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Handbuch Ghostwriting: Marktumfeld und Arbeitstechniken
 
 
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Handbuch Ghostwriting: Marktumfeld und Arbeitstechniken [Englisch] [Taschenbuch]

Wolfgang Klinghammer
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (4. September 2007)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3837002802
  • ISBN-13: 978-3837002805
  • Größe und/oder Gewicht: 25,4 x 17,8 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 411.201 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Handbuch Ghostwriting bietet Informationen und praxisnahe Hinweise rund um den geheimnisvollen, zwischen Schreibkunst und Schreibhandwerk pendelnden Begriff. Im Gegensatz zu Publikationen aus England und den USA wird hier speziell der deutsche Markt betrachtet. Auch das heikle Thema "akademisches Ghostwriting" wird nicht ausgeklammert. Alle, die mit dem Gedanken spielen, für andere Menschen zu schreiben - seien es Auftragsarbeiten, Reden, Zeitungsartikel oder, als "Personal Historian", Biographien - dürften in hohem Maße von dem Buch profitieren. Denn hier handelt es sich nicht um einen herkömmlichen Schreib- oder Kreativitätsratgeber, sondern um eine Sammlung von brauchbaren Informationen zum rasch expandierenden Markt für Textdienstleistungen: Selbstpräsentation, Umgang mit Vermittlern und Kunden, Planung, Organisation, Online- und Offline-Recherchen, Durchführung und Publikation der Arbeiten gehören zu den hier behandelten Themen.

Gewürzt mit einem kräftigen Schuß Zynismus zeigt das Buch teils haarsträubende Fälle aus der Praxis und stellt einige der Schwachpunkte des derzeitigen deutschen Universitätsbetriebs dar, die mit dazu beitragen, daß professionelle Ghostwriter Hochkonjunktur haben. Das Buch beschreibt zudem Strategien für den Umgang mit Problemen und Fehlern, die beim alltäglichen Arbeitsablauf zwischen Geist, Kunde und Vermittler auftreten können.

Auszug aus Handbuch Ghostwriting. Marktumfeld und Arbeitstechniken von Wolfgang Klinghammer. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ghostwriting ist eine Dienstleistung, welche die Erstellung wie auch immer gearteter Texte zum Inhalt hat. Der Kunde bezahlt, je nach Art des Auftrags, pro Seite, pro Zeichen oder – gegen Nachweis – für jede vom Schreiber aufgewandte Stunde. Auch Kopierkosten, Porto, Spesen und andere Auslagen sind mitunter in der Rechnung enthalten. Es gibt keine echten Standards für Honorare, da es keine Standards für die Tätigkeit gibt. Keine Ghostwritergilde wird Sie wegen des Unterbietens eines Mindestpreises zu Rechenschaft ziehen, kein Kunde ist gezwungen, Ihre Dienste in Anspruch zu nehmen. Der Markt bietet so viele Möglichkeiten wie Texte geschrieben werden. Die Flut dieser Materialien gibt dabei Aufschluß über die Grenzen des Berufs: Sie existieren quasi nicht. Es gibt kaum einen Sänger, kaum einen Politiker oder Schauspieler, der nicht früher oder später meint, seine Erlebnisse und Gedanken der Öffentlichkeit zugänglich machen zu müssen. Mittel zu diesem Zweck ist der im Hintergrund agierende Ghostwriter.

Heute wird über alles geschrieben. Offener, detaillierter und in der Sache (wenn auch nicht immer in den Schlußfolgerungen) präziser als in der Vergangenheit. Neue Techniken im Buchdruck, etwa das System des „Print On Demand“ führen dazu, daß veröffentlicht wird wie nie zuvor. Die Flut der Buchpublikationen konkurriert dabei auch indirekt mit dem Internetangebot, zumindest mit dem Teil, der dem Benutzer nachweisbare und zitierfähige Informationen – kostenlos oder gegen Bezahlung – zur Verfügung stellt.

(...)

Am 8. Februar 2007 zählte Google ca. 82.000 Webseiten aus Deutschland auf, in denen der Begriff Ghostwriting auftauchte. Drei Monate später waren es ungefähr 112.000.

Ein Auftraggeber, der sich bisher noch nicht zu diesem Thema informiert hat, dürfte angesichts dieser Flut von Angeboten, sei es nun durch Einzelpersonen oder durch Agenturen, zunächst verunsichert sein. In der heutigen Gesellschaft scheint das Angebot derartiger Dienstleistungen überhand zu nehmen. Wo also beginnen, wenn man eine Projektidee von einem Geist umsetzen lassen möchte, der zudem noch preisgünstig und vertrauenswürdig sein soll? Ghostwriting ist der Natur nach eine zumeist im Verborgenen stattfindende Tätigkeit. Mitunter bewegen sich Auftraggeber und Geist in einer rechtlichen Grauzone oder überschreiten gar die Grenzen der Legalität. Wie in jeder Branche existieren auch hier schwarze Schafe: Schreiber, die bedenkenlos anbieten, Magister-, Diplom- oder Doktorarbeiten zu übernehmen, aber auch Kunden, die meinen, die Dienste des Geistes nicht bezahlen zu müssen, weil mitunter kein Vertrag existiert.

Kunden und Ghostwriter müssen sich also bewußt sein, daß beide Seiten ein Risiko eingehen, insbesondere dann, wenn sie sich nicht vertraglich absichern.

Niemand kann garantieren, daß ein Anbieter hält, was seine Internetseite verspricht oder daß die „Zitate von zufriedenen Kunden“ auch tatsächlich Zitate von Kunden sind – und nicht etwa vom Betreiber der Seite.

