Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Achim Achilles + Vollidiot = Der Halbmarathon-Mann?, 4. April 2009
Ralf Rimbach arbeitet als System Administrator in einer größeren Firma und er versteht seinen Job. Jenseits der Arbeit aber sieht seine Woche nach Feierabend immer gleich aus. Dieselben Freunde (natürlich 2 Arbeitskollegen), dieselben Kneipen/Clubs, dieselben Rituale. Mit seinen 31 Jahren ist er kein Mann, nach dem sich die Frauen umdrehen - weder optisch noch von dem, was er zu bieten hat. Als er ein Programm für Julia Jenner aus der Marketing Abteilung installieren muss, ist es um ihn geschehen. Bloß wie wird einer wie er in jeder Hinsicht fit genug, um so eine schöne, sportliche, erfolgreiche und dynamische Frau zu erobern? Rimbach braucht einen Plan! Einen der einfach alles verändert: sich, sein Leben, sein Umfeld - eigentlich alles...
Pro:
Die Ausgangslage der Geschichte ist klar: eigentlich ohne jede Chance greift man(n) nach den Sternen. Platz genug für reichlich Wirbel und abenteuerliche Wendungen sowie jede Menge Situationskomik.
Allein schon der aberwitzige und zugleich extrem durchdachte + strukturierte Schlachtplan zur Eroberung der Angebeten ist bemerkenswert. Dass es sich dabei nicht um einen Schnellschuss, sondern um einen langfristig angelegten Plan handelt, ist sicherlich ungewöhnlich, gefiel mir aber prinzipiell gut.
Der von Rimbach betriebene (körperliche) Aufwand zur Eroberung seiner Angebeteten ist schon sonderbar. Andererseits macht das aber auch den Reiz der Geschichte aus: Rimbach gibt eben nicht vor jemand anderer zu sein, sondern er wird im Verlauf der Geschichte ein anderer und bleibt somit stets authentisch.
Recht weit hergeholt ist hingegen der von ihm betriebene finanzielle Aufwand. Den Realismus blendet man als Leser daher besser aus.
Wie man aus dem Titel schon erahnen kann, dreht sich in der Geschichte viel ums Laufen. Nicht-Läufer werden an einigen Stellen nur die Stirn runzeln, Läufer werden wissend nicken oder in Erinnerung schwelgen. Besonders die viele Beschreibungen von Natur, vom Laufen (inkl. Intervalltraining) und den Empfindungen/Erlebnissen machen Lust die Laufschuhe selbst zu schnüren. Zudem gibt es immer mal wieder kleine Hinweise auf Rimbachs Fehler beim Laufen, von denen man den einen oder anderen selbst gemacht hat. Hier wären einige Informationen auch für Laufeinsteiger wertvoll und gleichen den Tipps aus Laufzeitschriften oder -büchern.
[Witzigerweise wird stets nur der Passus "das größte Laufmagazin der Welt" verwendet, der Name aber nicht genannt. Quasi ein Verzicht auf Schleichwerbung? ;-)]
Man merkt, dass sich der Autor mit der Materie Laufen gut vertraut gemacht hat und selbst passionierter Läufer ist.
Die Kombination von Laufen und Humor kennen viele sicherlich aus den Büchern von "Achim Achilles". Gewisse Ähnlichkeiten sind somit nicht zu leugnen. Allerdings will der Halbmarathon-Mann viel weniger Ratgeber sein. Glücklicherweise.
Wenn man sich den von Rimbach betriebenen Aufwand anbelangt, dann gibt es auch Berührungspunkte zum Buch "Vollidiot" von Tommy Jaud. Glücklicherweise nur sehr wenige und Rimbach ist einem wesentlich sympathischer - insb. weil er sich nicht so kreuzdämlich anstellt.
Contra:
Während der Lektüre stolpert man über das eine oder andere, was nicht ganz ins Bild passt.
Rimbach ist als Figur sicherlich streitbar und Geschmackssache. Im Buch hat er bereits frühzeitig immer mal wieder gute Rhetorik, beweist Witz in den Dialogen, ist geistreich und wortgewandt. Und so einer kann nicht so recht bei Frauen landen? Ist Rimbach in dem Punkt einfach zu gut dargestellt? Und wieso werden bei seiner neugewonnen Attraktivität keine anderen Frauen auf ihn aufmerksam?
Mit fortlaufender Geschichte fragte man sich, ob Rimbachs extrem positive persönliche und berufliche Entwicklung nicht wichtiger ist, als das Ziel die Frau zu erobern. Muss man irgendwann ein kitschiges Ende erwarten?
Das Projekt langfristig anzulegen finde ich persönlich gut, aber über einen Zeitraum von über 12 Monaten? Diese Prämisse erscheint mir ein wenig aberwitzig oder auch irgendwie dämlich.
Am Ende verliert das Buch ein wenig, da es im Finale etwas zu kurz gehalten wird. Nicht, dass sich die Ereignisse völlig überschlagen, aber sie werden einfach zu kurz abgehandelt. Nach dem monatelangen Aufbau dorthin ist das enttäuschend und stellt für mich die relevanteste Schwachstelle in der Geschichte dar.
Fazit:
Im Großen und Ganzen ist das Buch recht kurzweilig und wartet mit einem locker, flockigem Schreibstil auf. Vielfach gibt es etwas zum Schmunzeln und gelegentlich gar zum Lachen, Langeweile kommt beim Lesen nie auf. Dadurch ist es auch für Nicht-Läufer geeignet. Vom Humorlevel kommt der Halbmarathon-Mann nicht an "Achim Achilles's Verse: Mein Leben als Läufer" heran, kann sich aber für meinen Geschmack problemlos gegenüber "Vollidiot" von Tommy Jaud behaupten.
Ich kann das Buch daher mit gutem Gewissen weiterempfehlen!
Insbesondere anderen Läufern.
;-)
PS
Darf man bei diesem Buch mit einer Verfilmung hoffen? Wenn es ein Buch wie "Vollidiot" auf die Leinwand geschafft hat, dann hätte es "Der Halbmarathon-Mann" auf jeden Fall auch verdient.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Raus aus dem Sessel!, 28. August 2008
Erst einmal den inneren Schweinehund überwunden, ist es gar nicht mal so schwer, ihm davonzulaufen. Ganz besonders erfrischend ist dies übrigens bei Nieselregen. Dann kann es passieren, dass nach allen Bemühungen, Erschöpfungen, Eifersüchteleien und Muskelkatern des Liebes-Geschäfts-Lebens-Laufes nicht nur die Strecke von 21 km erobert wird. Es ist nicht schwer, dieses Buch schnell zu Ende zu lesen, dabei ein bisschen zu kichern und ein bisschen zu leiden. Und nach der Lektüre ist es ein bisschen einfacher, die Laufschuhe endlich aus den Tiefen des Schuhschranks zu holen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leichte Lektüre, sehr unterhaltsam, 15. September 2008
Also ich bin sehr begeistert von dem Buch. Ist ist leicht zu lesen und macht einfach Spass. Die Geschiche von Ralf Rimbach, den man auch schon aus der Runners World kennt.
Dieses Buch ist für Läufer ein absulutes Muss!
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