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Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur
 
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Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur [Gebundene Ausgabe]

Halima Bashir , Damien Lewis , Michaela Grabinger
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 424 Seiten
  • Verlag: Droemer (6. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426274507
  • ISBN-13: 978-3426274507
  • Originaltitel: Halima
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 154.852 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Darfur. Ein Wort, das mit Blut und Leiden getränkt ist. Ein Begriff, der schrecklichste Bilder heraufbeschwört. Schmerzen und Grauen, die in der zivilisierten Welt unvorstellbar wären. Aber für mich ist Darfur auch noch etwas anderes: Es ist meine Heimat.« Halima Bashir, eine junge Ärztin aus dem Sudan, legt Zeugnis ab. Als Halima 1979 zur Welt kommt, träumt ihr Vater, dass sein Kind heilende Kräfte haben wird – und tatsächlich gelingt es Halima als erster Vertreterin ihres Stammes, an einer arabischen Universität Medizin zu studieren. Doch kaum beginnt sie zu praktizieren, greifen die im Sudan schwelenden Konflikte auf die Darfur-Region über. Die Gewalttaten der arabischen Milizen erreichen einen grausamen Höhepunkt, als im Januar 2004 eine ganze Schulklasse achtjähriger Mädchen gefangengenommen und missbraucht wird. Halima behandelt die traumatisierten Kinder und schlägt öffentlich Alarm – bei der UN und bei den Medien. Von da an wird ihr Leben zur Hölle. Verhaftungen, Folter, Vergewaltigung folgen. Halimas Dorf wird dem Erdboden gleichgemacht, ihr Vater ermordet. Sie muss das Land verlassen – aber wie? Mit dem Mut der Verzweiflung und gegen alle Wahrscheinlichkeit schafft sie die Flucht nach London. Und bricht nun zum zweiten Mal ihr Schweigen, um der Welt von Darfur zu erzählen.

Über den Autor

Damien Lewis ist britischer Journalist, Romanautor und Sudanspezialist und wurde für seine Reportagen bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Irland.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch schnell gelesen, weil es mich von Anfang gepackt hat. Es beschreibt das Leben einer Familie, die Kraft einer jungen Frau und das entsetzliche Leiden eines Volkes. Völkermord! Es hat mich fassunglos und traurig gemacht und ich schäme mich in mancher Hinsicht für das Verhalten der westlichen Regierungen bzw. Welt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
empfehlenswert 29. Februar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Worum geht es in Darfur? (mein Text, kann man gerne scrollen wenn man sich nur für das Buch interessiert, der Konflikt ist allerdings wichtig um das Buch zu verstehen)

Der Völkermord in Darfur war der vorerst letzte Völkermord in der Menschheitsgeschichte mit mindestens 300 000 Opfern. Dennoch erhielt dieses Menschheitsverbrechen der sudanesischen Regierung unter Diktator General Omar Hassan Al Bashir wenig Aufmerksamkeit und ist heute schon wieder in Vergessenheit untergegangen.

Über 1,5 Millionen Menschen sind in den Tschad geflohen, eine Million Flüchtlinge innerhalb Darfurs.
Der Ursprung der humanitären Katastrophe liegt in einer von der sudanesischen Regierung betriebenen Kampagne der "ethnischen Säuberung", die sich gegen Zivilisten dreier ethnischer Gruppen richtet. Nur wenn auch die Menschenrechtslage bedacht werde, können Geberländer darauf hoffen, dass die humanitäre Krise gelöst werde. Sofort benötigte humanitäre Hilfe allein reicht nicht aus: Die ethnischen Säuberungen der sudanesischen Regierung müssen ein Ende nehmen. Milizen - als Janjaweed bekannt -, die von der sudanesischen Regierung bewaffnet, ausgebildet und entsendet worden sind, überfielen und brannten Hunderte von Dörfern nieder, töteten Tausende von Zivilisten, raubten Hunderttausende Tiere und zerstörten Landwirtschaftsgüter und Wasserressourcen. Die Milizen wurden auf dem Landweg von der sudanesischen Armee und aus der Luft von Antonow-Flugzeugen und Kampfhubschraubern unterstützt. Dieses Bündnis zielt auf Zivilisten der ethnischen Gruppen der Fur, Masalit und Zaghawa ab, da die Rebellen aus Darfur ihre Mitglieder aus diesen drei Bevölkerungsgruppen rekrutieren. Nach den Angriffen hatte die sudanesische Regierung die überlebende Zivilbevölkerung daran gehindert, in ihre Häuser zurückzukehren.

