Verpackung und Umfang
Die LS-Ständer sind gut und platzsparend verpackt. Alle Teile sind zum Schutz der Oberfläche in Folie eingepackt. Eine Aufbauanleitung in Form einer Zeichnung ist mitgeliefert. Welche Schrauben wofür gedacht sind, kann man allerdings aufgrund der Größe der Abbildung nur raten. Schrauben sind nur im Mindestumfang vorhanden, hier könnte Hama etwas mehr tun.
Optik und Haptik
Die LS-Ständer sind leider nicht richtig schwarz und auch nicht glatt, so dass sie nicht so richtig zu den Lautsprechern in gängiger Klavierlackoptik passen. Als Laie würde ich die Oberfläche als pulverbeschichtet bezeichnen, die Oberfläche ist entsprechend rau. Die Farbe ist nicht rein schwarz, es wurden silberne Pigmente beigemischt. So kommt es aus der Nähe zu einer Art Glanzeffekt, die ab etwa einem Meter Entfernung nicht mehr auffällt. Da ich nicht ständig vor den LS-Ständern stehe, stört mich der Unterschied zum Klavierlack meiner Canton-LS nicht. Der Fuß ist unerwartet schwer und gibt das sichere Gefühl, dass die LS-Ständer nicht so einfach umgestoßen werden können. Leider leidet die Pulverbeschichtung, wenn man den Ring zum Feststellen des Teleskop-Elements festdreht, sollte man nicht zu oft machen.
Aufbau und Zusammenbau
Die LS-Ständer bestehen aus 4 Elementen, dem Fuß, einem Teleskop-Element, einem nach hinten gebogenen Kopfteil und einer LS-Halterung. Der Zusammenbau geht einfach. Das Teleskop-Element wird in die Gewindebohrung des Fußes eingeschraubt, das Kopfteil in die Gewindebohrung des Teleskop-Elementes, was per Hand einfach machbar ist. Die LS-Halterung wird mit einer Schraube in das Kopfteil geschraubt. Es stehen vier verschiedene Halterungen zur Verfügung, drei unterschiedliche Platten und ein L-Träger. Die drei Platten haben diagonale Schlitze, durch die eine Verschraubung der LS möglich ist. Alternativ kann eine Befestigung mit den mitgelieferten Klettstreifen erfolgen. An den L-Träger können herstellerspezifische Trägersystem angeschraubt werden, bei mir z.B. der Träger von einem Canton Movie 85 CX. Leider gibt es hier nur eine passende Schraube pro L-Träger, die zumindest für den Canton-Träger zu kurz ist. Das ist ärgerlich, da man schwarze Gewindeschrauben und Muttern in der Regel nicht auf Vorrat hat. Praktisch an den L-Trägern: das Kabel kann von hinten durchgeführt werden. Das Kopfteil ist nach innen kegelförmig, alle Adapter haben auf der Unterseite einen passenden Kegel. So hat man die Chance, die Neigung der Träger in gewissem Maße zu variieren, Kompliment.
Der Fuß besitzt auf der Unterseite einen Ring aus Schaumgummi/Moosgummi, der vor dem Verkratzen des Untergrundes schützt. Dieser Ring besitzt eine Aussparung, um das Kabel in das Rohr legen zu können. Ein Kabel von 2x1,5mm passt recht gut durch das Rohr, bei einem von vier LS-Ständern war die Fertigungstoleranz allerdings so groß, das es eher recht mühsam war. 2x2,5mm halte ich für unmöglich, auch wenn es laut anderer Rezensionen offenbar schon jemand geschafft hat. Tipp: Kabel von oben einfädeln geht besser. Versucht man es von unten gibt es das erste Problem beim Eintritt in das zweite Teleskop-Element, der 90-Grad-Winkel beim Kabel-Austritt am Kopfteil ist eine Riesen-Fummelei. Ich habe den schwierigen Weg von unten gewählt, da die Kabel bereits komplett hinter Möbeln und Fußleisten verlegt waren... ;-)
Fazit:
Die Optik gefällt mir, sie machen außerdem einen so stabilen Eindruck, dass ich mir keine Sorgen um meine LS mache. Wir haltbar die Oberfläche im Alltag ist, mal sehen. Die Kabelführung ist gut für 1,5mm-Kabel, mehr wird kaum gehen. 20cm mehr Höhe wäre etwas für das nächste Facelift. Das Adapter-System ist durchdacht, das Schraubmaterial allerdings dürftig. Da es offenbar nicht wirklich bessere Alternativen gibt, sind sie gut kaufbar.