Mich erinnert das Buch an "Das Leben auf dem Lande" aus den 70er Jahren: Dort wurde gezeigt, wie man Butter macht, wie man Wolle spinnt, den Garten bestellt usw. Alles für Leute, die "raus wollen", aber es zum Glück nie tun, denn dann fallen sie aus ihren Träumen. An dieses Buch erinnern mich die vielen - wahrscheinlich korrekten - Bauanleitungen: Zeichnungen mit handschriftlichen Anweisungen (warum handschriftlich? Das macht es schlechter lesbar).
Jetzt bin ich wahrscheinich ungerecht! Aber ich werde mir nie eine Furnierschälmaschine bauen oder kaufen. Acht Seiten über Handsägen (einschließlich japanischer, japanisch ist In). Ich arbeite mit der Kapp- / Kreissäge. Drei Seiten über Handbohrer. Wer verwendet das heute noch? Wie finde ich den richtigen Schraubendreher("zu breite Schneide schneidet ins Holz, zu schmale Schneide beschädigt den Schlitz")? Was ist eine Elektobohrmaschine? Die "Elektrooberfräse" (gibt aus auch elektro-freie Oberfräsen?).
Nach meinem Gefühl ein Buch für Leute, die schön längst mal Schreinern wollten - und lieber die Zeit mit dem Buch statt in der Werkstatt verbringen.
Ich kann mit dem Buch nichts anfangen. Ich gebe es jedenfalls zurück und suche weiter, jetzt bei Büchern für Berufsschüler. Da sollte etwas für mich als angehenden Praktiker dabei sein.