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Halva, meine Süße [Gebundene Ausgabe]

Ellen Alpsten , Tina Kraus
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (36 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

15. August 2012
Teheran 2004: Nachdem der Vater der 8-jährigen Halva Mansouri nur mit viel Glück der Willkür und Folter im iranischen Gefängnis entkommen ist, sieht die Familie keinen anderen Ausweg mehr, als aus dem Iran zu fliehen. Mit Hilfe ihres einflussreichen Bekannten Bijan setzen sie sich nach Augsburg ab. Zehn Jahre später: Halvas Familie hat sich in Deutschland eine erfolgreiche Existenz aufgebaut. Ihre Eltern führen ein gut laufendes Café, ihr Bruder Mudi hat gerade mit seinem Jurastudium begonnen und sie selbst steht kurz vor ihrem Schulabschluss. Auf einer Erstsemesterparty lernt sie Kai kennen, einen Kommilitonen von Mudi. Für Halva ist es Liebe auf den ersten Blick und auch Kai schwebt auf Wolke Sieben. Doch auf einmal beginnt ihre Familie, die Treffen mit Kai zu verhindern. Halva ist völlig verwirrt: Was stört ihre sonst so weltoffenen Eltern an der Beziehung zu Kai? Und was hat es mit den Briefen auf sich, die plötzlich aus Teheran eintreffen? Als Halva schließlich hinter das Geheimnis ihrer Familie kommt, wird ihr klar, dass nicht nur ihre Liebe zu Kai, sondern ihre gesamte Zukunft auf dem Spiel steht - so hoch war der Preis, den ihre Eltern damals für die Flucht aus dem Iran Preis gezahlt gezahlt haben ..."Süße Träume. Bittere Realität.
Die Familie von Halva Halva kommt aus Teheran. Ihre Mutter sagt, dort fühle man sich drinnen freier als an der frischen Luft. Diese Aussage verfolgt Halva auch noch, als sie längst aus dem Iran nach Deutschland geflohen ist. Hier lernt sie Kai kennen. Und sie verliebt sich in ihn. Doch die Liebe darf nicht sein.
Ein Liebesroman für junge Frauen ab 14 Jahren. Das Buch ist zum einen ein romantischer Liebesschmöker. Zum anderen bekommen die Leserinnen einen Einblick in die Kultur und die politische Situation im Iran." (Andrea Behnke, Bücher-Medien-Magazin HITS für KIDS. Ausgabe 39.2012.co.)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (15. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649605988
  • ISBN-13: 978-3649605980
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,2 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (36 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.472 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als eine seichte, jugendliche Liebesgeschichte 18. Oktober 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Inhalt:
Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Halva, die gemeinsam mit ihrer Familie aus ihrer Heimat Teheran fliehen muss. Zehn Jahre später ist Halva 18 und ihre Familie hat sich in Deutschland eine neue Existenz aufgebaut. So haben sie ihre iranischen Wurzeln zwar nicht vergessen, aber sich gut an das deutsche Leben angepasst. Halva ist modern erzogen, sie macht gerade ihr Abitur und genießt ihr Leben. Als Halvas Bruder mit dem Jura-Studium beginnt, lernt Halva seinen Mitstudenten Kai kennen und verliebt sich in ihn. Doch die Vergangenheit holt die Familie ein und plötzlich beginnt Halvas Familie die Treffen mit Kai zu verhindern. Für Halva steht nun nicht nur ihre Liebe zu Kai, sondern auch ihre gesamte Zukunft auf dem Spiel. Denn der Preis, den ihre Eltern damals für die Flucht aus dem Iran gezahlt haben, war höher als Halva bisher annahm…

Meinung:
Die Autorin hat mit „Halva, meine Süße“, wirklich ein interessantes Buch geschaffen, denn sie verpackt ein brisantes, aber leider immer noch relevantes Thema in eine Liebesgeschichte. So hat mich das Buch nach dem Beenden erst einmal völlig sprachlos und emotional erregt zurückgelassen. Denn die flüssige und passende Sprache, sowie der hohe emotionale Anteil reißen den Leser mit und lassen ihn nicht mehr los. Die Geschichte fliegt nur so dahin und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Dementsprechend gefällt mir Fr. Alpstens Herangehensweise an den Roman sehr gut, denn sie führt den Leser gefühlvoll und geschickt in die Geschichte ein. Man erhält dabei einige interessante Informationen über den Iran und die Umstände dort, ohne dass es zu überladen oder vorurteilbehaftet wirkt. Durch den Prolog kann sich der Leser auch schon denken, was genau der Preis war, damit die Familie nach Deutschland fliehen konnte. Die Autorin stellt auch das normale Leben der Familie anschaulich vor. Man merkt dabei, dass sie ihre iranischen Wurzeln nicht vergessen, sich aber dennoch in das deutsche Leben integriert haben.

