Pressestimmen
»Der Berliner Autor Johannes Jansen, ein Philosoph unter den deutschen Autoren, bietet allen Text-Übersättigten eine Diät, eine Wort-Entziehungskur. In der Tradition von Valérys
Monsieur Teste und Peter Handkes
Versuch über die Müdigkeit nimmt er uns mit, verstrickt uns in seine asketischen Gedankenexperimente, führt uns auf noch nie betretenes aphoristisches Gelände, auf dem er hellwach zu schlafwandeln, zu schlafschreiben versucht - süchtig nach dem noch nicht Gedachten.« (
Die Zeit )
»Johannes Jansen ist von der schrillen Expressivität seiner an Trakl und Borchert geschulten frühen Texte und der diesen darin nicht nachstehenden Bilder weitergezogen zu einer sich selbst versichernden Prosa, die immer noch poetische Ansprüche erfüllt, ohne die Formgesetze der Gattung mehr erfüllen zu müssen. Der Denkweg hierhin war auch der Emanzipationsweg eines Schriftstellers, der zu den bemerkenswerten Stimmen seiner Generation gehört.« (
Frankfurter Allgemeine Zeitung )
Kurzbeschreibung
Die Halbschlaf-Texte sind außerordentlich genaue, unbestechliche Selbstbeobachtungen und Weltbefragung zugleich. Mit immer neu Anlauf nehmender Neugier und mit fragilem Selbstbewußtsein, »mit Angst und Zutrauen« trägt Jansen Gedankenpartikel zusammen, bis sie sich zu einem Bild fügen. Zu einem Bild allerdings, das nicht endgültige Antworten parat zu halten vorgibt, sondern neue Fragen und Denkmöglichkeiten eröffnet. Nicht auf dem Feld der Gewißheiten, sondern auf unsicherem Terrain, das erst erforscht werden will. Denn: »Etwas muß fehlen, sonst geht die Sache nicht auf, und schon probiere ich einen Fehler aus.«