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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Figuren, wie nur G. Haefs sie erfinden kann,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hamilkars Garten (Gebundene Ausgabe)
Gisbert Haefs, der Meisterautor von fesselnden Krimi-, Science-Fiction- und historischen Romanen, hat wieder zugeschlagen. Diesmal hat er versucht eine seiner Krimigeschichten in die, dem Haefs-Fan bereits aus "Hannibal" vertraute Zeit zu verlagern. Das Zeitgemälde das er entwirft ist wiederum hervorragend. Dabei erzählt er gewohnt einfallsreich und realistisch. Den staunenden Leser versetzt er in eine Zeit des Gestanks und Schmutzes, eine Zeit, die deshalb umso plastischer vor dem Auge des Lesers aufersteht. Dabei tritt die Handlung, sie ist zugegebenermaßen nicht das Beste, was seiner Feder bisher entsprungen ist, für mich in den Hintergrund: Ein junger römischer Offizier und der Befehlshaber der karthagischen Polizei versuchen gegen vielerlei Widerstände den Mord an einen römischen Händler aufzuklären, dessen Leiche auf dem Grundstück des Hamilkar Barkas gefunden wurde. Nachdem sie in Karthago allein den Fall nicht lösen können, reisen sie schließlich zu Hamilkar nach Spanien und werden Zeuge der beeindruckenden Fähigkeiten des siebzehnjährigen Hannibal (eine meiner Lieblingsstellen!). Dort erhalten sie einen zur Klärung des Falls wesentlichen Hinweis und können zurück in "Quart Hadasht", ein Komplott aufdecken, das eher wirtschaftliche denn politische Dimensionen besitzt. Die Identifizierung mit den Personen fällt so leicht und oftmals wünscht man sich nichts sehnlicher als in die Handlung hineinzugelangen und diesen charaktervollen Personen begegnen zu dürfen. Das Mitdenken, Mitfühlen und Mitleiden mit diesen Personen macht wohl den ganz besonderen Reiz des Romans aus. Deshalb muss man auch nicht unbedingt "Hannibal" gelesen haben, um Freude an der Lektüre zu finden, wenngleich der Einstieg dann schon leichter fällt. Wer sich für gutgeschriebene historische Romane interessiert fährt mit diesem Werk von Gisbert Haefs sicherlich nicht verkehrt. Aber wer einen guten Krimi lesen möchte, sollte sich lieber in einen Balthasar-Matzbach-Roman vertiefen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Mord geschieht im alten Karthago,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hamilkars Garten (Taschenbuch)
Ein 'historischer Krimi', oder besser gesagt ein Krimi der in der Antike (230 v.Chr.) spielt. Die Handlung (die Aufklärung eines Mordes) bildet die Plattform auf der die Gepflogenheiten, Landschaften, das politische Umfeld, die Eroberungen und die Kämpfe, Diplomatie und die gesellschaftlichen, sowie kulturellen Gegebenheiten in jener Zeit und an jenem Ort (Karthago) in geballter Form präsentiert werden. Haefs Sachkenntnis und erzählerische Phantasie nehmen den Leser gefangen. Anspruchsvolle Literatur für die man sich Zeit nehmen sollte, die aber dabei nicht ermüdend wirkt. Ein Mord wird untersucht: "Der tote Römer, Lavinius, hat vor seinem Tod ein Abendmahl zu sich genommen.(...)" Und an dieser Stelle erfahren wir historisches: "Woher weißt du das?" (...) "Artemidoros, unser Arzt... Er ist aus Alexandreia. Dort genießen Ärzte eine besondere Ausbildung." Das Ganze gespickt mit 'lokalem' und 'damaligem' Humor: "Er muß doch riechen, um was es geht, wenn seine rechte Hand Arish in den Latrinen wühlt".
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Solider Historienkrimi,
Von Kein Name "romulus18" (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Hamilkars Garten (Taschenbuch)
In Karthago wird zehn Jahre nach dem ersten punischen Krieg der einflussreiche römische Händler Marcus Lavinius in Hamilkars Garten ermordet aufgefunden. Da der Frieden zwischen den beiden Städten äußerst zerbrechlich ist und man den mächtigen Konkurrenten nicht provozieren möchte, fordern die Karthager zur Unterstützung des "Herrn der Wächter" Bomilkar, der das Verbrechen aufklären soll, einen römischen Ermittler an, damit dieser ihm zur Hand geht. Doch kaum ist der Römer angekommen, versucht jemand die Aufklärung des Mordes um jeden Preis zu verhindern...Gisbert Haefs Roman ist wie immer sprachlich brillant und mit jeder Menge kluger Wortspiele versehen. Die Tatsache, dass keine literarischen Quellen karthagischer Historiographen mehr existieren, nutzt Haefs geschickt aus um zu spekulieren und im Stile großer Geschichtenerzähler zu fabulieren. Leider bleibt hinter der fantasievollen und prächtigen Ausgestaltung der Geschichte gegen Mitte des Buches die Spannung ein wenig auf der Strecke- die Beschreibung der Ereignisse in Spanien entfernen sich einfach zu weit vom eigentlichen Erzählstrang. Dafür wird man dann am Ende des Buches mit einer teilweise leicht verwirrenden, aber keinesfalls vorhersehbaren Auflösung belohnt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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