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Hall Games HAG00002 - Luna: Reich der Mondpriesterin
 
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Hall Games HAG00002 - Luna: Reich der Mondpriesterin

von Hall Games
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Details
Modell:HAG00002

Produktinformation

  • Produktgewicht inkl. Verpackung: 1,2 Kg
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 0 Monate und älter
  • Modellnummer: HAG00002
  • ASIN: B004APFJT8
  • Im Angebot von Amazon.de seit: 10. November 2010
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.729 in Spielzeug (Siehe Top 100 in Spielzeug)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Bolte
Haltbarkeit:    Pädagogisch wertvoll:    Spaß:   
Wer die Verpackung sieht und die ersten Zeilen der Spielanleitung liest denkt zunächst an ein Fantasy-Spiel. Bei genauerer Betrachtung wird allerdings klar: Luna ist ein normales Brettspiel mit einem außergewöhnlichen Thema.

Spielmaterial:
Das Spielfeld ist unterteilt in eine große und 7 kleine Inseln. Die kleinen Inseln (Priesterinseln) müssen rund um die große Insel auf den Spielplan gelegt werden, was viel Platz benötigt. Die 7 kleinen Inseln sind individuell geformte Teile aus kräftiger Pappe. Die Hauptinsel (Tempelinsel) wird aus 5 Puzzle-Randteilen und 4 variabel einzusetzenden Mittelteilen zusammengebaut. Leider passen die Puzzleteile nicht hundertprozentig zusammen, so dass immer ein Teil hochsteht. Die 4 Mittelteile können variabel eingesetzt werden, um das Spielfeld zu verändern. Leider passen die Teile nur in einer Richtung und haben keine Rückseite. Damit sind nur wenige Variationen möglich. Würde man die Mittelteile drehen und wenden können, wie z.B. bei Diamonds Club, gäbe es eine Vielzahl an Variationen. Weiterhin sind für jeden der 4 Spieler 13 Holzfiguren (Novizen) und 6 Holzhäuschen (Kultstätten) vorhanden Im Spiel gibt es unzählige Sorten an Pappplättchen (Tempelplättchen, Wächterplättchen, Gunstmarken, Einflussmarken, Buch der Weisheit,..). Wesentliche Figuren wie Wächter, Abtrünniger, Mondpriesterin und Baumeister sind große Pappplättchen die mit einem Sockel senkrecht stehen. Die Siegpunkte werden als runde Pappplättchen (Einflussmarken) mit aufgedruckten Mondphasen verteilt. Abgesehen vom schlecht passenden Spielbrett sind alle Materialien hochwertig, liebevoll und fantasiereich ausgeführt.

Spielschachtel:
Die durchschnittlich große Schachtel hat keine weitere Unterteilung, stattdessen gibt der Verlag eine Rolle Zip-Tüten mit. Ich finde das unpraktisch, weil vor jedem Spiel alles Material aus den Tüten ausgekippt und sortiert werden muss. Hätte die Schachtel einen passgenauen Kunststoffeinsatz (wie es früher bei den meisten Spielen üblich war), könnte man sich viel Arbeit sparen und z.B. die Plättchen für Siegpunkte direkt bei Bedarf aus der Schachtel nehmen.

Spielregel:
Bei der Spielregel hat sich jemand richtig Mühe für eine übersichtliche Gestaltung gegeben und ist - meiner Ansicht nach - gescheitert. Zunächst muss sich der Spieler durch eine Unzahl von Begriffen arbeiten und diese den richtigen Figuren und Elementen zuordnen. Es gibt Novizen und zwar als Figuren wie als Gunstmarken, Kultstätten für die kleinen Inseln, Tempelplättchen für die Tempelinsel. Hat man das durchschaut, trifft man als nächstes auf eine wenig anschauliche Aufbauanleitung. Anschließend versucht der Autor die einzelnen Zugmöglichkeiten thematisch zusammenzufassen und dieses in farblich abgesetzten Blöcken darzustellen. Leider geht dabei die Übersichtlichkeit völlig verloren, weil z.B. nirgendwo zusammenhängend die Gunstmarken erklärt sind. Auch sind die Unterschiede vieler Züge für den Anfänger schwer zu durchschauen (z.B. Unterschied zwischen Reise, Gezeiten und Segelboot) und wann und womit man aus dem Tempel herausgeworfene Novizen einsammelt. Obwohl die Anleitung angenehm kurz ist, muss man sie mehr als einmal lesen um Luna fehlerfrei zu spielen. Glücklicherweise gibt es ein Kärtchen mit Regelzusammenfassungen für jeden Spieler. Die braucht man auch, weil viele Regeln und Ausnahmen nicht logisch herleitbar sind und immer wieder nachgelesen werden müssen. Vieles ist zudem nicht eindeutig, einiges musste ich mit Hilfe des Forums des Verlags klären.

Spielmechanismus:
Jeder Spieler hat die Auswahl aus 14 verschiedenen Aktionen. Die meisten der Aktionen lassen sich aber nur spielen, wenn 2 aktive Novizen (= Novizen auf einer Insel) neben die entsprechende Insel gesetzt werden (= passive Novizen). Für jede der 7 Inseln erhält man auf diese Weise eine Gunstmarke, die in einer nächsten Aktion ein bestimmtes Recht verleit. Dann gibt es verschiedene Bewegungsaktionen, um Novizen von Insel zu Insel zu bewegen, wobei die Novizen dabei fast immer passiv werden. Als weitere Zug-Möglichkeiten können Novizen in 2 Schritten auf die Tempelinsel gesetzt werden und dort Punkte bringen. Sie können sich auch vermehren oder im Priesterrat Punkte bringen. Als Anfänger ist man dazu geneigt zunächst die Inselaktionen zu spielen oder viele Novizen auf die Tempelinsel zu bringen, die dann auf den Inseln fehlen. Dabei sieht man sich dann schnell damit konfrontiert nur noch passive Novizen zu haben. Erst mit etwas Erfahrung lernt man die Aktionen optimal zu nutzen, da diese sehr tief ineinander greifen. Es kommt darauf an Aktionsketten zu bilden, um immer neue Aktionen zu ermöglichen und gleichzeitig seine Novizen in die richtige Position zu Mondpriesterin und Abtrünnigem sowie zur Aufstellung für die nächste Runde zu bringen. Wer passen will dreht ein Plättchen mit einer brennenden Kerze um auf dessen Rückseite eine erloschene Kerze abgebildet ist (super Idee). Bei 4 (bzw3) erloschenen Kerzen endet die Runde. Das Spiel dauert insgesamt 6 Runden, wobei eine Runde beliebig viele Züge enthalten kann. Der Spielmechanismus erinnert ein wenig an "Notre Dame" vom selben Autor (nur müssen dort Steine auf die Felder gelegt statt heruntergenommen werden), jedoch sind die Aktionen komplexer und wesentlich besser miteinander verzahnt.

Komplexität:
Komplex ist vor allem der Einstieg in die vielen verschiedenen aber ähnlichen Aktionen. Hat man das verstanden erscheint das Spiel zunächst einfach. Erst mit etwas Erfahrung erkennt man die Spieltiefe und man kann pro Runde immer mehr herausholen. Ähnlich wie bei den "Burgen von Burgund" steigt der Anspruch des Spiels mit der Erfahrung der Spieler. Generell ist "Die Burgen von Burgund" auch ein guter Vergleich beim Anspruchsniveau. Kinder können meiner Meinung nach ab 12 Jahren sinnvoll mitspielen.

2-Spieler-Eignung:
Luna lässt sich problemlos zu zweit spielen, alle Mechanismen funktionieren einwandfrei und das Spiel verliert auch keinen Reiz. Mit 4 Personen ist das Spiel aber optimal besetzt und bietet noch etwas mehr Möglichkeiten durch den vergrößerten Tempel und die höhere Rauswurfgefahr.

Interaktion:
Das Spiel bietet ein erhebliches Maß an Interaktion. Es gibt vielfältige Möglichkeiten auf die Mitspieler einzuwirken, insbesondere was die Tempelinsel und den Rauswurf fremder Novizen, sowie die Bonus- und Maluspunkte bei Mondpriesterin und Abtrünnigem betrifft. Die Interaktion ist allerdings nie so hart, dass ein wirklicher Ärgerfaktor erreicht wird. Man kann einem Mitspieler nicht wirklich das Spiel verderben.

Spieldauer:
Die Spieldauer hängt wesentlich davon ab, wie viele Aktionen die Spieler pro Runde spielen. Mit steigender Erfahrung der Spieler wird die Spieldauer eher länger. Erfahrungsgemäß spielen 2 Personen zwischen 30 und 60 Minuten und 4 Spieler zwischen 45 und 90 Minuten.

