Rezension
Salopp gesagt: HAMMERFESTE ist ein typisches Pagan Metal-Album. Wer jedoch nun vermuten mag, dass das neunte Album einer der dienstältesten Metal-Bands Deutschlands deshalb unoriginell ausfällt und sich in den Einheitsbrei der paganen Veröffentlichungen einfügt, irrt gewaltig. Denn auch wenn die Musiker aus Grevenbroich die klassischen Merkmale verwenden, haben Adorned Brood ein großes Talent, das sie aus dem Wust der anderen Bands des Genres positiv herausstechen lässt: Sie können unglaubliche Stimmungen erschaffen und den Hörer somit in viele verschiedene (Klang-)Welten entführen. Schon während des Intros hat man das Gefühl, zuerst in eine vergangene Zeit in den schottischen Highlands geschleppt zu werden, bevor sphärische Klänge hinzukommen, die durchaus als musikalische Untermalung für einen Harry Potter-Film durchgehen könnten, auch wenn der Gesang eher an ein böses kleines Wesen aus dem verbotenen Wald erinnert. Musikalisch werden die Songs schnell härter und brachialer, doch die Magie bleibt stets erhalten. Dabei nehmen sich die sechs Musiker auch nicht zu bierernst, was viele der deutschen Texte zeigen. Zeilen wie Alle, die Weiber und Honigwein lieben, müssen Männer mit Bärten sein lassen einen schmunzeln. HAMMERFESTE macht einfach Spaß, gute Laune und lässt die Gliedmaßen zucken. Danke! Simone Bösch (6/7) (Hammer)
Kurzbeschreibung
Adorned Brood sind die Mitbegründer und Speerspitze der deutschen Pagan-Szene. Sie besteht seit über 15 Jahren und ist immer noch eine der gefragtesten Bands der Szene. Auftritte auf dem Wacken Open Air, eine Tour mit Alestorm und Týr und diverse Auftritte auf Szene-Festivals unterstützen und unterstreichen dies. Nach dem Erfolg von -Noor- warten die Fans nun sehnsüchtig auf den Nachfolger - mit -Hammerfeste- werden Adorned Brood ihr gutes Standing nochmals toppen können. Das Cover wurde vom Szenekünstler Kris Verwimp entworfen.