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Hamburger Lesehefte, Nr.44, Peter Schlemihls wundersame Geschichte [Taschenbuch]

Adelbert von Chamisso
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2012
In dieser Novelle berichtet Chamisso in märchenhafter Form von einem Mann, der seinen Schatten dem Bösen verkauft. Er muss daraufhin erleben, dass er gegen Geldreichtum Einsamkeit eingetauscht hat, da sich jeder wegen seines fehlenden Schattens von ihm abwendet. So nimmt er Zuflucht in die Natur. Mit dieser Erzählung, die viele autobiografische Züge des Dichters enthält, hatte Adelbert von Chamisso großen Erfolg. Das Nachwort bietet einen Lebensabriss des Dichters, daneben ist das Heft mit Anmerkungen versehen.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 64 Seiten
  • Verlag: Hamburger Lesehefte Verlag Iselt & Co.Nfl.mbH (2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3872910434
  • ISBN-13: 978-3872910431
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,6 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 732.335 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Peter Schlemihl’s wundersame Geschichte
OA 1814 Form Erzählung Epoche Romantik
Adelbert von Chamisso schuf mit dieser Ezählung ein romantisches Kunstmärchen mit autobiografischen Bezügen und realistischem Ton.
Entstehung: Um sich im Kriegsjahr 1813 abzulenken, schrieb Chamisso für die Kinder eines Freundes das Märchen von Peter Schlemihl, der dem Teufel seinen Schatten verkauft. Nachdem Friedrich Baron de la Motte Fouqué (1777 bis 1843) das Manuskript gelesen hatte, übermittelte er es heimlich einem Verleger.
Inhalt: Nach seiner Ankunft in einer fremden Stadt begibt sich Peter Schlemihl auf ein Gartenfest des Herrn John; er hat ein Empfehlungsschreiben und sucht Arbeit. Mit Erstaunen und zunehmendem Entsetzen beobachtet er im Park einen Mann im grauen Anzug, der alle Wünsche der Gäste erfüllt, indem er Ferngläser, Teppiche und sogar Kutschen mitsamt Pferden aus der Tasche zieht. Schlemihl flieht voller Grauen. Der Graue holt ihn ein und bietet ihm einen nie versiegenden Geldbeutel im Gegenzug für seinen Schatten an. Schlemihl wird schwach und sein Elend beginnt. Er kann sich jetzt zwar alles kaufen, ist aber nicht mehr gesellschaftsfähig. Sobald man seine Schattenlosigkeit bemerkt, wird er gemieden oder verhöhnt. Er wagt sich nur noch in der Dunkelheit auf die Straße oder im Schutz seines treuen Dieners Bendel, den er eingeweiht hat.
Als besonders schmerzlich erweist sich der fehlende Schatten für Schlemihl, als auch seine Liebe zur sanften, schönen Mina an seinem Makel scheitert. Das Mädchen muss stattdessen – auf Geheiß ihrer Eltern – den schurkischen Rascal heiraten, der Schlemihl erfolgreich bestohlen hat, aber über einen intakten Schatten verfügt. Trotz dieses Unglücks geht Schlemihl nicht auf das Angebot des Grauen ein, ihm die Seele für den Schatten zu überschreiben. Stattdessen wirft Schlemihl den unheimlichen Geldbeutel weg und begibt sich auf die Wanderschaft. Mit Hilfe von zufällig erstandenen Siebenmeilenstiefeln führt er in der ganzen Welt botanische Studien durch und begnügt sich mit der Arbeit eines Privatgelehrten. Zur Gesellschaft hat er lediglich seinen Pudel.
Struktur: In elf Kapiteln erzählt Peter Schlemihl seinem Freund Chamisso seine Geschichte; er spricht als Ich-Erzähler den Autor immer wieder direkt an und verleiht dem Berichteten dadurch Unmittelbarkeit und Echtheit, wobei die autobiografischen Züge – bis hin zu der detailliert beschriebenen Kleidung Schlemihls / Chamissos – nicht zu übersehen sind.
Wirkung: Die Erzählung war überaus erfolgreich. E. T. A. R Hoffmann schrieb seine Parallelgeschichte vom verlorenen Spiegelbild (Die Abenteuer der Silvesternacht, 1815). Es gab eine Dramatisierung (1819 in Wien), und die Erzählung wurde ins Englische sowie Französische übersetzt. Verschiedene Deutungsmöglichkeiten erregten schon die Gemüter der Zeitgenossen und beschäftigen immer noch die Literaturwissenschaft. D. Ma. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Adelbert von (eig. Louis Charles Adelaide de) Chamisso wurde am 30. Januar 1781 auf Schloß Boncourt in der Champagne geboren und starb am 21. August 1838 in Berlin.