Die Ziele der Rebellenorganisationen Befreiungsbewegung Sudans (SLA) und Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (Justice and Equality Movement, JEM) sind sehr unterschiedlich. Interessant ist hier aber vor allem wie hier mit Stereotypen um sich geworfen wird. Auf der einen Seite bezeichnet sich die sudanesische Regierung als islamisch, ermordet auf der anderen Seite aber Tausende von Muslimen. Auf der anderen Seite bezeichnet die Regierung gegenüber den westlichen Medien die JEM als verlängerten Arm der "Islamisten" und schon klingelten bei den Politikern der USA die Alarmglocken, ganz nach dem Moto ein Krieg gegen "Islamisten" muss ein guter Krieg sein.
Der Konflikt ist vielfältig, generell kann man ihn aber darauf vereinfachen dass "arabische" Nomaden, die Wasser- und Weideland für ihre Tiere brauchen, gegen "afrikanische" Bauern kämpfen, die die kargen Erträge ihres Bodens schützen wollen. Regierungstruppen unterstützen die "Araber" nach Kräften, die Bauern wiederum tun sich mit den Aufständischen zusammen. So vielfältig die Interessen sind, so eindeutig leidet vor allem die Zivilbevölkerung unter ihnen.

Ich denke der Konflikt nützt in erster Linie der sudanesischen Regierung die so ihre "widerspenstige" Bevölkerung los wird. Der Konflikt nützt den Janjawid die sich bereichern. Der sudanesische Staat wird natürlich von Erdölfirmen unterstützt. Auch von uns ganz bekannten. Das Engagement der österreichischen ÖMV endete erst nach massivstem Protest. Im Gegensatz aber zu Staaten wie etwa Nigeria, in dem Shell hinter angeblichen ethnischen Unruhen steckte, spielen ausländische Interessen, wenn überhaupt, eine zweitrangige Rolle. In erster Linie sind die Janjawid und die sudanesische Regierung für den Völkermord verantwortlich.

Seit Barack Obama Präsident der USA ist hat sich die Lage im Sudan verändert. Er hat unmissverständlich klar gemacht dass der Sudan die Unabhängigkeit (97% der Südsudanesen stimmten für einen eigenen Staat) anerkennen muss. In Darfur sieht die Lage schlechter aus. Es gibt zwar seit 2009/10 keine Massenmorde mehr und seit 2010 auch einen Waffenstillstand. Vergewaltigungen der Flüchtlinge und Überfälle auf Dörfer mit Toten sind aber noch an der Tagesordnung!

So wurden am 10. Februar 2010 zwei Flüchtlinge getötet und mindestens zehn weitere Menschen verletzt, als Janjaweed-Milizionäre Camps in der Nähe der Stadt Kass in Süd-Darfur überfielen. Viele Hütten wurden bei dem Überfall geplündert und niedergebrannt. Am 2. September 2010 wurden in dem Dorf Tabra (Nord-Darfur) 64 Menschen von Janjaweed ermordet. Dazu kommen nun auch erstmalig Kämpfe zwischen den arabischen Nomadenstämmen untereinander.
Auch 2011 gibt es dutzende Berichte von Menschenrechts- und Hilfsorganisationen über Vergewaltigungen von Frauen/Mädchen durch Janjaweed und sudanesische Regierungssoldaten. Die internationale Gemeinschaft interessiert sich wenig für die Kritik der Darfuris und setzt stattdessen auf leere Versprechungen Khartums, denen leider keine Taten folgen", kritisierte etwa der Darfur Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker Herr Ulrich Delius.
Die Argumente des sudanesischen Diktators und Massemörders Bashir sind idiotisch "eine ausländische Verschwörung" sei für den Aufstand im Westen des Landes verantwortlich und die 2,5 Millionen Flüchtlinge die in Afrika übliche Landflucht! Die Lebenssituation der Menschen ist erbärmlich und von drohender Gewalt geprägt. Hoffnung gibt es aber wenig. Dieses Buch ist für mich ein Plädoyer für das Eingreifen bei Völkermorden. Hätte nur die Welt 2003/04 nicht tatenlos weggesehen... (von mir)

