Welche Frau geht ohne ihre Handtasche aus dem Haus? Und einmal Hand aufs Herz, welche Frau besitzt nicht mehr als eine Handtasche? Ich besitze mindestens 20 Handtaschen. Eine für jede Gelegenheit; verschiedene Größen, Farben und Formen...und so kam ich nicht an diesem Buch vorbei...und ich habe den Kauf nicht bereut.
Mit viel Witz, Charme, Selbstironie und reich an Informationen zeichnet Anna Johnson die Geschichte der Handtasche vom 5. Jahrhundert bis in die Gegenwart, dem zweitliebsten Mode-Accessoire einer Frau...nach Schuhen natürlich. Die Handtasche als Statussymbol, Ausdruck des Stils, Objekt der Begierde und Sehnsucht....„eine sündige Schatzkammer, in der eine Frau ihre vielleicht letzten Geheimnisse verbirgt“. Johnson findet zahlreiche treffende Metaphern und macht deutlich, dass die Handtasche einer Frau weit mehr ist als nur ein modisches Accessoire. „Handtaschen. Die Geschichte eines Kultobjekts“ hat ein kleines, praktisches Format, dass in jeder noch so kleinen Tasche platz findet. Einziger Nachteil dieses Formates ist, dass die Abbildungen dadurch auch ziemlich klein sind, aber durchaus nicht von allzu schlechter Qualität. Nicht nur ein Buch für modeverrückte Frauen, sondern auch für Männer, die schon das ein oder andere Mal neben einer Frau standen und mit dem Kopf schüttelten, wenn diese in den Tiefen ihrer Handtasche nach ihrem Schlüssel suchte. Aber auf jeden Fall ein Muss für jede Frau, die ihre Taschen liebt. Ein kleines, feines Büchlein, dass zum Schmunzeln und Stöbern einlädt.