Nun ja, ich habe mir das Spiel gekauft, weil ich die Thematik sehr interessant finde. Ich studiere zur Zeit Geographie und will mich nach dem Studium mit Themen wie die anthropogenen Einflüsse auf das Weltklima beschäftigen. Damit traf das Spiel sofort meinen Geschmack.
Die Artikelbeschreibung kann ja jeder lesen, sie trifft auch meist zu.
Die Grafik ist mir zu kindlich (vielleicht ist ja das Spiel an Kinder gerichtet, vermutete ich zumindest, dazu später mehr...). Das Interface ist ok, jedoch sind manche Symbole ziemlich klein geraten, von der Schrift ganz zu schweigen. Man beginnt mir der Auswahl eines Kontinents mit dem man spielen möchte. Man kann keine einzelnen Länder spielen, was für mehr Spieltiefe gesorgt hätte. Ich nehme Nordamerika. Ein Tutorial gibt es übrigens auch, dass das Spiel und die einzelnen Symbole erklärt. Es gibt einige Statistiken um das sich das Spiel dreht, wie das verfügbare Wasservorkommen, Nahrungsvorräte, Müll, Strom usw. Erzeugnis und Verbrauch sollten möglichst gleich sein, dafür muss der Spieler sorgen. Dies tut er in dem er allerlei Anlagen auf seinem Kontinent errichten lässt. Die Auswahl ist zunächst begrenzt, kann aber durch Forschung erweitert werden. Es gibt für jede Ressource mögliche Forschungen, die man in Auftrag geben kann. Ich baue zuerst eine Mülldeponie. Dann zur nächsten Runde (=ein Jahr). Ein Statistikfenster öffnet sich, und man erkennt die Veränderung der Ressourchenverfügbarkeit, CO2- Ausstoß, Popularität... . Am gleichen Beispiel kann man "politische Dekrete" erlassen. Diese werden kurz erläutert, wie Subventionen, Steuererhöhungen, Förderung des Nahverkehrs usw. . Desweiteren kann man den Export/Import seiner Ressourcen regeln. Dessen genaue Regelung ist mir bis jetzt ein Rätsel und unauthentisch. Es folgen Meldungen der einzelnen "Vertreter" für die jeweilige Ressource, z.b der Bauer für Nahrungsmittel, der mich in Schriftform besorgt über die schwindenden Nahrungsmittelvorräte informiert; Umweltaktivisten über Müllprobleme, Politische Berater über das geringe Kapital usw. . Dank der in Auftrag gegebenen Forschungen stehen dem Spieler in der nächsten Runde neue Baumöglichkeiten zur Verfügung.
Ab und zu stören ein paar Naturkatastrophen mein Walten. Damit wäre das Spielprinzip erklärt. Denn so geht das jede Runde.
Das Spiel ist zwar ganz nett in seiner Idee, jedoch fehlt es enorm an Spieltiefe und an "Mikromanagement". Das Spiel kratzt lediglich an der Oberfläche dieser problematischen Thematik, was dem Spiel eine kindliche Note verleiht. Das Spiel könnte vom Ministerium für Umwelt in Auftrag gegeben sein, um das Thema Kindern zugänglich zu machen, was an sich nichts Schlechtes ist. Für Jugendliche und Erwachsene, die "die Zukunft simulieren möchten" ist das Spiel jedoch nicht zu empfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen