Baudenkmäler haben als Zeugen der Vergangenheit eine identitätsstiftende Funktion für die Gegenwart. Ihr Erhalt ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und die Mehrheit der Bevölkerung ist sich dessen bewusst, dass eine kulturelle Verpflichtung zur Denkmalpflege besteht.
Alljährlich nimmt die UNESCO besonders bedeutende Denkmäler in die Welterbe-Liste auf, regelmäßig finden Aktionen wie die Tage des offenen Denkmals statt.
Welche kunsthistorischen Kostbarkeiten sich in unserem unmittelbaren Umfeld befinden, zeigt uns der Dehio.
Hier kann sich der kunstgeschichtlich Interessierte ausführlich über sämtliche Baudenkmäler der Region informieren. Er kann beispielsweise über die bürgerlichen und adeligen Wohnbauten in Landshut nachlesen und an dieser Stelle u.a. erfahren, dass der Gasthof zum Goldenen Löwen früher eines der vornehmsten Weinwirtshäuser war und sich das Schenkrecht auf diesem Haus bis ins Jahr 1493 zurückverfolgen lässt. 1806 wurde im ersten Obergeschoss sogar das Corps Bavaria gegründet.
Oder wer hätte gedacht, dass die Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Tann (Kreis Rottal Inn) um 1800 einen derartigen Zustrom an Gläubigen erlebte, dass sieben Wallfahrtspriester sich um die frommen Pilger kümmern mussten. Etwa 100 Jahre vorher, 1695, hatte ein Einwohner Tanns gemeldet, dass einem Kruzifix in seinem Haus Haare gewachsen seien. Der 'Herrgott von Tann' wurde sogleich in die Pfarrkirche überführt, die fortan von Jahr zu Jahr mehr Menschen anlockte.
Nach Ortsnamen geordnet, findet man rasch kirchliche und weltliche Bauten samt grobem geschichtlichen Zusammenhang, Inventar und Restaurantionsgeschichte.
Künstlerverzeichnis, Glossar mit Fachausdrücken sowie ein Kartenanhang ergänzen das fundierte Nachschlagewerk und ermöglichen auch dem Laien einen einfachen Einstieg in die Materie.
Wer mehr über die 'Schätze vor der eigenen Haustür' erfahren möchte, bekommt mit dem Dehio das Standardwerk an die Hand, in das er immer wieder einen Blick werfen wird.