Inhalt (Zitat):
»Darfur. Ein Wort, das mit Blut und Leiden getränkt ist. Ein Begriff, der schrecklichste Bilder heraufbeschwört. Schmerzen und Grauen, die in der zivilisierten Welt unvorstellbar wären. Aber für mich ist Darfur auch noch etwas anderes: Es ist meine Heimat.« Halima Bashir, eine junge Ärztin aus dem Sudan, legt Zeugnis ab. Als Halima 1979 zur Welt kommt, träumt ihr Vater, dass sein Kind heilende Kräfte haben wird - und tatsächlich gelingt es Halima als erster Vertreterin ihres Stammes, an einer arabischen Universität Medizin zu studieren. Doch kaum beginnt sie zu praktizieren, greifen die im Sudan schwelenden Konflikte auf die Darfur-Region über. Die Gewalttaten der arabischen Milizen erreichen einen grausamen Höhepunkt, als im Januar 2004 eine ganze Schulklasse achtjähriger Mädchen gefangengenommen und missbraucht wird. Halima behandelt die traumatisierten Kinder und schlägt öffentlich Alarm - bei der UN und bei den Medien. Von da an wird ihr Leben zur Hölle. Verhaftungen, Folter, Vergewaltigung folgen. Halimas Dorf wird dem Erdboden gleichgemacht, ihr Vater ermordet. Sie muss das Land verlassen - aber wie? Mit dem Mut der Verzweiflung und gegen alle Wahrscheinlichkeit schafft sie die Flucht nach London. Und bricht nun zum zweiten Mal ihr Schweigen, um der Welt von Darfur zu erzählen. (Zitat Ende)

Autor
Damien Lewis ist kein Unbekannter in der Sudan Thematik. Er war auch der Autor von "Sklavin". Ein Buch über eine Sklavin aus dem Sudan - mitten in London!

Daten:
Gebundene Ausgabe: 424 Seiten
Verlag: Droemer (6. September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783426274507
ISBN-13: 978-3426274507
ASIN: 3426274507
Preis: 13,99 Euro

Leseprobe:
Ich weiß nicht, welche Angehörigen meiner Familie - seien es meine Eltern und Geschwister oder weiter entfernte Verwandte - noch am Leben sind, und ich weiß auch nicht, wo sie sich befinden. Sollten sie überlebt haben, halten sie sich vielleicht irgendwo in Darfur auf oder sind im ganzen Sudan verstreut; oder aber sie hausen in Flüchtlingslagern im Tschad. Zum Schutz derjenigen, die vielleicht noch leben, habe ich die Personen- und Ortsnamen in diesem Buch verändert. Es geschah, um die Sicherheit von Verwandten, Freunden und ganzen Gemeinwesen zu gewährleisten; hätte ich es nicht getan, würde die Reaktion auf meine freimütigen Äußerungen für diese Menschen sehr gefährlich werden. Abgesehen davon gibt es in meinem Stamm, dem Stamm der Zaghawa, und überhaupt in Darfur eine ungeschriebene Verhaltensregel, die besagt, dass Frauen, die eine Vergewaltigung erlitten haben oder denen irgendeine andere "Schande" zugefügt wurde, das Erlittene nicht öffentlich machen bzw. öffentlich darüber reden dürfen. Wer es dennoch tut, bringt dem allgemeinen Verständnis nach sogar noch mehr Schande über sich selbst, über die Familie und den gesamten Stamm. Zum Glück beginnen sowohl Zaghawa-Frauen als auch andere Frauen in Darfur allmählich das Schweigen zu brechen, auch wenn alte Traditionen und Regeln schwer zu überwinden sind. Vor allem in den Flüchtlingslagern, in denen bis zum heutigen Tag Hunderttausende grauenhaft missbrauchter Frauen leben, sprechen mehr und mehr Darfuri-Frauen über das, was ihnen angetan wurde.

Fazit:
Das Buch hat einen flüssigen und spannenden Stil. Die Protagonist in und das Leid in Darfur werden dem Leser sehr nahe gebracht. Dabei geht der Autor schonungslos mit dem Leser um und beschönigt nichts.

"Die Mädchen standen unter Schock, bluteten, schrieen und weinten. Es war entsetzlich"

Halima will nicht wegschauen als die Schergen der Diktatur im Sudan eine ganze Schulklasse achtjähriger bis dreizehnjähriger Mädchen !!! vergewaltigten. Lesen Sie weiter... ›
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr fesselnd 14. November 2011
Von sabine
Format:Gebundene Ausgabe
das buch kann ich nur weiterempfehlen; SEHR SPANNEND GESCHRIEBEN UND ERGREIFENDE GESCHICHTE; man erfährt sehr einfühlsam etwas über den Sudankrieg und was dies für die Bevölkerung bedeutet
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