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Halleluja: Die Geschichte der USA
 
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Halleluja: Die Geschichte der USA [Gebundene Ausgabe]

Joachim Fernau
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 318 Seiten
  • Verlag: Herbig (Februar 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3776621591
  • ISBN-13: 978-3776621594
  • Größe und/oder Gewicht: 19,5 x 12,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 538.062 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joachim Fernau
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es gibt Tausende von Büchern über Amerika, aber in keinem steht eine Behauptung wie diese: "Daß es die Vereinigten Staaten von Amerika gibt, verdanken wir vor allem den Briten. Hätten sie nicht die Indianer ausgerottet, so würde Amerika ein ganz anderes Schicksal erfahren haben. Es hätte das Schicksal Afrikas gehabt.
Fernaus Geschichte der USA ist anders. Den Griechen galt die ganze Liebe des Autors, und auch unter den Römern fand er immer wieder eine Gestalt für sein Herz. Über den Atlantik aber fliegt es nie. Es bleibt unberührt von dem Rausch des Aufstiegs, dem Rausch der Parolen, dem Rausch der Macht. Wenn es hörbar schlägt, dann für zwei Besiegte: die physisch vernichteten Indianer und das seelisch vernichtete Europa, insbesondere das deutschsprachige, von heute. Dann zeigt sich, daß das Herz des Autors nicht nur lieben kann.

Über den Autor

Joachim Fernau, geboren 1909 in Bromberg, studierte in Berlin und arbeitete als Journalist für Ullstein, bis er 1939 zur Wehrmacht eingezogen wurde. Seit1932 lebte er als freier Schriftsteller in München und der Toskana. Joachim Fernau starb 1988 in Florenz.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Fernau ist mein Lieblingshistoriker - alle seine Bücher sind kompetent und kurzweilig geschrieben. Bei seiner US-Geschichte musste ich aber doch ein paar Mal schlucken. Um es gleich zu sagen - dieses Buch ist geradezu US-zynisch - bereits 1977 - und es ist durchgehend schwermütig geschrieben. Das letzte Kapitel ist so bitter, dass man es kaum mehr Fernaus Feder zuordnen würde.

Fernau erzählt, ausgerichtet an der Abfolge der Präsidenten, von der Ausrottung der Indianer, der Sklaverei und dem schrittweisen Aufbau einer Bundesregierung über die ursprünglich steuerfreien einzelnen Kolonialstaaten. Fingierte Wahlen, inszenierte Kriegsauslöser, Menschenrechtsverletzungen, Profitgier und Korruption - das, was an den USA derzeit kritisiert wird, ist die konsequente Fortsetzung einer Politik, wie sie seit Jahrhunderten betrieben wird. Den amerikanischen Definitionen von Freiheit, Demokratie und Erfolg steht Fernau kritisch gegenüber. Für ihn ist Amerika (und damit der gesamte dominierte Westen) ein vom Kapital der Hochfinanz regiertes Land, seine Präsidenten mehr oder weniger Marionetten, Wahlen und Parteien eine Farce. Kriege seien Teil des Geschäfts und bedeuteten stets riesige Gewinne für die amerikanische Rüstungs- und Finanzindustrie.

Man kann Fernau in diesem Buch sicherlich Einseitigkeit vorwerfen. Was er bei den Griechen und Römern noch mit einem verständnisvollen Augenzwinkern beschreibt, kommt hier sehr kritisch rüber. Mir hat es aber gefallen - die positiven Seiten werden ja bereits genügend propagiert. Fernau war Patriot, und dieses Buch dürfte mit sein schwerstes gewesen sein. An dem "Reeducation-Programm", mit dem die Deutschen seit Kriegsende zum "American way of life" umerzogen werden, verzweifelt er zum Schluss geradezu. Für ihn sind die deutsche Seele und das deutsche Vaterlandsgefühl gestorben - bereits die Nachkriegsgeneration würde schon nicht mehr verstehen, was sie verloren hat.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "zuria79"
Format:Taschenbuch
Ein amerikanischer Präsident besucht die Bundesrepublik Deutschland und keiner ist dabei. Alle beklagen sich über gesperrte Autobahnen und innerstädtisches Verkehrschaos. Kurz zuvor ist die Queen da und britschische Fahnen wehen in glücklichen Kinderhänden.