Doch leider wird diese positive Darstellung später, vor allem gegen Ende des Romans, wieder zunichte gemacht. Halvas Vater beruft sich im Roman auf seine Ehre, aufgrund dessen er das damalige Versprechen halten muss. Auch wenn ich dieses Ehrgefühl von ihm nicht selbst fühlen kann, konnte ich zumindest nachvollziehen, dass er sein Wort gegenüber seinem Retter und Freund nicht einfach komplett brechen kann. Doch der Weg, den die Geschichte ab diesem Zeitpunkt nimmt, war irgendwie falsch.
Denn ab diesem Zeitpunkt war es für mich teilweise grenzwertig für manche Entscheidungen und Handlungen Verständnis aufzubringen. Doch die Nachvollziehbarkeit hört für mich spätestens dann auf, als die Sache endgültig eskaliert. Mudi und sein Vater rasten komplett aus und auch die Reaktion von Halvas Mutter passt einfach nicht in das Bild, dass ich vorher von ihnen vermittelt bekommen habe. Außerdem wurden dadurch die Vorurteile, die eh oft gegen Menschen mit muslimischem Hintergrund bestehen, irgendwie noch bestätigt. Dies finde ich sehr schade und ich glaube auch nicht, dass dies das eigentliche Ziel der Autorin war.

Die Charaktere sind alle, zumindest bis zum Zeitpunkt der Eskalation, glaubhaft beschrieben. Dabei ist auch Halvas Tante Miryam eine interessante Figur. Aber vor allem Halva und Kai bekommen im Laufe des Romans immer mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit. Auch wenn sich für mich persönlich die Liebesgeschichte etwas zu schnell entwickelt hat bzw. durch die Ereignisse zu schnell entwickeln musste, kann ich mich in die beiden hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen.

Besonders Halva ist eine sehr liebevoll gestaltete Protagonistin. Sie benötigt zwar sehr lang, bis sie wirklich versteht was vor sich geht, aber das ist in ihrer unbeschwerten und verliebten Art sehr glaubhaft. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, als sie um ihre Liebe und vor allem um ihre Freiheit und Zukunft kämpft und sich den alten, überholten Traditionen nicht beugen will. Auch ihr innerer Konflikt zwischen ihren eigenen Wünschen und der Liebe zu ihrer Familie sind authentisch dargestellt…. Zumindest bis zum letzten Kapitel. Hier konnte ich ihre Entscheidung einfach nicht verstehen. Selbst unter den vorher genannten Hintergründen, war mir das einfach unverständlich und somit hat das Buch für mich leider überhaupt kein befriedigendes Ende. Da muss man ja schon fast auf einen Nachfolger hoffen. Zumal dieses Verhalten einfach nicht zu der kämpferischen Halva, die der Leser im restlichen Roman kennenlernen durfte, passt.

Fazit:
Obwohl ich die Umsetzung von „Halva, meine Süße“ ab der 2. Hälfte des Romans teilweise kritisch sehe, hat es Fr. Alpsten doch geschafft, mich emotional zu fesseln. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, konnte es bis zum Ende kaum noch aus der Hand legen und vor allem habe ich auch danach noch längere Zeit darüber nachgedacht. So vergebe ich trotz der Kritikpunkte gute 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung. Denn, hinter diesem Roman steckt auf jeden Fall mehr, als nur eine seichte, jugendliche Liebesgeschichte.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu wenig Tiefgang 19. Oktober 2012
Von Bienchen TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Schade, ich hatte mir von diesem Buch soviel mehr erwartet.Was hätte man aus dieser Geschichte, einer Liebe zwischen den Kulturen usw.,machen können!

Das Buch ist zwar, wie andere bereits erwähnten, flüssig geschrieben und lässt sich gut lesen, allein.... mir fehlten die Emotionen. Ich konnte mich zu keiner Zeit in die Hauptdarsteller hineinversetzen, es kamen einfach keine Gefühle rüber. Das war sehr schade, denn bei so einer Geschichte muß man mitfühlen, mitleiden, können......nichts, Fehlanzeige! Es hatte zu wenig Tiefgang.
Außerdem enthält es einfach zu viele Ungereimtheiten, die ich einzeln gar nicht alle aufzählen kann ( allein der Sprung ins Loch des zugefrorenen Sees am Eiskanal, wer bitte macht sowas ? und die anschließende Rückfahrt mit nasser Unterwäsche unterm Mantel bis zu seinem Zuhause in Westheim ??????)
Den Inhalt haben andere bereits beschrieben, daher nichts dazu.

