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Hamburger Lesehefte, Nr.17, Nathan der Weise: Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen
 
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Hamburger Lesehefte, Nr.17, Nathan der Weise: Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen [Taschenbuch]

Gotthold Ephraim Lessing , F. Bruckner , K. Sternelle
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Hamburger Lesehefte Verlag (2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3872910167
  • ISBN-13: 978-3872910165
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,7 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.102 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Kernstück dieser Dichtung ist die "Parabel von dem Ring", dessen Besitz den Erben der wahren Religion kenntlich machen soll. Lessing will im "Nathan" zeigen, dass "nicht die Wahrheit, in deren Besitz ein Mensch ist oder zu sein vermeint, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, den Wert des Menschen macht".
Im Nachwort wird der "Nathan" literaturgeschichtlich eingegliedert und auf Textgeschichte und Textgestaltung eingegangen. Auf 7 Seiten werden schwierige Wörter für die Schüler erklärt.

Über den Autor

Gotthold Ephraim Lessing kam am 22. Januar 1729 in Kamenz/Oberlausitz als Pfarrerssohn und drittes von zwölf Kindern zur Welt. Nach dem Abitur studierte er zunächst Theologie, wandte sich aber bald den philologischen Fächern zu. Der Schriftsteller arbeitete als Dramaturg für das Hamburger Nationaltheater und verfasste zahlreiche berühmte Werke. Privat hatte Lessing 1777/78 sowohl den Tod seines Sohnes als auch den seiner Frau zu verkraften. Er starb am 15. Februar 1781 vereinsamt in Braunschweig. Die Uraufführung seines "Nathan" im Jahr 1783 erlebte er nicht mehr. Als bedeutendster Dichter, Denker und Kritiker der Aufklärung, dessen Genialität sogar Goethe bewunderte, gilt er heute als erster moderner Autor Deutschlands.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bücher-Liebhaberin TOP 1000 REZENSENT
Der Jude Nathan kehrt von einer Reise zurück nach Jerusalem und erfährt, dass seine Tochter Recha von dem Tempelherrn vor einem Feuer gerettet worden ist. Nathan macht sich auf seine Suche, um ihm zu danken, doch der Tempelherr vertritt anfangs Züge des Antisemitismus und will mit Nathan nichts zu tun haben. Recha ist in den Tempelherrn verliebt, doch Nathans Gesellschafterin Daja erzählt dem Tempelherrn über die wahre Herkunft von Recha und letztendlich werden große Zusammenhänge zwischen den Figuren deutlich...

"Nathan der Weise" ist natürlich ein Klassiker aus der literarischen Epoche der Aufklärung. Lessing hat dieses Werk geschrieben, um dem Fragmentstreit mit dem Pastor Goeze zu trotzen, der Lessing fortan verbot weiter frei zu schreiben und seine Arbeiten so der Zensur unterliefen. Das dramatische Gedicht ist aufgeteilt in fünf Aufzüge und die jeweiligen und teils zahlreichen Auftritte. Lessing hat noch das ursprüngliche Schema beibehalten mit Einhaltung von Zeit, Ort und Handlung, doch die Orte innerhalb eines Aufzugs wechseln von Auftritt zu Auftritt. Charakteristisch ist hier auch das Benutzen des Blankverses und der Kern des Gedichts bildet die Ringparabel, die nach der Frage der wahren Religion, also Christentum, Judentum oder Islam, um Antwort sucht und Nathan so vor der Figur des Sultans Saladin seine Frage in eine Geschichte, eine Parabel, umwandelt. Lessing verfasste dieses Werk, um sich dem Verbot für das Schreiben von religiösen Schriften zu widersetzen und vertritt also den Deismus und Humanismus, die er in diesem Werk mit der Figur des Nathan und der Geschichte allgemein zum Ausdruck bringt.

Ich kann "Nathan der Weise" jedem nur ans Herz legen, ich finde die Geschichte und die Absichten dahinter noch lange nicht so staubig und trocken wie das Werk "Iphigenie auf Tauris" von Goethe, wobei ich sagen muss, dass ich Goethe als Dichter dennoch liebe, da er mich mit "Die Leiden des jungen Werther" vollends überzeugt hat. "Nathan der Weise" ist absolut nicht schwer zu lesen, zumahl im Anhang vielerlei Anmerkungen und "Übersetzungen" stehen, die damalige Begriffe erklären, die im Drama vorkommen. Somit kann ich dieses klassische Werk auch Jugendlichen empfehlen und wenn man den Stoff in der Oberstufe noch dazu behandeln kann, dürfte man es als Geschenk erachten, dass einem die deutsche Literatur so nahe gelegt wird mit allen möglichen Erklärungen und Interpretationen, um das Verständnis hierfür zu erleichtern und nicht zu erschweren, und man somit dieses Meisterwerk und rebellische Arbeit gegen die Zensur damals, in literarischer Form durch Lessing, nicht als Zwang ansehen muss.

Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
"Die Welt, wie ich sie mir denke, ist eine ebenso natürliche Welt, und es mag an der Vorsehung allein wohl nicht liegen, dass sie nicht ebenso wirklich ist". (Lessing am 8.8.1778) Und weiter: "Nathans Gesinnung ist schon immer meine gewesen, [...] der nicht jede geoffenbarte Religion, nicht jede ganz verwirft. [...] Noch kenne ich keinen Ort in Deutschland, wo dieses Stück aufgeführt werden könnte. Aber Heil und Glück dem, wo es zuerst aufgeführt wird". Lessings (1729-1781) Ringparabel ist ein bedeutsames Beispiel, sich über die Konvention hinwegzusetzen und über den Trialog zu verdeutlichen, was einer jeden monotheistischen Religion Humanitäres immanent ist und über diesen Gedanken sie letztendlich zu einer großen Familie zu vereinen.

Fasziniert von Boccacios Decamerone, insbesondere von der dritten Novelle im ersten Buch, hat Lessing schon früh einen ersten Entwurf zum Nathan verfasst. Boccacios Jude Melchisedech und die Wanderfabel der drei Ringe finden sich also nahezu gleich wieder in der hochaktuellen Parabel "Nathan der Weise". Es ist ein dramatisches Gedicht, fünf Aufzüge in Blankversform umfasst es und bestimmte die zukünftige Gestaltung bei Goethen und Schiller. Lessing lässt Verschwiegenes langsam zur Oberfläche treten, folgt damit dem Gestaltungsmuster eines seiner großen Vorbilder: Sophokles tat Gleiches im Ödipus oder der Antigone.

Ort des Geschehens ist die Stadt der Weltreligionen: Jerusalem. Die Kreuzzüge sind in vollem Gange, die Weltreligionen und ihr Kampf um die Vorherrschaft prallen aufeinander. Nathan, ein reicher Geschäftsmann und Jude erfährt, dass seine Tochter vor dem Feuertod gerettet wurde, der Retter, ein Andersgläubiger zum Tod verurteilter wird ebenso gerettet auf Grund einer Ähnlichkeit mit dem Bruder des Sultans, der Richter ist. Zufall und Notwendigkeit des Dramas treffen sich in der Mitte und dort auf die brisante Frage, welche Religion die richtige sei. Aufgeklärter Humanismus wird zur Argumentation, die Fragen des Sultans werden beantwortet mit einem Märchen, welches Schlüsse zulässt, so dass der Sultan sich selbst die Antwort geben kann. Diese Märchen ist eben diese berühmte Ringparabel, entlehnt von Boccacio.

Der Vater verspricht törichterweise seinen drei Söhnen den einzigen Ring, der Dinge und Menschen für den Besitzer wunderhaft begünstigt. Da er sein Versprechen nicht halten, die immanente Lüge darin verstecken muss, lässt er zwei Ringe, wie sie ähnlicher nicht sein können, nachbauen. Dieses fliegt auf, der Streit beginnt. Ein Richter muss entscheiden, der klugerweise, praktisches Handeln als Beweis verlangt. Das anfängliche Bekenntnis "wie viel andächtig schwärmen leichter als gut handeln ist" wird nun im Urteil gefordert: "Es eifre jeder seiner unbestochnen / Von Vorurteilen freien Liebe nach". Dieser Richter verweist auf einen zweiten in 1000 Jahren, der aber letztendlich beurteilen wird, wie das Handeln war, der Verweis auf das Jüngste Gericht wird überdeutlich. Damit wird auch deutlich, das Handeln die Maxime dieser Welt ist - ausschließlich im Sinne der Humanität.

Lessing unterstrich mit diesem Stück seine Idee der Umsetzung der Theodizee Leibniz, die Erziehung des Menschengeschlechts ist Wandel der geoffenbarten Wahrheiten in Vernunftwahrheiten. Er selbst wußte um die Brisanz dieses Stückes, seine Aufführung hat er nicht mehr erlebt, nur in der von Schiller gemilderten Fassung 1809. Da er ahnte, was passiert, schrieb er im Jahr der Fertigstellung 1779: "Es kann wohl sein, dass mein Nathan im Ganzen wenig Wirkung zeigt. Genug, wenn unter 1000 es einer liest und er daraus an der Evidenz und Allgemeinheit seiner Religion zweifeln lernt".

Lessings Nathan gilt noch heute als Beispiel, ideale Forderung und rationale Einsicht mit den Unzulänglichkeiten der Menschen auf höherer Ebene zu verbinden. So ist es sehr verständlich, dass in der aktuellen Diskussion um Monotheismen und "Gottes Eifer" Peter Sloterdijk sein bravouröses Essay an Lessings Parabel orientiert, um den Eifer der Religionen vergangener Tage in den Prozess der Zivilisation zu integrieren.
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Von Hans.
Das Buch 'nathan der Weise' hat mir überhaupt nicht gefallen.
Wir haben es in der Schule gelesen und es war wirklich schwer es zu lesen, da ich nach jedem Satz das Buch weglegen wollte. Also es war überhaupt nicht mein Fall und ich persönlich würde es nicht empfehlen...
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