Mamo ist ein hochverehrter Komponist und Musiker. Nach Ende der Hussein-Diktatur versucht er vom Iran aus mit einem gecharterten alten Schulbus zu einem Konzert kurdischer Musik in den Irak zu gelangen. Mit auf die Reise nimmt er seine 10 Söhne, allesamt in den Fußstapfen ihres Vaters. Seiner Tochter verwehrt er jedoch die Mitfahrt. Dafür soll die ehemals gefeierte Sängerin Hesho mit ihrer feengleichen Stimme die Gruppe begleiten. Doch sie hat kein gültiges Visum und muss deshalb bei den Grenzkontrollen versteckt werden....
Ein ungewöhnliches Roadmovie durch die abgelegene kurdische Bergwelt im Länderdreieck (Türkei, Irak, Iran) macht mit einer uns sehr fremdartig erscheinenden Kultur bekannt. Patriarchalische Strukturen und dennoch Achtung gegenüber von Frauen, bzw. ihren Gesangskünsten. Man fühlt sich um etliche Jahrzehnte zurückversetzt, wären da nicht die Handys, der Laptop und die digitale Handfilmkamera. Die Reise ist gefährlich, die Grenzkontrolleure korrupt und handgreiflich.
Zum Teil eindrucksvolle Filmaufnahmen, besonders die Szene mit den vielen trommelnden Frauen. Insgesamt ein ruhiger Film, mit einigen traumsequenzartigen Einstellungen, jedoch unter Verzicht auf Effekthascherei.