1790 Flucht mit den Eltern vor der Revolution u. a. nach Lüttich, Den Haag, schließlich 1796 nach Berlin. 1798 Fähnrich. 1801 Leutnant. 1804-06 Mitherausgeber des ›Grünen Musenalmanachs‹. 1810 Bekanntschaft mit Ludwig Uhland und durch August Wilhelm Schlegel mit Madame de Staël. 1812-15 Botanik- und Medizinstudium in Berlin. 1815-18 Weltreise mit der russischen Expedition ›Rurik‹. 1819 Adjunkt und später Kustos beim Botanischen Garten in Berlin. 1832-39 gemeinsam mit Gustav Schwab Herausgeber des ›Deutschen Musenalmanachs‹.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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5.0 von 5 Sternen Zerspaltung des Ich als Unglücksursache im Leben 8. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Die Geschehnisse des Werkes kann man mit einem Satz zusammenfassen: Peter Schlemihl verkauft seinen Schatten an dem Teufel, und büßt dafür. Wenn man anfängt, nachzudenken, was der Schattenverlust auf der Sprache der Symbolik heißen könnte, kommt man nicht weiter, ohne die Frage nach dem Wesen des Schattens zu stellen. In der animistischen Vorstellung galt jede Form der Reproduktion bzw. Duplikation des Menschen - so unter anderem der Schatten - als Manifestation der menschlichen Seele. So wurde dieses zweite Ich genauso gehütet, wie der Körper selbst, denn was immer dem Schatten zustieß, traf auch seinen Besitzer. Demnach war der Schatten ein wesentlicher Teil der individuellen Persönlichkeit, ohne den es kein vollwertiges, erfülltes Leben geben konnte. Der Schatten steht meines Erachtens - genauso wie bei C.G. Jung - für die unbewußte, nicht gelebte, nicht "beleuchtete" Seite der Persönlichkeit. Der Held gibt also einen Teil seiner Persönlichkeit ab, und wird dafür bestraft. So ist die Symbolik dieser Geschichte aktuell bis heute, denn sie rät dem Leser, ein ganzes Leben zu leben und nichts zu unterdrücken, keinen Pakt mit dem (symbolischen) Teufel zu schließen, um zum Reichtum zu kommen. Empfehlenswert zu lesen aber auch als Geschenk. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist ein Schatten? 19. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Peter Schlemihl, der längst zu einer literarisch berühmten Figur geworden ist, kann als naher Verwandter von Faust gelten; doch nicht seine Seele verkauft er (obwohl ihm dieser Handel auch noch angeboten wird), sondern seinen Schatten. Was es aber mit diesem Schatten auf sich hat, ist gar nicht so leicht zu klären: Schlemihl wird ab sofort ausgelacht, gemieden, gescholten und bemitleidet und ist nicht mehr gesellschaftsfähig. Jeder sieht sofort, daß er keinen Schatten hat (was doch eigentlich unwahrscheinlich ist), und jeder weiß, was das bedeutet; nur der Leser rätselt. Der Verlust des Schattens hat eine gesellschaftliche Stigmatisierung zur Folge, die sich vielleicht nicht ganz ausdeuten läßt. Die Interpretation des Schattens als unergründbare Nachtseite des Geistes, die den Menschen erst menschlich macht, kann den Text ebensowenig vollständig erklären wie eine Deutung auf eine judenfeindliche Gesellschaft hin (die nahegelgt wird z.B. durch den jüdischen Namen der Hauptfigur - der "Pechvogel" bedeutet - und durch Anklänge an das Motiv des Ewigen Juden). Schlemihl selbst findet am Ende eine ganz unfaustische Lösung: Zufällig in den Besitz von Siebenmeilenstiefeln geraten, wandert er fortan als Naturforscher über den Erdball, zwar fern von den Menschen, aber doch zufrieden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Peter Schlemihl ist ein linkischer Außenseiter, dem nichts glückt, der aber dennoch zur feineren Gesellschaft gehören will. Dazu allerdings benötigt er Geld. Er veräußert dem Teufel seinen Schatten und bekommt dafür von Fortunas Glücksäckel, welches unerschöpflichen Reichtum bringen soll.

