Im "Hochwald" erzählt Stifter die Geschichte zweier innig verbundener Geschwister, ihrer Liebe zueinander, zur Natur und das Aufkeimen der ersten Liebe zum anderen Geschlecht. Diese Erfahrungen stehen im krassen Gegensatz zu der Härte des Schwedenkrieges, der zur selben Zeit im Böhmerwald, dem Handlungsort des Geschehens, seine blutige Handschrift hinterlässt. Stifter zeichnet sich in diesem Werk einmal mehr als exzellenter Beobachter des Alltäglichen, Kleinen, man möchte sagen fast Nebensächlichen aus. Er bringt es fertig mit Sprache Bilder einer Natur zu malen, die es dem Leser nahezu ermöglich den Tau im Moos, den Wind im dünnen Geäst und den Morgennebel über dem Wald zu spüren.