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Der Hammer des Nordens
 
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Der Hammer des Nordens [Taschenbuch]

Harry Harrison , John Holm
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Heyne (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345315648X
  • ISBN-13: 978-3453156487
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 11,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 725.661 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

England, im Jahr 865. Die Insel wird von rivalisierenden Kleinkönigen regiert und von den Raubzügen der Wikinger bedroht. Die wahre Macht liegt allerdings in den Händen der christlichen Kirche, die allen Wohlstand für sich in Anspruch nimmt und unerbittlich jeglichen Widerstand unterdrückt. Da schlägt sich ein genialer Schmied auf die Seite der Wikinger und die Geschichte nimmt einen anderen Verlauf.

Der junge Shef steht als Bastard eines nordischen Raubfahrers und Sohn einer Engländerin eigentlich zwischen allen Fronten. Er ist aber nicht nur ein höchst innovativer Waffenschmied, sondern auch in vielen anderen Bereichen ein genialer Kopf, der mit Leidenschaft um vergangenes und neues Wissen ringt: "So rechnen die größten Anführer und Seemänner der Welt: Mit einem Haufen Stöckchen!", ruft er beispielsweise verzweifelt aus. "Wenn ich nur wüsste, wie man römische Zahlen schreibt. Dann würde ich eine echte Maschine bauen!" Shef schließt sich dem nordischen Krieger Brand an und lernt eine neue Sekte der Wikinger kennen, deren höchste Werte Wissensdurst und Gelehrigkeit sind. Sie wird zu einer Bedrohung für die christlichen Bischöfe, die Rom zu Hilfe rufen.

"Was wäre, wenn..." ist ein beliebtes Spiel der Science Fiction, die nicht nur mögliche Versionen der Zukunft, sondern auch der Vergangenheit entwirft. Klassiker wie Das Orakel vom Berge und Der große Süden sind berühmte Beispiele solcher Parallelwelten. Der Veteran Harry Harrison, bekannt vor allem durch seinen Stahlratte-Zyklus oder auch seine düstere Zukunftsvision New York 199 hat den intellektuell sehr reizvollen Ansatz zu epischer Breite ausgeweitet: Der Hammer des Nordens ist der erste Teil einer Trilogie, die auch Fantasy-Leser ansprechen wird. Diesmal lautet die Frage: "Was wäre, wenn nicht die christlich-römische, sondern die nordische Kultur das Schicksal der westlichen Welt geformt hätte?" Co-Autor von Harrison ist der Historiker und Literat Tom Shippey unter dem Pseudonym Tom Holm, dem sicherlich auch die beeindruckende historische Authentizität zu verdanken ist. Zusammen ist den Autoren eine mitreißende Abenteuergeschichte mit gedanklicher Tiefe gelungen. --Birgit Will