Ein Wort muß ich auch noch zum Schauplatz der Geschichte erwähnen. Wenn ich schon eine Stadt erwähne, in der diese Geschichte spielt und des öfteren Ortsangaben mache, sollten diese, meiner Ansicht nach, auch stimmen. Augsburg als ein Dorf, ein Nest, zu bezeichnen in dem jeder jeden kennt, ist bei einer 250.000 Einwohner zählenden Stadt ( die ich sehr gut kenne) einfach nur falsch, sowie einige andere Erwähnungen . Hier hätte ich mir mehr Genauigkeit gewünscht.

Positiv ist der wunderschöne Bucheinband zu erwähnen, der es trotzdem nicht schafft meine 2-Sterne-Wertung zu erhöhen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Inhalt:
Kai beginnt gerade sein Studium, als er auf Halva trifft, die jüngere Schwester seines neuen Freundes Mudi. Sogleich ist er fasziniert von ihr. Halve geht es ähnlich und so verlieben sich beide ineinander. Doch wo Halva kein Problem erwartet, taucht plötzlich eines auf, denn ihre Familie scheint etwas dagegen zu haben, dass Halva mit einem Deutschen ausgeht und das wo die Familie seit zehn Jahren in Deutschland lebt. Halva versteht die Welt nicht mehr, immerhin ist Deutschland ihre Heimat geworden. Die zunächst modern scheinende Familie aus dem Iran wird plötzlich streng konservativ, denn über Halvas Familie schwebt ein Versprechen …

Story 4/5
Romantik 4.5/5
Charaktere 4/5
Tiefgang 3.5/5
Umsetzung 4/5

Meinung:
“Halva, meine Süße” ist ein neuer Jugendroman aus dem Coppenrath Verlag. Dabei handelt es sich um eine junge Liebe zwischen zwei Welten, zwischen unterschiedlichen Religionen mitten in Deutschland. Die Geschichte ist realistisch und keineswegs schnulzig.

Die Geschichte handelt von der jungen Halva und Kai, der gerade sein Studium beginnt. Durch einen Zufall lernt er Mudi, Halvas älteren Bruder, kennen, wodurch er überhaupt erst auf Halva trifft, die gerade ihr Abitur macht. Halvas Familie stammt aus dem Iran, ist vor zehn Jahren nach Deutschland geflohen und scheint offen und modern zu sein. Trotz unterschiedlicher Welten finden Halva und Kai augenblicklich zueinander und verlieben sich. Zunächst scheint ihre Liebe kein Problem zu sein, doch Halvas Familie wird von Tag zu Tag konservativer …

Mamiis Augen glänzten feucht. »Immer, wenn du Halva isst, dann sollst du an mich denken. An mich und daran, wer du bist und wo du herkommst. Du darfst das nie vergessen, vor allen Dingen, weil du morgen an überall eine Fremde sein wirst. Wenn du Halva isst, dann denk an Teheran.«
(Seite 19)

Die beiden Charaktere Halva und Kai leben unterschiedliche Leben. Wo Halvas Familie sich den Aufenthalt in Deutschland erkämpfen musste, lebt Kai mit seinem Vater in einer schicken Villa. Beide Protagonisten wissen was Schmerz und Trauer bedeutet. Das schöne ist, dass der Leser schnell spürt wie gut die beiden zusammen passen. Die Textstellen zwischen den beiden sind meist besonders schön zu lesen und wirken authentisch und realistisch, da die Geschichte keineswegs glatt verläuft.

Diese junge Liebe zwischen den Protagonisten bildet den Schwerpunkt der Geschichte. Es geht um Halva und Kai, um ihre Gefühle und die Probleme die ihre Gefühle entfachen, denn obgleich Halvas Familie auf den ersten Blick sehr modern wirkt, so täuscht man sich schnell. Zu dem romantischen Aspekt der Geschichte gesellt sich dann die knallharte Realität in Deutschland. Es geht um unterschiedliche Religionen, es trifft der Islam auf das Christentum und muslimische Verhaltensweisen auf die moderne deutsche Demokratie. Für mich, die sich mit diesem Thema schon seit längerem intensiv beschäftigt, löste der Roman wieder sehr gemischte Gefühle aus. In jedem Fall regt “Halva, meine Süße” zum weiteren nachdenken an.

Die Neonsterne zwinkerten ihr bei der Erinnerung an ihn zu. Sie funkelten bis in ihr Herz hinein, das nur noch schneller schlug. Kai-Kai-Kai.
(Seite 114)

Um etwas genauer zu werden gehe ich etwas detaillierter auf den Inhalt ein. In “Halva, meine Süße” gibt es eine iranische Familie in Deutschland, die vor zehn Jahren hierher geflohen ist. Die Familie hat sich hochgearbeitet, bringt ihren Kindern gut Deutsch bei und hofft auf eine gute Bildung. Alles in allem scheint die Familie offen für die deutsche Lebensweise zu sein und genau damit wächst auch Halva auf. Doch dann kommt plötzlich eine Botschaft auf der Heimat, dem Iran und verändert alles binnen Sekunden. Der Leser wird schnell erahnen, dass es dabei auf Familienehre und Zwangsheirat hinaus läuft. Ich habe dies auch relativ schnell erahnt und habe mich immer wieder über Halvas Naivität gewundert. Sie ist wirklich ein sehr freundlicher und offener Charakter, jedoch auch unglaublich leichtgläubig und naiv.

