Kurzbeschreibung
Während die Wehrmacht den Zusammenschluss der Afrika- und der Kaukasus-Front in einer Zangenbewegung im Nahen Osten anstrebte, wurden bereits detaillierte Pläne zur Vernichtung der Juden in Palästina ausgearbeitet. Fest einkalkuliert war dabei die Mithilfe der in der Region ansässigen Araber - immerhin hatte sich der Großmufti von Jerusalem, ein Verwandter Arafats, in Berlin mit Hitler getroffen.
Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers schreiben die erste Gesamtdarstellung der Beziehungen zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem arabischen Nahen Osten, ein Verhältnis, das zwischen rassistischer Ideologie, Politik und Religion genügend Raum für Zündstoff lässt, was jedoch in seiner Tragweite bisher kaum erkannt wurde.
Über den Autor
Klaus-Michael Mallmann, geb. 1948, ist Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg und Professor für Neuere Geschichte in Stuttgart. Bei der WBG erschienen von ihm zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt: »Karrieren der Gewalt«, »Genesis des Genozids« und »Deutsche, Juden, Völkermord«. Martin Cüppers, geb. 1966, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle Ludwigsburg. Bei der WBG erschien zuletzt »Wegbereiter der Shoah«.