Pressestimmen
Jürg Schubiger schreibt ein Buch, auf dem ein behutsamer Glanz liegt. Es ist ein stiller Text, den er vorlegt, von ungekünstelter Sprache. … Dem Autor ist auf diese Art ein ebenso ungezwungenes wie überzeugendes Plädoyer für das Lebens- und Liebesrecht alter Menschen gelungen. (Beatrice Eichmann-Leutenegger, NZZ) "Schubigers Buch zählt zweifellos zu den bedeutendsten Neuerscheinungen des Jahres 2002." (Heinrich Boxler, Zürichersee-Zeitung) "Ein zeitgemäßes und berührendes, ein wahres Buch." (Jotta Fenk-Esterbauer, Landshuter Zeitung)
Kurzbeschreibung
Red nur, sagt Helen. Ich mag es, wenn geredet wird. Und Hans Haller erzählt: von seinem toten Freund Strack, vom melancholischen Alltag der Menschen im Alters- und Pflegeheim "Sandhalde". Haller sinniert über sein Leben, über seine verstorbene Frau, über das Vergessen und über das Vergessenwerden. Bilder einer Kindheit, einer ersten Bekanntschaft stellen sich ein, brüchige Erinnerungen an entlegene Zeiten, die Haller nur noch vom Hörensagen zu kennen scheint. Das alles breitet er vor Helen aus, die für ihn mehr ist als eine Mitbewohnerin: eine zarte Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang. Sie verleiht dem Leben von Haller und Helen einen späten Glanz. Behutsam und genau berichtet Jürg Schubiger vom Alter, von manchmal beschwerlichen, manchmal viel zu langen Tagen und Nächten, von komisch anmutenden Problemen, die unüberwindlich scheinen: ob es sich um das Einschlafen handelt oder die Möglichkeit, sich zu lieben, ohne sich durch das mühselige Ausziehen der Kleider zu viele Probleme zu machen. Und doch - Schubigers Protagonisten denken nicht daran aufzugeben. So durchzieht nicht Resignation diese Erzählung am Rande der Dunkelheit, sondern Humor und Wärme. Zuversicht als Wagnis ...