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Produktinformation
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Mit diesem Handbuch unternehmen es Herausgeber und Autoren, die allesamt seit Jahren auf dem Gebiet des Kindschafts- und Jugendhilferechts tätig sind, diesem Missstand abzuhelfen. Sie legen erstmals eine systematisch geschlossene Darstellung aller mit der Verfahrenspflegschaft zusammenhängenden Rechtsfragen vor. So werden nicht nur die Kernmaterien wie Bestellungstatbestände, Pflegerauswahl, verfahrensrechtliche Stellung usw. umfassend erläutert. Auch rechtlich eher nachrangige, praktisch aber außerordentlich wichtige Themenkreise wie die Pflegervergütung oder dessen Kommunikation mit den übrigen Verfahrensbeteiligten werden in selbstständigen Kapiteln ausführlich abgehandelt. Ein weiterer Hauptteil des Werks dokumentiert die bislang zur Verfahrenspflegschaft ergangene Rechtsprechung, die bisher zum Teil überhaupt nicht, zum Teil verstreut oder nur in schwer zugänglichen Publikationen veröffentlicht worden war. Auf diese Judikate kann der Leser bequem mittels eines vorangestellten Stichwortverzeichnisses oder einer Leitsatzübersicht zugreifen.
Dieses verdienstvolle Buch kann nicht nur Juristen, Verfahrenspflegern und Angehörigen der Sozialberufe empfohlen werden, sondern darüber hinaus jedem, dem die Rechtsstellung von Kindern in den Verfahren am Herzen liegt, die primär sie und ihre Interessen betreffen. --RA Claudia von Selle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Ein besonderes Verdienst gebührt dem Herausgeber aber dafür, daß er die Fülle der Rechtsprechung und Kommentierungen gesichtet und daraus in einer auch für den juristischen Laien verständlichen Weise die Aufgaben des Verfahrenspflegers für die Praxis herausgearbeitet hat.
Nicht zu vergessen aber auch die Kapitel über die Vergütung des Verfahrenspflegers und den Datenschutz. Abgerundet wird das Handbuch schließlich durch einen umfangreichen Rechtsprechungsteil.
Auch wenn es mich als Juristin schmerzt, daß der Herausgeber die Auffassung vertritt, daß dem Berufsstand der Sozialarbeiter/Sozialpädagogen der "Vorrang" gebührt, vom Gericht in den dafür geeigneten Verfahren als Verfahrenspfleger bestellt zu werden, kann ich dieses Buch uneingeschränkt jedem empfehlen, der im Bereich der Verfahrenspflegschaft tätig ist oder es zukünftig werden will.
Den Autoren ist es gelungen, einen detaillierten Überblick über Rechtsprechung und Literatur zu geben und hieraus für die Praxis eine klare Abgrenzung des Aufgabenbereiches des Verfahrenspflegers herzuleiten.
Das Buch beantwortet u.a. umfassend die in der Praxis immer wieder sich stellenden Fragen nach den Grenzen des Aufgabengebietes, der Kommunikation mit den Beteiligten und nicht zuletzt auch der Pflegervergütung.
Ein Wermutstropfen und für mich als Juristin, die selbst als Verfahrenspflegerin tätig ist, nicht nachvollziehbar ist die dort vertretene Auffassung, daß Sozialarbeitern/Sozialpädagogen der Vorrang bei der Bestellung durch das Gericht gebührt.
In jedem Fall ist dies ein Werk, das Pflichtlektüre für alle professionell am Verfahren Beteiligten sein sollte.
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