Die tiefe Paradoxie der Erzählung liegt darin begründet, dass Schlemihl, um in die Gesellschaft zu gelangen, den Part von sich geopfert hat, dessen Fehlen ihn von der Gesellschaft ausschließt. Das Geld macht ihn ohne Schatten nicht glücklich, sogar die Geliebte verliert er an einen Betrüger, dessen Vorzug einzig darin besteht, Schatten zu werfen.

Dennoch kauft er seinen Schatten nicht, wie der Teufel vorschlägt, im Austausch gegen seine Seele wieder zurück. Nachdem er sich von seiner Geldquelle, die ihn an den Teufel gebunden hat, getrennt hat, entdeckt er Siebenmeilenstiefel und seine persönliche Lebensbestimmung. Diese liegt außerhalb der Gesellschaft. Nun beginnt er die Welt zu durchqueren und wird Forschungsreisender.

Schlemihls Lebensbericht mündet in den Rat, wer unter Menschen leben möchte, müsse zuerst den Schatten, sodann das Geld verehren lernen. Nur derjenige, der für sich und sein besseres Selbst leben wolle, könne auf den Rat verzichten. Demnach ist der Schatten der fahle Widerschein des Selbst, in welchem sich das ungebrochene Einverständnis, eine gesellschaftliche Rolle inne zu haben, verdinglicht, wie eben der Teufel den Schatten Schlemihls als papierenen Schattenriss aufzurollen und wie ein Ding behandeln zu vermag.

Der Widerspruch zwischen den Wünschen des Ich und den Wertmaßstäben und Postulaten der Gesellschaft wird im "Schlemihl" erst darin aufgehoben, indem sich das Ich seine eigene innere Bestimmung gibt.

Im Grunde ist Schlemihl seiner Zeit durch sein Bemühen um Selbstverwirklichung weit voraus.
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3.0 von 5 Sternen Aufgrund der gestelzten, altertümlichen Sprache nicht für...
Peter Schlemihl kommt von langer Reise nach Hause und begegnet auf einem Fest einem merkwürdigen Herrn, der aus seinen Taschen den Gästen jeglichen Wunsch zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2009 von Florian Hilleberg
3.0 von 5 Sternen Altbacken
Mit Interesse habe ich die Lektüre dieser "wundersamen Geschichte" begonnen, um dann nach wenigen Seiten fest stellen zu müssen, dass die Sprache zwar poetisch, doch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. April 2009 von Herman Melville
5.0 von 5 Sternen Seinen Schatten zu verlieren kann äusserst Schmerzhaft sein
Die deutsche Literatur der romantischen Epoche hat schon was betörendes. Überhaupt sind es genau diese Werke, die mich unstillbar und unwiderruflich durstig nach mehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2008 von Fabienne L.
3.0 von 5 Sternen Endlich mal eine gute Schullektüre!
Peter Schlehmil war eine der ersten wirklich spannenden Schullektüren, die ich gelesen habe. Hat man einmal angefangen, leidet man mit dem armen Schlehmil ohne Schatten mit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juni 2007 von gelegenheitsleser
5.0 von 5 Sternen Die beste Novelle
In dieser Novelle geht es um einen Pakt mit dem Teufel. Peter Schlemihl übergibt seinen Schatten an den Teufel für Geld. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Mai 2007 von Magda
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker! Spannend!
Thomas Mann hat sie eine "phantastische Novelle" genannt - A. v. Chamissos "Peter Schlemihls wundersame Geschichte". Lesen Sie weiter...
Am 5. Januar 2000 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine spannende Novelle aus dem 19. Jh.
Thomas Mann hat sie eine "phantastische Novelle" genannt - A. v. Chamissos "Peter Schlemihls wundersame Geschichte". Lesen Sie weiter...
Am 4. Januar 2000 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine sehr spannende Geschichte.
Thomas Mann hat sie eine "phantastische Novelle" genannt - A. v. Chamissos "Peter Schlemihls wundersame Geschichte". Lesen Sie weiter...
Am 21. Dezember 1999 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ich finde diese Novelle interrssant
Ich finde die Novelle interessant . Die schwierig zu lesenen Satzkonstruktionen an manchen Passagen gefallen mir aber nicht . Lesen Sie weiter...
Am 8. Dezember 1999 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Buch war gut!
Bei der Novelle "Peter Schlemihls wundersame Geschichte", von Adelbert von Chamisso, geht es um Peter Schlemihl, der seinen Schatten gegen Geld eintauscht,da er denkt... Lesen Sie weiter...
Am 8. Dezember 1999 veröffentlicht
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