Hamburger Abendblatt, 21.02.2008
Westzeit, März 2008
Musikexpress, April 2008
Eine Platte, die viel zu kurz, viel zu böse und viel zu gut ist, um sie der Longplay-Abteilung vorzuenthalten. In den fünfzehn Minuten des Mikroalbums "Hamburg brennt" wird mit mir etwas angestellt, das ich seit Fehlfarben und Abwärts nicht mehr erlebt habe. 1000 Robota regen mich auf, irritieren, sie kratzen an meinem Hirn mit ihrem Stotter-Punk, der nur tief Luft holt, wenn die gefährlichen Pausen entstehen. Nach den wichtigsten Kiezbühnen der Hansestadt rockten sich 1000 Robota über MySpace in Londoner DJ-Konsolen und bis in den Nightliner der schrecklichen Klaxons. In den 15 Minuten dieses Minialbums geht's erbarmungslos weiter, im Schweinsgalopp weiter zu Dingen, die du, wenn du 17 oder 18 Jahre alt bist, wissen willst und wissen musst. Achtung, Deckung, die Beats haben sich überschlagen, jemand ruft: "Wir sind hier, um die Wahrheit zu sagen / Um zu lügen und zu sagen und zu wagen / wir sind hier um zu meinen um zu wissen / oh fuck, die Stimmung pisst ins Gewissen." Zum Finale dann der goldene Krach der Zukunft: "Wir bauen eine neue Stadt" (schon bekannt von Palais Schaumburg). Ich will alles von dieser Band, und zwar sofort. Frank Sawatzki (5 Sterne)
Kurzbeschreibung
1000 Robota sind eine blutjunge Band aus Hamburg. Die drei 17- bis 18-jährigen Jungs haben innerhalb von wenigen Monaten die wichtigsten Kiezbühnen der Hansestadt in Grund und Boden gerockt, außerdem erfolgreich UK-Bands supportet und vielerorts bleibende Eindrücke hinterlassen. Das führte soweit, dass die Songs über MySpace zu Londoner DJs gelangten, Sänger Anton Spielmann seinen 18. Geburtstag im Nightliner der Klaxons feierte, und kürzlich der NME um ein Interview bat.
Die Auftritte der Band sind generell begleitet von blutig gespielten Händen und einem manisch zuckenden Publikum. Einen Eindruck von dieser Wahnsinnsenergie bietet die EP mit dem passenden Titel "Hamburg brennt".
"Sounds like Nick Cave on acid" (Jamie Reynolds/Klaxons).