Chen Jianghong ist bekannt für seine wunderbar illustrierten und preisgekrönten Bilderbücher. Mit "Han Gan und das Wunderpferd" ist es ihm gelungen, ein weiteres Meisterwerk zu schaffen. Eine eigentlich einfache Geschichte, leicht und leicht verständlich geschrieben, prachtvoll illustriert, eine Fabel, die ein Kind lauschen und einen Erwachsenen lächeln lässt, kurz genug, um als Gute-Nacht-Geschichte zu taugen, mit all der fremdartige Exotik, die man China heutzutage fast nicht mehr zutraut, die aber immer noch da ist...
Han Gan zeichnet schon als kleiner Junge gern, und er will auch zeichnen, was nicht einfach ist, wenn man arme Eltern hat. Eines Tages wird sein Talent entdeckt, ein berühmter Maler ermöglicht ihm zu zeichnen, soviel er nur mag. Am liebsten zeichnet er Pferde und als Erwachsener schafft er es sogar, Maler am kaiserlichen Hof zu werden. Man beginnt, sich Wunderdinge über Han Gans Pferde zu erzählen, und eines Tages malt er "das" Wunderpferd...
Die Wiedergabe der Zeichnungen auf sepiafarbener Seide ist perfekt, die Bilder sind voller Bewegung und Leben, detailreich, unverfälscht und so realistisch wie eine chinesische Fabel eben sein kann. Auch nach vielen Malen des Vorlesens noch nicht langweilig. Ein wertvolles Buch.