Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jippieh, jemand versteht mich, 28. August 2008
Gut, dass ich allein war, als ich das Buch gelesen habe. Ich musste nämlich unwillkürlich immer wieder - mal leise, mal laut - sagen, brüllen, kreischen: Ja, danke, genau so gehts mir auch!
Markus Kavka hat es drauf: die Alltagsbeobachtungen, das Rüberbringen der eigenen Gedanken, das Zusammenfassen einer Teil-Generation, der - wie er sie nennt - kidults.
JA! Man fühlt sich verstanden (und auch ein bisschen getröstet), wenn Kavka schreibt, dass er ebensowenig einen Masterplan für das eigene Leben hat wie vermutlich etliche Zigtausend andere. Dass es eben nicht der Schlüssel zum Glück (und der Sinn des Lebens) sein kann, mit Mitte zwanzig verheiratet, bekindert und sesshaft zu sein. Dass es vielmehr auch spannend sein kann, eben gerade nicht zu wissen, was übermorgen kommt ("Solange morgen so lustig wird wie gestern").
Aber tatsächlich ist es nicht nur so, dass der "Opa des Jugendfernsehen" wie ein lustiger Onkel ironisch-sarkastisch über alle herzieht, die ein beständiges Familienleben führen. Nein, auch die melancholischen Untertöne sind nicht zu übersehen. So rutschte mir doch glatt ein Tränchen in den Augenwinkel, als ich so gut nachempfinden konnte, wie das ist, wenn die eigenen Eltern plötzlich alt werden. Wie das ist, wenn da auf dem Nachttischchen Tablettenpackungen liegen, die da vor Jahren, als man selbst noch Teil des Haushalts war, noch nicht waren. Wie es ist, wenn man seine Eltern plötzlich nur noch ein paar Male im Jahr kurz sieht und feststellen muss, dass diese Altersflecken und die grauen Haare sich verdoppelt haben.
Danke für diesen Seelenbalsam mit Zwinkeraugen, der deutlich suggeriert: es ist okay, nicht erwachsen werden zu wollen. Es ist absolut okay, auch jenseits der Ende zwanzig noch das Gefühl zu haben, ganz am Anfang des Lebens zu stehen. Und okay ist es auch, Angst zu haben vor dem, was da noch kommt.
Ganz großes Kino!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
15 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Traurige Lebensbeichte eines alternden Moderators, 14. September 2008
Markus Kavka, ex-cooler Moderator der ersten Stunde des deutschen Musikfernsehens, hat eine Rechtfertigung verfaßt, warum man mit 40+ auch noch bei MTV sein darf.
Auf Sendung kommt der alte Herr Kavka ja noch sagenhaft altersweise rüber unter all den Pop-Rammelköpfen, aber mit der Coolness ist es dem Anscheine nach nicht weit her, denn es mußte ein anstrengendes Büchlein verfaßt werden über die Dinge, die nich so sein Ding sind. Heiraten und Rente und Kinder und so. Und erst recht nicht mit 25. Total uncool, haben wir alle in der 12. Klasse auch gedacht. Herr Kavka denkt das heute noch ganz systemkritisch und bastelt sich einen viel cooleren Außenseiterstatus zurecht, dabei leider übersehend, dass in Deutschland mittlerweile kaum jemand mit 25 verheiratet ist, erst recht kein studierter Mitbürger, und dass Kinderlosigkeit keine Domäne vormals trendiger VJs, sondern Massenbewegung geworden ist. Und als solche auch nicht mehr ganz so exklusiv, wie der Herr Kavka sich da zusammenrhabarbert.
Leider läßt sich das Buch inhaltlich nicht beurteilen, ohne über Herrn K.s Biographie zu diskutieren, und da diese nicht so furchtbar spannend ist und durch die ca. 100 Seiten auch kaum hochgejubelt werden kann so einem Einsamer-Wolf-das-Abenteuer-wartet-Großstadtmythos, dürfte die einzig solide Empfehlung für Erwachsene darin liegen, das Buch nicht zu lesen, während allen Teens empfohlen sein soll, auf jeden Fall zuzugreifen. Viel Spaß damit - da versucht einer so cool zu sein wie ihr.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Vergeudete Zeit, 22. Februar 2009
Als wahrer Bücherwurm der Generation Ü 30 wurde mir das Buch geschenkt. So - und wie war das noch mit dem geschenken Gaul ? Für alle, die aber das Buch selbst kaufen oder verschenken wollen: Laßt es ! Mein Fazit fällt vernichtend aus. Stark angefangen und dann ideenlos irgendwie zuende gewurschtelt. Phasenweise richtig langweilig. Was soll eine 11 Seiten lange Auflistung seiner Lieblingsvideos ??? Bei (wenn man die Leerblöcke mal weglässt) gerade mal 170 Seiten. Und das "Aspirin Gespräch" mit Herrn Tarantino - auch nicht mehr als ein Lückenfüller. Der Titel "Über das Erwachsenwerden" wird nur auf ca. 30 % erfüllt. Somit heißt es wie in der Schule : Thema verfehlt ! Daher leider "Siehe Überschrift".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|