nehmen, sie respektieren und darauf vertrauen, dass die Kreativität in ihnen selbst liegt." Dieses Geheimnis des lösungsorientierten Arbeitens offenbarte sich mir beim Lesen dieses Buches. Es gelingt den Autorinnen, mich für das kreative, spielerische, lösungsorientierte Arbeiten mit Kindern und ihren Eltern zu begeistern. Therese Steiner und Insoo Kim Berg bieten aus ihrer langjährigen Erfahrung als Therapeuten vielfältige Anregungen, wie es gelingt, Zugang zur Erlebnis- und Erfahrenswelt des Kindes zu bekommen und dessen einzigartigen Ressourcen zu erschließen. Schritt für Schritt lassen sie mich erkennen, wie lösungsorientiertes therapeutisches Arbeiten in der praktischen Arbeit praktikabel wird. Die Autorinnen zeigen, wie vom Erstgespräch an Ziele mit den Kindern und ihren Eltern erarbeitet und vereinbart werden, sowie deren Fortschritte und Erfolge im Mittelpunkt ihrer beraterischen Arbeit stehen. Sie spüren der Frage nach, in welchen geeigneten Settings das soziale Umfeld der Kinder, insbesondere die Eltern, mit in den Veränderungsprozess einbezogen werden müssen. Kinder kommunizieren auf vielfältige Weise z.B. in Sprache, Gestik und Mimik, Bewegung, Handlungen, Spiele, Visualisierungen und viele andere kreative Aktivitäten. Diese Erkenntnis nutzen die Autorinnen, um uns Lesern einen Methodenpool zur Verfügung zu stellen, der hilfreich in der konkreten Begegnung mit Kindern ist. In vielen ausführlich dargestellten Fallbeispielen aus ihrer Praxis erkenne ich, wie Zielvereinbarungen getroffen und überprüft werden, Kinder ihre eigenen Lösungen entdecken und Veränderungen in Gang gebracht werden. Sie vermitteln das jenseits aller Methoden der Respekt, das empathische Verstehen des Therapeuten und die Wertschätzung den Kindern und Eltern gegenüber die Wirksamkeit der Therapie ausmacht. Durch ihre Darstellung der Arbeit mit behinderten Kindern und Kindern in besonderen Situationen, wie Kindesmisshandlung, ADHS, Bettnässen, Schulverweigerung, elterlicher Ablehnung oder gewalttätigem Verhalten zeigen die Autorinnen die vielen hilfreichen Facetten des lösungsorientierten Arbeitens auf. Ein Kapitel ist der Arbeit mit Jugendlichen gewidmet, in dem sie die besondere Form der Arbeit mit Heranwachsenden und ihren Eltern dokumentieren. Sie gehen detailliert in anschaulichen Beispielen auf die speziellen Schwierigkeiten des Jugendalters ein. Das Buch ist für mich geschrieben, die ich neugierig und mutig mit Kindern und ihrer Erlebnis- und Erfahrenswelt arbeiten will. Es bietet einen reichhaltigen Methodenpool und kreative Ideen für mich, die ich für lösungsorientiertes Arbeiten interessiert bin und mit Kindern und Jugendlichen z. Zt. arbeite. Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis - Respektieren und Befördern - eine wunderbare alte Idee mit neuen Möglichkeiten - Was heißt lösungsorientierte Kurztherapie - Die lösungsorientierte Kurztherapie und Kinder passen -natürlich- zusammen - Es ist eine Frage der Technik - Erfassen des Klienten und Einigung auf Ziele - Kommen wir zur Sache - Die kindgerechte Kommunikation - Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen - Mit Jugendlichen ist es anders - Der Blick aus der therapeutischen Ecke
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erfolgreiche Übertragung der Grundgedanken in die Arbeit mit Kindern, 24. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Handbuch Lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern (Taschenbuch)
Der lösungsorientierte Kurztherapie beziehungsweise einzelne Elemente(wie die Wunderfrage) aus ihr erscheinen mir durch ihr recht allgemeines Wesen mit vielen anderen Gebieten als kompatibel. Zahlreiche Autoren(wie Insa Sparrer) haben sie bereits erfolgreich in völlig andersartige Bereiche übertragen. Im Buch wird sehr allgemein auf das Wesen von Kindern(und in einem kurzen Abschnitt auch auf das Wesen Jugendlicher) eingegangen. Vergleiche und Unterschiede(z. B. zur Spieltherapie) werden von den beiden Autorinnen aufgezeigt. Ich erkannte schnell die Möglichkeiten der Anwendung des lösungsorientierten Ansatzes auf Kinder. Etwa besitzen solche ein höheres Mass an Phantasie und Vorstellungskraft, die etwa bei der Beantwortung der Wunderfrage oder anderen Zielvisualisierungen massgeblich sind. Die Autorinnen gehen auch umfangreich auf die Kommunikation mit Kindern ein und was in dieser zu beachten ist. Viele Techniken aus anderen Bereichen werden hier mit einbezogen oder sogar in verbesserten Formen wiedergegeben, sodass jeder, der mit Kindern arbeitet, hier viel mitnehmen können wird. Auch Leserinnen und Leser, die nicht mit der von Insoo Kim Berg und Steve de Shazer entwickelten lösungsorientierten Kurztherapie vertraut sind, können von diesem Buch genauso wie andere profitieren. Es werden keinerlei Vorkenntnisse benötigt. Die Anregungen erscheinen mir für alle üblichen und aktuellen Problemfelder von Kindern als sehr nützlich. Die Lesbarkeit ist wie bei den Büchern von Steve de Shazer sehr gut.
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