Kurzbeschreibung

Im Jahre 865 erobern die Wikinger die Britischen Inseln, brechen die Macht der Kirche und gründen ein neues Weltreich. Doch die Kirchenfürsten rüsten für den Krieg zwischen Hammer und Kreuz.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Vorsicht: Science Fiction!, 20. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Hammer des Nordens (Taschenbuch)
Welcher Science-Fiction-Fan kennt das nicht: Was, du liest SF? Ist das nicht langweilig, immer nur Weltraumgeballer? Nachdem man sich wieder einigermaßen beruhigt hat, versucht man seinen Gegenüber davon in Kenntnis zu setzen, dass es da auch noch ein paar andere Themen gibt. Meißt vergeblich.
Einen solchen Fall von "anderem Thema" haben wir hier vorliegen. Eine Geschichte aus dem mittelalterlichen England, allerdings nicht ganz so wie wir es aus der Geschichtsschreibung kennen.
Jetzt werden einige sofort laut aufschreien: Waaaas!!! das ist doch nicht Science Fiction (das böse SF-Wort)!!! Tja, was denn aber sonst, bitte?. Ein Tatsachenbericht? Eine historische Abhandlung? Wohl nicht so ganz. Auch wenn es einigen nicht gefällt: das ist Science Fiction. Parallel- oder Alternativ-Welten spielen in dieser Literaturgattung eine wichtige Rolle. Hier kann man, ausgehend von historischen Fakten die berühmte "Was wäre wenn dies und das anders gelaufen wäre"-Frage wunderbar durchspielen. Und das ist übrigens nicht nur etwas für "Spinner" (beliebte Aussage: "das ist doch alles Blödsinn"), auch Persönlichkeiten, die nicht direkt im Verdacht der geistigen Umnachtung stehen, haben sich damit schon beschäftigt. Hier seien nur exemplarisch die kürzlich bei Heyne erschienenen Kurzgeschichten-Sammlungen "Wenn Napoleon bei Waterloo gewonnen hätte" und "Alexanders langes Leben und Stalins früher Tod" genannt, in denen u.a auch Winston Churchill mit einer Geschichte vertreten ist.
Genau eine solche alternative Welt wird in diesem Buch beschrieben:
Die Geschichte der Engländer und Wikinger (und damit ganz Europas) erhält hier einen völlig anderen Verlauf, einfach nur aufgrund der Tatsache, dass von den Autoren an ein paar gesellschaftlichen "Einstell-Schrauben" gedreht wurde. Ein paar zufällige Ereignisse, die so in Wirklichkeit wohl nicht passiert sind, tragen das ihrige bei und schon nimmt die Geschichte einen anderen Verlauf. Das ist genau das, was mich an diesen Alternativwelten so fasziniert: hier wird nicht nur wild spekuliert ("rumgesponnen") sondern ein möglicher, aber so nicht eingetretener Geschichtsverlauf glauhaft durchgespielt. Da hier auch noch eines meiner "Lieblingsthemen", nämlich die mehr als unrühmliche Geschichte der Kirche, wunderbar aufgearbeitet wird, bin ich natürlich von dem Buch sehr angetan.
Weniger schön sind allerdings die teilweise mehr als drastischen Gewaltdarstellungen. Da wird gemetzelt und gemordet, die brutalsten Folterungen bis ins kleinste Detail dargestellt, dass es nicht nur zarten Gemütern schlecht wird. O.K, das waren damals nicht die friedlichsten Zeiten, aber etwas weniger davon hätte es wohl auch getan.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Viele gute Ansätze, aber nicht richtig überzeugend, 5. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Hammer des Nordens (Taschenbuch)
Mit diesem ersten Roman der "Hammer und Kreuz"-Trilogie begibt sich Harry Harrison zum zweiten Male nach seinen "Eden"-Bänden in die Gefilde der Alternativwelten. Dieser Zweig der Phantastischen Literatur, der irgendwo auf halben Wege zwischen Fantasy und Science Fiction angesiedelt ist, gehört auch für mich zu den interessantesten Vertretern des Genres. Irgendwie scheint es Harrison aber am richtigen Gespür für solche Art von Romanen zu mangeln, denn sie kommen qualitativ weder an Harrisons beste Romane wie "New York 1999" oder auch die "Todeswelten-Trilogie" heran, noch können sie mit den Werken der anderen großen Alternativwelt-Autoren mithalten, wie z.B. "Vorgriff auf die Vergangenheit" von Lyon Sprague de Camp oder den Romanen des bei uns recht unbekannten (weil nicht übersetzten) Harry Turtledove.
Woran das liegt ist nicht einfach zu erklären, denn grobe Schnitzer leistet sich Harrison nicht. So scheinen die historischen Hintergründe des Romans genau recherchiert zu sein, so ist der Roman recht gut geschrieben und übersetzt, besitzt einen klaren Aufbau, mehr oder weniger glaubwürdige Charaktere und eine sich mehr oder weniger logisch entwickelnde Handlung.
Doch genau dieses "mehr oder weniger" ist es, was verhindert, dass der Roman uneingeschränkt zu überzeugen vermag.
Die Handlung entwickelt sich nämlich nur scheinbar logisch, bei genauerer Lektüre merkt man schnell, dass sie sich eben nicht immer schlüssig entwickelt und manches Mal sogar recht konstruiert wirkt. Gezwungen oder zumindest unpassend wirken dabei auch die Visionen, die der Held der Geschichte mehrere Male erfährt und die wesentlichen Einfluß auf den Handlungsverlauf haben. Dieses mystische Element ist ein Fremdkörper im Roman und trotz des so wichtigen religiösen Aspektes hätte man problemlos auf diese Visionen verzichten können und sollen!
Vor allem aber wirken der Held Shef (dessen Namen für meinen Geschmack viel zu sehr an "Chef" erinnert) und die übrigen Charaktere eben doch nicht völlig überzeugend. Ja, sie haben Ecken und Kanten und nein, sie sind nicht schwarz-weiß gezeichnet sondern in allen Grautönen. Trotzdem bleiben sie dem Leser seltsam fremd; ob Shef den Sieg davonträgt oder nicht mag den Leser interessieren, ist ihm jedoch nicht wirklich wichtig. Das "Mitzittern", das Hoffen und Bangen um den Helden gibt es hier nicht.
Schließlich stört noch, dass Shef und seine Mannen einfach zu schlau und erfindungsreich dargestellt werden. So erfinden sie in kürzester Zeit diverse Wurf- und Schleudermaschienen, die Hellebarde, moderne und maßstabsgerechte Landkarten, Damaszener Stahl, Belagerungstürme, Armbrüste und zu guter Letzt auch noch Wurfmaschienen auf pferdegezogene Lafetten, die berittene Artillerie des frühen Mittelalters sozusagen! Dies mag technisch zum damaligen Zeitpunkt alles möglich gewesen sein, doch wirkt diese Fülle an Erfindungen einfach zu unglaubwürdig. Weniger wäre hier mehr gewesen!
Insgesamt ein netter Schmöker mit einigen interessanten Ideen, mehr aber auch nicht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gut, spannend und absolut lesenwert, 23. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Hammer des Nordens (Taschenbuch)
Der erste Band der Trilogie von Harry Harrison und John Holm fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite. Die beiden eigentlich so unterschiedlichen Autoren präsentieren eine gelungene Mischung aus Fantasy, SF und historischem Roman. Die Story ist nicht nur spannend und unterhaltsam, sie besticht auch durch Logik und Stringenz. Es gibt keine Sinnbrüche und unnötige Längen, wie sie so manchem Fantasy-Schinken nachhängen.