Warum mögen wir die Amis nicht? Weil Fernau ein solches Buch schrieb? Ganz sicher nicht. Dieses Buch hält denen einen Spiegel vor, die es (leider) nicht lesen werden. Den Amerikanern scheint die Geschichte ihres Landes das wertvollste Gut ihrer Nation zu sein, denn nur darin, in der Geschichte, sind sie irgendwie vereint. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn High-School-Austauschschüler von einem eher verzerrten Blick auf die im Geschichtsunterricht vermittelten (Er)Kenntnisse berichten.
Als Leser von Halleluja werde ich sicher nicht behaupten wollen, dass die ironische Abhandlung der Geschehennisse aus Fernaus Sicht das Maß der Dinge sind, aber immerhin erweitern sie den Horizont. Sie lassen die Staatshelden des wohl mächtigsten Landes der Erde wieder wie fehlerbehaftete emotional handelnde und oft wenige heldenhafte Wesen dastehen, wie Menschen eben, und nicht wie göttliche Gestalten, denen es erlaubt sein darf, über Heil und Leid der Welt zu entscheiden. Fernau überrascht nicht nur damit, dass er auf sehr amüsante Weise darauf aufmerksam macht, welch aberwitzige Gründe dazu geführt haben, dass die USA das Land sind, als das sie sich jetzt sehen, sondern vielmehr versucht er Personen und Perönlichkeiten zu analysieren und nimmt sie aufgrund ihrer Herkunft, Bildung und ihres Aussehens unter die Lupe.
Er wirft die Frage auf: Was ist eigentlich eine Demokratie? Und warum darf sich die Staatsordnung dieses Landes so nennen oder warum sollte sie dies nicht? Wenn Sie mit einem klaren Blick dürch die Kapitel der Zeit galoppieren, dann bleibt Ihnen sicher die Frage, wie dieser Patriotimus eines Multi-Kulti-Landes zustande kommen konnte. Aber vielleicht finden Sie Ihre eigene Antwort.

VIEL SPASS (!!!) DABEI!

