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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Beklemmend, 27. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Halloween (Gebundene Ausgabe)
Fünf junge Leute, zusammen in einem Auto unterwegs, werden von einem Polizisten wegen Geschwindigkeitsübertretung verfolgt und kollidieren mit einem Baum. Drei von ihnen, Danielle, Marco und Toe, sind sofort tot, Kyle überlebt schwer verletzt und wird von nun an immer geistig behindert und körperlich entstellt sein. Nur Tim, der bei dem Unfall auch seine Freundin verlor, hat überlebt. Erzählt wird aus der Sicht der drei Geister der Verstorbenen. Der Tag des Unfalls jährt sich zum ersten Mal, und alle außer Kyle können an nichts anderes mehr denken. Die Geister der drei Verstorbenen werden zu jedem gerufen, der an sie denkt. Sie können nicht eingreifen, sondern nur zusehen, und sie haben alles für immer verloren. Tim plant etwas; die Geschichte läuft unaufhaltsam auf etwas zu, das den Leser in den Bann schlägt. Beklemmend, verstörend, deprimierend sind Adjektive, die mir unwillkürlich bei der Lektüre einfielen. Die Hilflosigkeit und Gefangenheit der Protagonisten in ihrer Gedankenwelt und die Banalität des Lebens in einer amerikanischen Kleinstadt werden brillant beschrieben. Die zurückgebliebenen Verwandten und Freunde versuchen jeder auf seine Art, mit ihrem Schicksal fertig zu werden. Dass auch die Verstorbenen das tun müssen, nimmt dem Leser den Trost, dass die Toten nicht mehr leiden müssen. Nichts für depressive Stunden, aber durchaus lesenswert!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine fantastische Novelle, 7. September 2005
Worum geht es? Wir bekommen die tragische Geschichte eines Autounfalls zu lesen. Sie wird preisgegeben aus der Sicht von den drei Geistern der ums Leben gekommenen Freunde von Tim und Kyle. Sie wird uns erzählt von Danielle, Tims Freundin, von Marco und von Toe. Aber es ist nicht nur die Geschichte dieses Unfalls, die wir hier vorgesetzt bekommen, sie ist nur der Aufhänger, die Ausgangsbasis, für ein weiteres Unglück, mehr herbeigesehnt denn verwunschen. Eine zweite Tragödie, eng verstrickt mit der ersten, die im Laufe der Zeit, und zwar am ersten Jahrestag zu Halloween, Gestalt annimmt, jedoch erst zum Schluß wirklich bis ins Detail geklärt werden wird. Es geht um das Leben in einer Kleinstadt, um die entstandenen Gefühle, um Möglichkeiten und Wege die Vergangenheit zu betrauern, zu begreifen oder wenigstens vergessen zu können und der Autor packt die Story und bettet sie noch zusätzlich in Musik-, Stimmungs- und Situationsbeschreibungen, die absolut passend erscheinen und seinesgleichen suchen... Ich las in einer Kritik O'Nan sei einer der großen Beobachter und Erzähler unserer Zeit und dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich habe selten ein Werk so verschlungen. Das Buch fängt flach an, wickelt dich langsam aber sicher ein und lässt einen Sog entstehen, dem man sich nur schwer entziehen kann. Am Ende legt man sein Werk aus der Hand und wünscht sich, es hätte noch ein paar Seiten mehr...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
athmosphärisch dicht und gut !!!!!, 12. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Halloween (Gebundene Ausgabe)
Fünf Jugendliche sind an Halloween in einem Wagen unterwegs. Natürlich fahren sie zu schnell und ein Polizist will sie anhalten. Doch der Fahrer namens Toe hält nichts von der Idee und drückt noch stärker auf Gas, was schließlich in einem grauenhaften Unfall endetn, bei dem Tim pratkisch unverletzt über lebt. Sein Freund Kyle trägt eine schwere Kopfverletzung davon und wird sich nie mehr vollständig davon erholen. Der Punkt ist, dass die Geschichte von den drei Toten Jugendlichen erzählt wird, die immer noch in dieser Kleinstadt, als Geister festgehalten werden, weil ihre Angehörigen und Freunde sie einfach nicht los lassen können. Der Autor beschäftigt sich während der Handlung jedenfalls mit den zurückgebliebenden, die mit dem Geschehenen einfach nicht fertig werden. Einer der Hauptpersonen ist der Polizist Brooks, der den Unfall immer und immer wieder durchgeht bis in seine Frau irgendwann verläßt. Es wird sehr deutlich gemacht, was für eine Schuld diese Figur auf sich lasten fühlt. Dem Autor gelingt diese Last immer bedrückender werden zu lassen, ohne klipp und klar zu sagen was sich Brooks eigentlich hat zu Schulden kommen lassen, was mir sehr gut gefallen hat. Weiterhin erwähnenswert ist Tim, der scheinbar als einziger ohne Blessuren, zumindest was körperliche angeht, davon gekommen ist. Er muss sehr häufig an seine Freundin Danielle denken, die er bei dem Unfall verloren hat. Je näher der Jahrestag rückt um so bedrohlicher scheinen sich seine Gedanken zu entwickeln. Insgesamt gesehen gelingt es dem Autor über die gesamte Strecke eine sehr angespannte Athmosphäre zu schaffen. Man hat bald das Gefühl mit den Figuren zu leiden, wobei ihre Gedanken und ihre Ohnmacht mit der Situation klar zu kommen sehr gut dargestellt werden. Der Autor hat das Buch jedenfalls auch in der richtigen Länge gehalten und ich war über die gesamte Strecke ziemlich angetan.
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