"Halo,mit Abstand das erfolgreichste Franchise in der Palette von Xbox-Spielen,gehört zu den berühmtesten Marken der Videospielwelt. Von Bungie kreiert und entwickelt und von den Microsoft Game Studios auf den Markt gebracht,wurde das erste Kapitel der Saga 2001 für die Xbox veröffentlicht und avancierte schlagartig zum Hit. Zehn Jahre und fünf Spiele später ist Halo nach wie vor das meistverkaufte Spiel für die Xbox 360,wobei der der bislang letzte Akt,Reach,einen neuen,unglaublichen Rekord aufstellen konnte: Allein am allerersten Erscheinungstag wurde mit dem Titel ein Umsatz von zweihundert Millionen Dollar erzielt! Mittlerweile ist Halo ein Multimedia-Phänomen,über das es Bücher,Animationsfilme,eine Enzyklopädie und natürlich Comics gibt. Nach dem Erfolg des ersten Halo-Comics haben sich Marvel,Bungie und Microsoft erneut zusammengetan,um eine Reihe neuer Miniserien auf den Markt zu bringen,die in dem vielschichtigen Universum angesiedelt sind;Halo:Der Aufstand ist die erste davon. Die Geschichte spielt in der Zeit zwischen dem Ende des zweiten Spiels und dem Anfang des dritten."(Aus der Einleitung von Matthias Korn)
Die ausserirdischen Invasoren erobern die Marsstation der Erde und nehmen Colonel James Ackerson gefangen. Weil dieser weiß,wie kompromißlos die Covenant die Städte der Erde zerstören,erzählt er ihnen ein Märchen über einen Schlüssel von Osanalan,eine Erfindung von ihm und seinem Bruder Ruwan,der angeblich die Invasion stoppen kann und der sich in Cleveland befindet. Er hofft,dass die Invasoren nach dem Relikt suchen werden und die Stadt,in der sein Bruder lebt,vorerst verschonen werden. Bei dem Angriff von Cleveland tut sich dieser Bruder mit der Sängerin Myras Tyla zusammen,um zu überleben. Das ungleiche Paar schlägt sich eine Zeit lang ganz gut durch. Als Ruwan Ackerson von der Suche der Invasoren nach dem Schlüssel erfährt,ist er der einzige Mensch der weiß,dass dieser niemals existiert hat...
Was in der Zusammenfassung ganz nett klingt ist in der Comicumsetzung leider an Langeweile kaum zu überbieten. Was sich der routinierte Comicautor Brian Michael Bendis beim Verfassen dieses uninspirierten Scripts gedacht hat,wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Dazu passen die Zeichnungen seines Sidekicks Alex Maleev,mit dem er schon einen jahrelangen Daredevil-Run versaut hat. Die frickeligen Zeichnungen Maleevs sind hier sogar noch eine Kategorie schlechter als bei Daredevil.Die höchstens durchschnittliche Farbgebung und die vielen wortlosen Seiten,die versuchen,die Geschichte allein durch die mißlungene Grafik zu erzählen,punkten hier auch nicht gerade. Dass beide es viel besser könnten,haben sie mit der sehr guten Reihe "Scarlett" bewiesen-aber dieser Rohrkrepierer ist leider ein Schuß in den Ofen.