Niemand kann darüber hinaus garantieren, daß eine in Auftrag gegebene Arbeit auch tatsächlich geschrieben und geliefert wird. Und niemand außer einem vertrauenswürdigen Vermittler oder Kunden kann garantieren, daß der Ghostwriter nach Beendigung seiner Dienste bezahlt wird.

Eine etablierte Agentur bietet ein höheres Maß an Sicherheit, da sie als Vermittler dient: Sie sorgt – gelegentlich auch mit Druck – dafür, daß der Text geliefert und der Geist bezahlt wird. So kann sie schwarze Schafe auf beiden Seiten im Vorfeld aussortieren. Sie sorgt zudem für erhöhte Diskretion: Kunden und Schreiber haben keinen persönlichen Kontakt untereinander. Allerdings lassen sich die Agenturen ihre Dienste oft üppig bezahlen. So existieren Provisionen, die höher liegen als der Arbeitslohn des Ghostwriters. Dies läßt die zweite Möglichkeit, die direkte Ansprache eines Ghostwriters, interessanter erscheinen. Doch der Aufwand, eine geeignete Person zu finden, ist in diesem Fall höher.

Meiner Erfahrung nach existieren mindestens 3 Typen von Vermittlungsagenturen:

- Etablierte Agenturen in den höheren Preislagen: Diese weisen eine größere Angebotsbreite auf, da sie über eine Vielzahl von freien Mitarbeitern verfügen. Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Geist zu finden, ist daher hoch – ebenso wie die fälligen Honorare.

- Allrounder im mittleren Preissegment: Diese Agenturen bemühen sich, die etablierten anzugreifen und preislich zu unterbieten. Die Qualität kann nicht immer als zufriedenstellend bezeichnet werden, da öfter auch fachfremde Gelegenheitsschreiber tätig sind.

- Anbieter auf Schülerniveau: Wer die mittleren Preise noch zu unterbieten sucht, kann dies in der Regel nur tun, indem er Schüler oder Studenten zu einem äußerst schlechten Stunden- oder Seitenlohn engagiert. Zieht man vom Honorar noch die Provision für die Agentur ab, bleibt für den Geist kaum noch etwas übrig. Dementsprechend wird sich dieser auch bemühen, seinen Einsatz auf das Minimum zu beschränken, um möglichst schnell möglichst viele Seiten zu produzieren.

Keine dieser Anbietergruppen ist pauschal gut oder schlecht. Diese Urteile kommen erst im Zusammenhang mit dem Niveau des Auftrags zustande: Es kann durchaus sein, daß ein Kunde mit den Leistungen einer extrem billigen Agentur vollauf zufrieden ist. Es kann auch sein, daß eine Agentur, die eine hohe Provision nimmt, den Ansprüchen des Kunden nicht gerecht wird. Dennoch dürften diese Fälle eher die Ausnahmen darstellen.

Ghostwriting ist eine äußerst komplexe Tätigkeit, in der zahlreiche Fallstricke existieren. Sowohl für den Schreiber als auch für den Kunden.

Wichtig ist, daß Sie sich als Kunde nicht allein von der Suche nach dem niedrigsten Preis leiten lassen sollten. Rechnen Sie ruhig einmal den ungefähren Stundenlohn durch. Es dürfte klar sein, daß zu Seitenpreisen von etwa 10 Euro keine tatsächlich wissenschaftliche Tätigkeit möglich ist, da der Autor vermutlich die meiste Zeit damit beschäftigt sein dürfte, im Wald nach Brennholz zu suchen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erste Infos 23. Mai 2009
Von zara
Da es kaum etwas zu dem Thema gibt, zumindest für Deutschland, durchaus nützlich, vor allem in Sachen Fähigkeiten und Handwerkszeug eines Ghostwriters. Könnte ausführlicher sein, kann aber in englischsprachigen Werken nachglesen werden. Durch die Informationen über Ghostwriting-Agenturen bin ich nicht schlauer geworden, was daran liegen mag, dass der Markt einfach zu unübersichtlich ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Für Interessenten und Einsteiger in das Thema "Ghostwriting" sicher zu empfehlen. Von Arbeitstechniken bis hin zum Umgang mit Kunden und Preisverhandlung werden die wichtigsten Themen anhand von Beispielen abgedeckt.
Eine Darstellung der geforderten charakterlichen Eigenschaften eines Ghostwriters gibt jedem die Gelegenheit, sich selbst auf seine Tauglichkeit hin zu überprüfen, was angesichts des hohen Arbeitsdruckes und der geringen Anerkennung eines Ghotswriters sicher höchst sinnvoll ist.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Geld nicht wert 20. April 2012
Von Bommi
Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe das Buch ohne Gewinn durchgelesen, am Schluss bloss noch durchgeblättert. Es stehen ein paar richtige Dinge über das Ghostwriting drin, weitschweifig angereichert durch Belanglosigkeiten wie die Notwendigkeit eines Rechners als Arbeitsmittel oder der Tipp, ein deutsch-englisches Lexikon in Griffnähe bereitzuhalten. Die Gliederung ist eher verwirrend. Das Buch strotzt von Kalenderweisheiten wie "Beachten Sie beim Ghostwriting immer: der Kunde ist König"... "Ghostwriting ist weder gut noch böse, sondern eine Dienstleistung"; das ist sehr störend - und sprachlich kommt der Text wichtigtuerisch-unbeholfen und umständlich daher - wahrscheinlich deshalb, weil hier Alltagswissen zur großen Erkenntnis aufgeblasen werden soll. Beispiel: "Gehen Sie davon aus, dass eine eigene Buchpublikation einen großen Wert besitzt, um Sie als fachkundigen Vertreter auszuweisen, zumindest in der Wahrnehmung einiger Personen, darunter auch künftige Arbeitgeber." Zuviel Geld für ein "Buch" mit einem so dünnen Ertrag.
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