Zufall:
Das Spiel besitzt überhaupt keine Zufallselemente. Man kann aber bei Spielbeginn die Anordnung der Inseln, der Tempelfelder und die Startpositionen von Mondpriesterin, Abtrünnigem und Baumeister zufällig bestimmen. Die Gefahr bei Spielen ohne Zufallselemente, das alle Spiele gleich ablaufen kann ich nicht erkennen.

Strategie:
Luna ist auf jeden Fall ein Strategiespiel, wobei zwischen langfristiger Strategie und der Strategie für die nächste Runde unterschieden werden muss. Bei Luna ist es vor allem wichtig die nächste Runde im Voraus zu planen und seine Novizen bereits in der Vorrunde in die richtige Ausgangsposition zu bringen. Bei einer langfristigen Strategie kann es passieren, dass man sie mal schnell über den Haufen werfen muss, weil die Mitspieler dazwischen gekommen sind.

Gestaltung:
Bei der Spielgestaltung lag der Fokus auf dem schönen mystischem Design und weniger auf Handhabungsaspekten. Auf der Tempelinsel gibt es Tempelfelder in 4 verschiednen Farben, die aber alle so blass sind, dass sie nur bei sehr gutem Licht unterschieden werden können. Die Einflussmarken der verschiedenen Werte sind nur schwer zu unterscheiden (gleiche Größe und Farbe). Das Buch der Weisheit hat auf den Tempelplättchen eigentlich keinen Platz mehr. Am meisten stört mich jedoch, dass inaktive Novizen neben den zugehörigen Priesterinseln aufgestellt werden müssen und schnell unklar sein kann zu welcher Insel denn nun ein Novize gehört (siehe Verbesserungen).

Bemerkungen zum Spielablauf:
Es erweist sich von Vorteil möglichst viele Kultstätten zu bauen, da dies gleich mehrere Vorteile einbringt. Ausführen einer Aktion mit nur einem statt zwei Novizen oder nur mit der Gunstmarke Novize und zusätzlich noch Siegpunkte am Spielende. Damit ist die Gunstmarke Kultstätte (wie auch Kräuterhexe und Gezeiten) viel wichtiger als z.B. Bestechung oder Buch der Weisheit.

Verbesserungen:
Statt inaktive Novizen neben die zugehörige Insel zu stellen, wo sie schnell verwechselt werden hätte man besser:
- entweder die Insel in einen aktiven und eine passiven Bereich aufgeteilt
- oder die Novizen als Wendefiguren mit aktiver und passiver Seite ausgeführt

Zusammenfassend gesagt überzeugt Luna zunächst einmal durch das einzigartige Thema. Lesen Sie weiter... ›
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Haltbarkeit:    Pädagogisch wertvoll:    Spaß:   
Empfehlenswert für Freunde des komplexeren Brettspiels.
Am Anfang erschlagen einen die vielen Spielmöglichkeiten, doch keine Angst nach ein wenig ausprobieren erschliesst sich der Sinn aller Aktionsmöglichkeiten.
Der Spielaufbau ist hübsch und fantasiereich.
Die Spielfiguren sind Novizen, die Aktionen auf Inseln um den Tempel und im Tempel ausführen.
Punkte gesammelt wird damit, Kultstätten auf den Inseln zu bauen, möglichst viele Novizen auf die Insel zur bringen, auf der in der aktuellen Runde die Mondpriesterin steht oder von der richtigen Insel in den Tempel zu 'hüpfen', um für das möglichst frühzeitige Belegen eines Tempelfeldes und für das Verdrängen der gegnerischen Novizen Punkte zu sammeln.
Das Planen der Züge in Ketten ist wichtig: die Anzahl Novizen im Spiel limitieren die Zugmöglichkeiten, für das Ausführen einer Aktion auf den Inseln sind meistens 2 Novizen gleichzeitig notwendig.
Sehr hilfreich beim Erläutern für neue Mitspieler sind die Übersichtskarten, auf denen die Spielmöglichkeiten grafisch dargestellt sind.
Rundum gelungen, wenn man den Einstieg gemeistert hat.
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2 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schon wieder was Gutes! 28. März 2011
Haltbarkeit:    Pädagogisch wertvoll:    Spaß:   
Luna ist in einer Reihe von hervorragenden Neuerscheinungen in den letzten Jahren ein weiteres Higlight. Für mich nach dem ersten Spiel durchaus innvoativ in Punkto Personalmangement und dazu optisch ansprechend...bitte antesten! Ich liebe durchdachte Strategiespiele.
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