Es ist natürlich schwer in einer Buch Rezension weiter auf das Thema und die Aussage des Romans einzugehen, jedoch komme ich auch nicht umher dieses fürchterliche Ende zu erwähnen. Die Geschichte ist an sich herzergreifend, romantisch und erinnert an die erste Liebe. Der Plot bleibt zart und lädt zum Träumen ein, wozu sich dann nach und nach die Probleme der muslimischen Familie gesellen, die konservativ wird, um ihre Familienehre zu bewahren. Für mich war das Ende der wahre Horror, wenn es auch die bittere Realität offenbart. Ich hätte mir hier mehr Spielraum gewünscht, mehr eine andere Entscheidung Halvas, sodass vielleicht manch eine Frau den Mut hat selbst so zu agieren, wie es in einem Rechtsstaat in Deutschland richtig wäre. Aus diesem Grund ziehe ich auch einen Stern ab. Ich fand das Ende überhaupt nicht tragisch, sondern scheußlich, denn ich halte wirklich gar nichts von einer Familienehre die bis hin zur Gehirnwäsche fugiert!

Halve spürte, wie ihr alles Blut aus dem Gesicht wich. Schon bei dem Gedanken, Kai nicht mehr wiederzusehen, nie mehr seine Lippen und seine Hände zu spüren, wurde ihr übel.
(Seite 202)

So schön, schrecklich und realistisch die Autorin dieses Thema der Zwangsheirat und brutalten Familienehre dargestellt hat, so hätte ich mir am Ende doch etwas mehr Informationen gewünscht. Es gibt in Deutschland weitaus noch andere Wege die man wählen kann (z.B. ein Frauenhaus), davon wird aber überhaupt nichts erwähnt. Es geht den letzten Teil eigentlich nur noch darum, dass Halva Kai über alles liebt und dennoch es nicht übers Herz bringt ihrer Familie Schande zu bereiten (Ich kriege von so einer Logik äußerte Kopfschmerzen).

Insgesamt vergebe ich 4 Sterne. Meiner Meinung nach ist das Thema sehr heikel in Deutschland und regt immer wieder zu ungehaltenen Diskussionen an. Aus diesem Grund habe ich den Roman für junge Erwachsene nicht nur als Abwechslung und Ausnahme in diesem Genre empfunden, sondern auch als Denkanstoß, zu dem der Verlag aber am Ende noch hätte Informationen bieten müssen! Denn obgleich die Geschichte um Halva und Kai Fiktion ist, so gibt es doch genau solche Fälle in unserer Demokratie!

In ihrer Tasche vibrierte wieder das Handy und immer montags, immer montags, immer montags, schlug ihr Herz.
(Seite 256)

Der Schreibstil war durchweg sehr angenehm zu lesen. Die Textpassagen zwischen Halve und Kai sind meist zart, lustig und süß. Es ist einfach wunderschön ihrer Liebe zu folgen und erinnert einen selbst immer wieder an die ersten Gefühle. Dabei bleibt die Autorin sehr realistisch und authentisch. Mir hat zudem sehr gut gefallen, dass die Perspektive zwischen Kai und Halva wechselt, sodass man Eindrücke aus zwei unterschiedlichen Welten erhält.

Das Cover ist ein wahrer Eyectacher! Im Internet sieht man dies nicht unbedingt, aber der Umschlag wurde vorne ausgestanzt, sodass die goldene Buchfarbe durchschimmert. Wie immer hat sich der Coppenrath Verlag richtig Mühe bei der Gestaltung gegeben, innen sowie außen. Der Roman erhält auf jeden Fall eine tollen Platz in meinem Bücherregal.

Halva sah die Ohrfeige kommen, aber sie duckte sich nicht, sondern ertrug den Schmerz für Kai und ihre Liebe.
(Seite 311)

Fazit:
Eine Liebe mit Hindernisse. Genau so kann man “Halve, meine Süße” harmlos beschreiben. Für eine süße Liebesgeschichte vergebe ich 4 gute Sterne, doch für das naive Ende, das mich nicht traurig sondern wütend gemacht hat, ziehe ich rigoros einen Stern ab. Insgesamt hätte ich es gut gefunden, am Ende noch ein paar Informationen zu diesem heiklen Thema in Deutschland zu finden, denn Zwangsehe und eine brutale Familienehre darf man alles andere als verharmlosen …
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