In einer kurzen Einleitung erläutern die Autoren John Grant und Ron Tiner, welche Entwicklung diese Kunstform bereits hinter sich hat und was ihren besonderen Reiz ausmacht. Dabei betonen sie, dass man im Bereich des Fantastischen natürlich unendliche Entfaltungsmöglichkeiten hat, aber trotzdem äußerst geplant vorgehen sollte, wenn man zum gewünschten Ergebnis gelangen möchte.
In den einzelnen Kapiteln werden systematisch alle wichtigen Aspekte abgearbeitet. Den Anfang machen die Werkzeuge und Materialien. Man erfährt, mit welchen Mitteln man sein Werk realisieren kann und welche Wirkung man damit erzielt. Anschließend beschäftigen sie sich mit der Erfassung und Wiedergabe von Fantasy-Kunst. Hier gibt es sowohl allgemeine Tipps zur Charakterisierung oder der Wirkung von Raum und Tiefe als auch ganz spezielle Hinweise zu unmöglichen Gebäuden, menschenähnlichen Wesen oder dem Effekt von Spiegelungen. Abschließend stellen die Autoren die beliebtesten Themen vor, die von Künstlern mit all ihren Möglichkeiten visualisiert werden. Die Science Fiction hat hier ebenso ihren Platz gefunden wie Splatter, High Fantasy oder "Fantasia".
Beim Lesen dieses Bandes fällt besonders positiv auf, wie gut sich die Autoren selbst mit dem kompletten Spektrum von Fantasy und Science Fiction auskennen. Sie erwähnen zahlreiche Bücher und Künstler, die in diesem Genre bereits gut bekannt sind. Außerdem sehr hilfreich sind die Brainstormings, die sich am Ende eines jeden Kapitels befinden. Zu jedem Bereich wird dem Leser ein fiktiver Arbeitsauftrag vorgestellt, den es umzusetzen gilt. Das kann zum Beispiel ein Kinoplakat oder ein Buchcover sein. Sie liefern zahlreiche Arbeitsansätze und geben einem somit ein weites Spektrum von Übungsarbeiten an die Hand.
Insgesamt ist das "Handbuch der Fantasy & Science Fiction Kunsttechniken" von John Grant und Ron Tiner für jeden Künstler, der sich in diesem Bereich weiterbilden möchte, ein guter Überblick über alles Wissenswerte zu diesem Thema.