Dieses Buch beschreibt anhand von Lebensberichten, wie die Berliner Mauer in Treptow errichtet wurde und wie der Alltag im sog. Grenzgebiet war. Diese Berichte, fast immer Gespräche der Autoren mit Bewohnern, Polizisten Beamte u.a. sind sehr lebendig und vermitteln gut den Eindruck, wie das Leben unmittelbar an der innerdeutschen Grenze war. Im Grenzgebiet herrschten viele Sonderregeln, die das Leben erheblich erschwerten. Außerdem hat man die deutsche Teilung kaum intensiver erlebt als dort. Die Autoren haben auch sehr viele Dokumente zusammengetragen, die gut zeigen, wie die Autoritäten die Mauer gegenüber den eigenen Leuten und der Bevölkerung rechtfertigten. Sie mußten eine eigene Weltanschauung erfinden, um die Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren. Der SED-Staat mußte ein immerwährendes Theaterstück spielen, um seine Existenz rechtfertigen zu können. Der scharfe Kontrast der Fotos und der Lebensberichte mit den offiziellen Anweisungen, Protokollen und Stellungnahmen bringt sehr deutlich zum Ausdruck, wie künstlich und unmenschlich die kommunistische Welt der DDR war.