Faszinierend ist die Hauptfigut Shef, der im Verlauf des Romans vom Aschenputtel (Thrall) zur strahlenden Prinzessin (Jarl) und Herrscher über ein Königreich aufsteigt. Zugeben: die anderen Hauptpersonen sind nicht so scharf gezeichnet, verschwinden oft hinter Klischees. Da sind die grausamen, aber tumben Wikinger auf der einen Seite und die schmächtigen und chaotischen Engländer auf der anderen Seiten, bei denen man des öfteren an einen Mister Bean als "typischen Engländer" denken muss. Man muss diese Darstellungen aber mit Humor nehmen, ebenso die Darstellung der Mannen um Karl den Kahlen, die im Buch als Franzosen erscheinen. Sie werden geprügelt wie weiland die Römer durch Asterix und Obelix. Dennoch ist das Buch alles andere als lustig. Es schwebt ein permanenter modriger Geruch aus feuchten Fellen, Schlachten und Leichen über den Zeilen. An Drstellungen grausamer Szenen mangelt es dem Buch nicht.

Ein letztes Wort zum historischen Zusammenhang. Ob das alles so stimmig ist, sein den Historikern überlassen. Es handelt sich um einen Parallel-Welt-Roman mit z.T. geschichtlich belegten Figuren. Dass die Autoren ihrer Fantasie freien Lauf lassen, ist absolut gut so. Insgesamt fällt mein Urteil begeistert aus. Das Buch ist gut, spannend und absolut lesenwert.

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