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43 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Für diejenigen, die auch nach dem 11. September nicht einem uneingeschränkten Amerikanismus verfallen sind, ist dieses Buch ein wahrer Genuss: Dem Autor ist es gelungen, darzustellen, auf welch wackeligem moralischen Fundament der angeblich freieste aller Staaten steht. Er rechnet ab mit der Ausrottung der Indianer, der Versklavung der Schwarzen und dem amerikanischen Imperialismus.
Die Geschichte der USA erscheint nicht mehr - wie in so manchem Geschichtsbuch - wie eine bessere Bibel, sondern wird ironisch und teilweise zynisch hinterleuchted. Wussten sie, dass der amerikanische Präsident Roosevelt angeblich von der bevostehenden Bombadierung Pearl Harbours gewusst haben soll und sie billigend als Kriegsgrund hingenommen haben soll? Wussten sie von der Vormachtstellung der Hochfinanz, die die Politiker wie Marionetten in ihrer Hand benutzt ?
Ich wußte es nicht, doch weiß ich es jetzt? Wir sind ( um den von Fernau bevorzugten pluralis modesti zu verwenden ) beim Hauptkritikpunkt angelangt: Das Buch liest sich zwar spannend wie ein Roman, doch läßt es teilweise an der Richtigkeit der Darstellungen zweifeln. Allzuoft bleibt Fernau einen genauen Beweis schuldig - es gibt kein Quellenverzeichnis - zudem läßt der teilweise unsachliche Sprachstil die aufgestellten Behauptungen in einem falschen Licht erscheinen, denn „Haß und Liebe sind häufig von dem Feuer geblendet, dass sie in sich tragen", um es mit Nietzsches Worten zu sagen. Wobei ich die Worte der Kritik nun auf das Geschriebene beschränken will um mich des Lobens hinzugeben: Ich kann meinen eigenen Steilpass dabei problemlos aufnehmen und das fulminante Wissensfundament loben, dass diesem Werk zugrunde liegt. Eingeflochtene Zitate, Ausflüge in die Kunst- und Literaturgeschichte, die wichtigsten Erfindungen samt ihrer Erfinder - dieses Groß an Informationen wird dem wachsamen Leser in netten Nebensätzen verabreicht. Abgerundet wird all dies noch durch manch geistvolle Ausführungen zu Politik, Philosophie und Soziologie, besonders den Ausflug in die Demokratie und den Kapitalismus stellt sich dabei als verblüffend trocken und geistreich dar.
Doch der Autor selbst bleibt dem Leser am eindringlichsten im Hinterkopf: Man hat das Gefühl, dass dort ein einsamer Mann die Wahrheit in den Wald schreit, die keiner hören will. Daraus resultiert der teilweise bösartige Schreibstil und die immer häufiger werdenen Dialoge mit dem Leser. Und genau hier hat das Buch auch seinen Reiz. Gerade nach dem 11. September ist man in der Öffentlichkeit wieder nur zu oft auf undifferenzierte Meinungen über die USA getroffen - in Anbetracht der menschlichen Tragödie war es auch bequemer, political correctness an den Tag zu legen. Mit diesem Buch, in diesem Autor hat man jemanden gefunden, der einem im Schweigen zustimmt, wenn man denkt, dass die Anschläge vom 11. September nicht der freien Welt gegolten haben, sondern der amerikanischen Hochfinanz. Man beginnt nicht, die Täter zu verstehen, ich verstehe keine Mörder, aber man beginnt zu verstehen, dass zu Konflikten immer zwei Parteien gehören. Und zu Kriegen auch. Und dass in Amerika viel mehr im Argen liegt als es die nette Fassade vom weißen Gartenzaun und calvinistischem Glaubenseifer vermuten läßt.
Dieses Buch kann ein Augenöffner sein - der Doppelmoral, des gefährlichen amerikanischen Selbstverständnisses - und ist deshalb lesenswert, weil es nötig war, dass auch die andere Seite der Vereinigten Staaten mal gezeigt wird.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Halleluja - USA
Höchst interessant diese Darstellung der Geschichte der noch aktiven Supermacht, die in den 1970er Jahren geschrieben wurde. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Hans-dieter Höhn veröffentlicht
gebrauchtes buch
buch ist ganz ok allerdings hätte ich mir unter sehr gutem zustand ein bisschen mehr erwartet. der versand hat ziemlich lange gedauert.
Vor 6 Monaten von angela jagesberger veröffentlicht
Eine sehr fesselnde Geschichtsaufarbeitung der besonderen Art
Bei "Halleluja: Die Geschichte der USA" handelt es sich zweifelsohne um das emotionalste und schwierigste Buch Fernaus. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von R. Krzykalla veröffentlicht
Vor über 30 Jahren geschrieben, trotzdem topaktuell
Für das Verständnis der US-Politik ist es zwingend notwendig, die "europäische Brille" abzulegen. Eine sehr gute Möglichkeit hierzu bietet diese Buch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Mai 2008 von A. Müller
Nichts anderes als Halleluja...!!
Was soll man zu einem polemischen Buch anderes sagen als wunderbar einseitig!
Das Buch von Fernau ist ein sehr unterhaltsames Werk und wurde mit nadelspitzer Feder... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2007 von D. Simon
Gift und Galle
Das Positive zuerst: Joachim Fernau erweist sich auch mit "Halleluja" als brillanter Stilist, als wortgewaltiger Polemiker. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2007 von weiser111
Hin- und hergerissen
Für den reinen Unterhaltungswert hätte dieses Buch auf jeden Fall fünf Sterne verdient. Der Schreibstil ist ansprechend. Das Buch ist sehr kurzweilig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. November 2006 von Ulrich Honold
Kein Geschichtsbuch......
.....sondern ein Essay erwartet den Leser bei dieser Lektüre. Nimmt man sich ein Buch von Joachim Fernau vor; und das gilt für alle seine Werke; bekommt man keine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. März 2006 von Uwe Peters
Blind
Um ehrlich zu sein bin ich von dem Buch ziemlich entäuscht.
In den Rezesionen ließt man immer wieder Dinge wie:"Den Amerikanern den Spiegel vorhalten" oder :"er... Lesen Sie weiter...
Am 24. September 2005 veröffentlicht
Amerika ... Spiegel der Weltgeschichte
Fernaus Buch öffnet eine Tür, die nicht nur Einblicke in das Entstehen des heutigen US-amerikanischen Demokratieverständnis gibt, sondern auch auf dessen... Lesen Sie weiter...
Am 7. August 2005 veröffentlicht
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