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5.0 von 5 Sternen
Mit Sicherheit das Standardwerk zum Thema!, 28. März 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Handbuch Ethik (Gebundene Ausgabe)
Der Band zeichnet sich durch eine außerordentliche Fülle an Informationen aus. Die Dichte der Darstellung ist ganz enorm, die Gliederung und Struktur schafft immer Orientierung im ethischen Dickicht. Besonders lobenswert ist die gute Lesbarkeit des Textes. Als Arbeitsbuch und Nachschlagewerk für Studierende, Forschende und Lehrende gleichermaßen geeignet. Auch die logische Struktur des Werkes ist gelungen: Eine ausführliche Einleitung gibt einen ersten und fundierten Einstieg in die Geschichte der Ethik bzw. verschiedene Ethiktypen. Die drei folgenden Hauptteile sind den Ethiktheorien, der angewandten Ethik (z.B. politische Ethik, Medizinethik, Tierethik u.v.a.) und schließlich einem ausführlichen lexikalischen Teil gewidmet, in welchem die Schlüsselbegriffe dieser philosophischen Disziplin in ausführlichen Artikeln behandelt werden. Durchweg guter Text, stellenweise nachgerade "spannend" zu lesen und immer auf höchstem wissenschaftlichen Niveau. Unter den unzähligen Büchern in meinen politikwissenschaftlichen Regalen erhält dieser Band von Marcus Düwell et al. einen "Ehrenplatz". Unbedingt kaufen!
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Umfassend und auf aktuellem Stand, 1. August 2006
Viele Gebiete der Philosophie wachsen rasant, keines steht aber so unter im Mittelpunkt des allgemeinen Blickfelds wie die Ethik. Die aktualisierte und erweiterte Neuauflage des "Handbuch Ethik" verdient daher besondere Aufmerksamkeit.
Nach einer umfassenden Einleitung der drei Herausgeber folgen drei Hauptteile:
II. Ethische Theorien im Überblick: systematische Einführung in verschiedene metaethische Ansätze
III. Angewandte oder Bereichsspezifische Ethik: wohl der aktuellste Teil, der v.a. mit Bioethik, Medienethik und Wirtschaftsethik ganz aktuelle Teildisziplinen behandelt.
IV. Zentrale Begriffe der Ethik: hier findet man die wichtigsten Stichpunkte, wie Dilemma, Gerechtigkeit, Naturalistischer Fehlschluss, Pflicht und Wert eingehend erläutert.
Die zentralen Begriffe im Teil IV. sind benutzerfreundlich nach einem durchgehenden Schema strukturiert. Eingehende Lektüre zeigte, dass trotzdem der Text nicht in ein Raster gepresst wurde, sondern dem jeweiligen Thema angemessen behandelt wird. Bei der Vielzahl der beteiligten Spezialisten ist dies allein schon eine herausragende editorische Leistung.
Neben den lobenswerten Literaturangaben zu jedem Artikel bietet eine gegliederte Gesamtbibliographie einen weiteren allgemeinen Einstieg.
Aktualität, Kompentenz der Autoren und Umfang lassen kaum einen Wunsch offen. Wer die zahlreichen Beiträge zu ethischen Problemen in den Medien kritisch verfolgen will, sollte das Handbuch Ethik in der Zweitauflage zu Rate ziehen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aktuelles Handbuch zu Wertefragen, 23. Juli 2010
Die Diskussion über Werte erlebt, nach Jahren der rein kaufmännischen Betrachtungsweise des Lebens, eine aktuelle und umfassende Aufwertung. Was Wunder angesichts der katastrophalen Egozentrik, die allumfassend und mit weitreichenden wirtschaftlichen Folgen um sich gegriffen hat.
Um über Ethik fundiert diskutieren zu können braucht es aber mehr als die Betonung irgendeines subjektiven "gesunden Menschenverstandes". Ethik ist kein Bauchgefühl, sondern ein System durchaus argumentativ ableitbarer Regeln und Wertebetrachtungen mit einer Geschichte, die fast so alt ist wie die Menschheit selbst.
Marcus Düwell, Christoph Hübenthal u.a. legen als Herausgeber mit ihrem "Handbuch Ethik" das umfassendste und tiefgreifendste Standardwerk vor, dass zur Zeit erhältlich ist. In der zweiten, erweiterten Auflage finden sich in dichter und sprachlich komplexer Form Betrachtungen zu allen Bereichen und Begriffen ethischen Denkens, die überhaupt diskussionswürdig sind. Kein Begriff oder Gebiet wird ausgelassen.
Schon der erste Teil der Betrachtung ethischer Theorien im Überblick führt in wissenschaftlich exakter und logisch durchdachter Form in die grundlegenden Ansätze deskriptiver und normativer Ethik ein. Gerade der Blick auch auf kontextualistische Ansätze bietet mit dem Kohärenzbegriff und der Klugheitsehtik gerade für die gegenwärtige Diskussion wertvolle Hinweise.
Übergehend in die angewandte Ethik werden im Anschluss des bestens strukturierten Aufbaus des Buches wesentliche Themenbereiche einer knappen, sprachlich dem komplexen Thema entsprechenden, wissenschaftlichen Form genau jene Bereich mit diskutiert, die zur Zeit im Fokus des Interesses stehen.
Politische Ethik, Wirtschaftsethik, Medienethik, Kulturethik sind hier Stichworte, denen das Handbuch eine fundierte Grundlage verschafft.
Im Abschließenden Teil werden all relevanten, zentralen Begriffe der Ethik vorgestellt. Die Einlassungen zur Freiheit, Identität (lesenswert die erkenntnistheoretische Herangehensweise), Sittlichkeit und Sozialehtik mit dem verschobenen Blick vom einzelnen Gewissen auf die gemeinsame Verantwortung der sozialen Ordnungen seien hier noch besonders hervorgehoben, ohne an der Qualität der anderen Kapitel Abstriche zu machen.
Jedes der einzelnen Kapitel ist mit weiterführenden Literaturangeben versehen, bewegt sich auf wissenschaftlich hohem Niveau und ist trotz der teils hochkomplexer Sprache nachvollziehbar geschrieben.
Als Handbuch dient das Buch in bester Weise als Nachschlagwerk und erläutert jeweils den Themen angemessen die wesentlichen historischen Entwicklungen zu den jeweiligen Bereichen und Begriffen, sowie deren aktuelle Bedeutung jeweils herausgearbeitet wird. Ein vergleichbares Kompendium wird auf dem Markt kaum zu finden sein.
Mit logisch strukturiertem Aufbau versehen, mit einem wissenschaftlich tiefgreifenden Hintergrund und einem umfassenden Blick in gesamter Breite auf die Ethik ist das Buch das Standardwerk schlechthin mit weitreichenden Impulsen für die gegenwärtige (und sicherlich auch zukünftige) Wertediskussion.
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