Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Halbgötter in Schwarz. Deutschlands Justiz am Pranger
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Halbgötter in Schwarz. Deutschlands Justiz am Pranger [Broschiert]

Rolf Bossi
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Broschiert --  


Produktinformation

  • Broschiert: 280 Seiten
  • Verlag: Goldmann (11. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442153891
  • ISBN-13: 978-3442153893
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 311.350 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Rolf Bossi
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Rolf Bossi auf Amazon

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mangelnde Erfahrung wird ihm niemand unterstellen. Kaum einer seiner Kollegen wird so viele Tage seines Lebens in den Sälen der deutschen Strafgerichtsbarkeit zugebracht haben wie er: Rolf Bossi, einer der wohl bekanntesten Strafverteidiger hierzulande und seit gut fünfzig Jahren im Geschäft. Aufsehen erregende Fälle verbindet man mit seinem Namen. Doch weder die, noch die illustren Klienten, die er schon vertreten hat, sind Thema dieses Buches, das eine Art Bilanz darstellt. Eine Bilanz, die Soll und Haben des Rechtsstaats in Sachen Strafjustiz resümiert (wobei sich mancher der von Bossi angeprangerten Missstände so ähnlich durchaus auch auf die Zivilgerichtsbarkeit übertragen ließe).

Doch worum geht es? Es geht um den Stand der Richter, um dessen Leistungen und, vor allem, Fehlleistungen, die, so menschlich sie sein mögen, zu sehr in die Schicksale der von ihnen Betroffenen eingreift, als dass man sie ohne weiteres hinnehmen dürfte. Indes: "Gegenüber der staatlichen Gewalt, die so grundsätzlich in unsere Freiheits- und Persönlichkeitsrechte eingreift, gibt es wenige Möglichkeiten der Reklamation, keine Versicherung und kein angemessenes Schmerzesgeld." Gerade einmal 10,53 Euro Entschädigung erhalte man für jeden zu Unrecht in Haft verbrachten Tag. Für ein halbes Jahr Untersuchungshaft könne man von der so zusammenkommenden Summe gerade mal zwei Wochen Urlaub machen, rechnet der Autor vor. Und den dürfte man dringend brauchen! Denn von den Unannehmlichkeiten der Haft einmal ganz abgesehen: Ein Strafprozess ist eine ausgesprochen aufreibende Sache -- nicht zuletzt, weil man in dessen Verlauf das Vertrauen in den Rechtsstaat, wenn man es denn vorher hatte, offenbar gründlich ausgetrieben bekommt und auch als Unschuldiger mit dem Schlimmsten rechnen muss. Jedenfalls dann, wenn der umfängliche, stringent und glaubhaft vorgetragene Bericht Bossis tatsächlich zutrifft (woran zu zweifeln wir keinen Anlass sehen!).

In einem Kapitel, das genügend Stoff für ein eigenes Buch enthält, zeigt der Autor, weshalb nach 1945 das Unrecht der NS-Justiz großteils ungesühnt bleiben konnte. Dazu zeichnet er unter anderem beispielhafte Nachkriegskarrieren von NS-Juristen nach, die das Rechtssystem der jungen Bundesrepublik unterwandern und so selbst an der Reinwaschung brauner Richter mitwirken konnten.

Doch geißelt Bossi nicht nur das Unrecht, das ganz offenbar sehr viel häufiger gesprochen wird als uns allen lieb sein kann, er lässt sich in einem Fall dann doch auch zu milder Anerkennung für einen "weisen Richter" hinreißen, der "in einem kuriosen Fall Gnade vor Recht ergehen lässt". Und vor allem klagt er nicht über die Missstände der deutschen Strafjustiz, ohne zugleich mit einem Maßnahmenkatalog aufzuwarten, mit der er ihnen begegnen will. So fordert er nicht nur ein -- wohl zu spätes -- Gesetz zur Beseitigung des nationalsozialistischen Unrechts in der Nachkriegsjustiz, sondern auch -- ganz pragmatisch -- die Einführung eines exakten Wortprotokolls im Strafprozess, das für eine hinreichende Kontrolle von Tatsachenentscheidungen nötig sei. Und er fordert, dass die Möglichkeiten eingeschränkt werden, Beleidigungsklagen gegen Verteidiger wegen ihrer Äußerungen im Prozess zu führen…

Alles in allem ein sehr erhellendes Buch aus der Feder eines altersweisen, aber immer noch streitbaren Juristen. Lesenswert! -- Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ein provokantes Plädoyer gegen die vom Justizsystem begünstigte Selbstherrlichkeit und Willkür deutscher Richter.

Wie gerecht ist unser demokratischer Rechtsstaat? Rolf Bossi zeigt, wie durch Selbstherrlichkeit, Willkür und Inkompetenz die unabhängige Urteilsfindung ad absurdum geführt wird. Ein engagiertes Plädoyer für die Kontrolle eines Systems, in dem die Allmacht der Richter Quelle gravierender Justizirrtümer wird.



Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Staranwalt Bossi schildert Fälle aus seiner langen Karriere, die ihn besonders erbost oder erschüttert haben, und kommt zu dem Schluss, dass ihnen gemeinsam einige Fehler im deutschen Rechtssystem zugrunde liegen. Unter anderem sei als ein Erbe des Dritten Reiches die Machtvollkommenheit und Willkür deutscher Richter, einen Menschen unbegründet für den Rest seines Lebens gefangenzusetzen, quasi unbeschränkt: "Die politische Zweckmäßigkeit eines Urteils ist als Maßstab an die Stelle von Wahrheit und Gerechtigkeit getreten." Obwohl es Bossi hauptsächlich um Strafverfahren geht, ist es bei solch klaren Aussagen kein Wunder, dass sein Buch vor allem in der Väterbewegung Furore macht.
- Arne Hoffmann -
War diese Rezension für Sie hilfreich?
23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Auch wenn der Untertitel etwas reißerisch klingt, Bossis Kritik an strukturellen Missständen in der Strafjustiz ist sehr differenziert und mit guten Argumenten untermauert. Außerdem prangert er nicht nur an, sondern macht auch konstruktive (zum Teil sicher kontroverse) Reformvorschläge. Das sollten sich unsere Justizminister, die gerade die Rechtspflege zu Tode verschlanken wollen, mal gründlich durchlesen!
Die Fälle, mit denen Bossi seine Kritik illustriert - keine "Promistories", sondern auschließlich die von "kleinen Leuten" - sind spannend erzählt, rücken so manches Klischee gerade und sind zum Teil wirklich unfassbar. Wer bei Mord und Totschlag immer gleich nach der Höchststrafe ruft, der wird nach der Lektüre bestimmt etwas leiser werden. Und wer gerade Straf- oder Strafprozessrecht büffelt, der bekommt hier Anschauungsmaterial vom Feinsten - und das nötige Hintergrundwissen noch gleich allgemein verständlich dazu.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Halbgötter in schwarz 14. März 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Dies ist eins der wichtigsten Bücher der letzten 20 Jahre. Es zeigt auf, wie dieser Staat zu einem Richterstaat verkommt.
Der Titel verweist bereits auf die vor vielen Jahren gängige Titulierung "Halbgötter in weiß". Die Älteren werden sich daran erinnern, daß es nahezu unmöglich war, einen Arzt wegen eines Kunstfehlers zur rechenschaft zu ziehen. Bossi macht in seinem Buch aber klar, daß es hier um mehr geht, um viel mehr, als "Kunstfehler". Hier geht es um die bewußte Manipulation von Recht. Die Strafen, die des StGB dafür vorsieht (§ 339) sind schlechterdings lächerlich, mißt man sie an den Folgen für die Betroffenen. Es ist zu hoffen, daß dieses Buch Wirkung haben wird. Allerdings darf man bei dem derzeitigen Gefüge der Macht Zweifel daran haben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Senil und selbstüberschätzt...
Bossi macht den Fehler seniler, zugleich eitler Anwälte, er überschätzt sich selbst in unerträglicher Manier: nur seine Sachverhaltsschilderung ist die absolut... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Dr. Markus Van Den Hövel veröffentlicht
Pflichtlektüre für Richter
Also dieses Buch ist sehr spannend geschrieben und offenbart die teils abgehobene und einseitige Sichtweise der Strafrichter. Im Familienrecht ist das ähnlich. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Chiuzo veröffentlicht
Zum Teil sehr Aufschlussreich
Rolf Bossi erörtert in seinem Buch überwiegend interessante Fallbeispiele, die Missstände in der Rechtsprechung darlegen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2007 von Anacho
Lesenswert, wenn auch subjektiv
Ein wütender alter Mann zieht vom Leder und schimpft auf die staatliche Seite der Justiz. Kritik an Rechtsanwälte wird nicht geübt, aber diese sind auch nicht die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Januar 2007 von Falcoff
Feindbild Richter
Rolf Bossi, 83-jähriger Staranwalt, gebärdet sich in seinem Buch "Halbgötter in Schwarz" etwas als "angry old man", der einmal gewaltig auf die Pauke haut und eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2006 von zueribueb
Leider ein sehr einseitiger Blick...
...auf die Justiz.

Rolf Bossi wirft hier einen leider sehr einseitigen Blick auf die Justiz. Natürlich hat es und gibt es immer wieder Irrtümer in der Rechtsprechung. Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 10. Oktober 2005 von Semmeltaster
Über den Verfall des Rechtsstaats
Rolf Bossi ist ein 82-jähriger Star-Anwalt, der wegen spektakulärer Fälle aus den Medien bekannt ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juli 2005 von Christian von Montfort
Eine Pflichtlektüre für demokratische, rechtsstaatl Juristen
Dieses Buch ist dringend Notwendig um eine Gilde - nämlich die der Richter - aufzuwecken und darüber nachdenken zu lassen, was für eine ethisch und moralisch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Mai 2005 von Till Wollheim
Interessanter Inhalt in sperriger Sprache
Bossi gibt Beispiele für Rechtsbeugung, Fehlurteile, Justizkumpanei etc. Diese durchaus interessanten Inhalte hätte er klarer und anhand noch mehr Fallbeispiele... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2005 von Karen Caesar
Rechtsbeugung ist keine Seltenheit
Wer bisher geglaubt hat, dass im Deutschen Recht alles mit rechten Dingen zugeht, der wird in diesem Buch eines Besseren belehrt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. März 2005 von Dieter Gieseking
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Konzentrationsschwäche/7.Kl... Buchempfehlung ? 15 Vor 15 Tagen
Mit 8 Sofies welt? 54 Vor 19 Tagen
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar