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Der Halbbruder: Roman
 
 
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Der Halbbruder: Roman [Gebundene Ausgabe]

Lars Saabye Christensen , Christel Hildebrandt
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
  • Verlag: btb Verlag; Auflage: 1. Aufl., (6. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344275108X
  • ISBN-13: 978-3442751082
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,7 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 473.048 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lars Saabye Christensen
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Am letzten, am allerletzten Tag des Krieges, eigentlich ist es schon der erste Tag des Friedens, an diesem 8. Mai 1945 wird die junge Vera von einem Unbekannten vergewaltigt. Vera verstummt, spricht kein einziges Wort mehr, bis sie neun Monate später einen Sohn auf die Welt bringt. Sie nennt ihn Fred -- Frieden.

Fred, an dessen Zeugung Vera sich nur schmerzhaft erinnert, hat es nicht leicht, schon gar nicht in der familiären Konstellation, in die er hineingeboren wird. Die Wohnung in der Osloer Gørbitzgate war bislang nur von Frauen bewohnt worden: Vera lebt dort mit ihrer zupackenden Mutter Boletta, die sich abrackert, um die Familie durchzubringen, und mit der etwas verrückten Großmutter, der Alten, die -- angeblich -- zur Stummfilmzeit ein Leinwandstar in Dänemark war. Ein Haushalt ganz ohne Männer: Größer kann die Schande kaum sein in dieser Zeit, die Nachbarn kucken verächtlich oder gleich weg, drei Generationen Huren, heißt es, was für Zustände! Und nun Fred, erneut ein vaterloses Kind -- wie gottlos, was für ein Sündenpfuhl, das war ja kaum anders zu erwarten, hab ich's dir nicht gleich gesagt?

Die Dinge ändern sich, als plötzlich ein dubioser Mann auftaucht, Arnold, kleinwüchsig und mit einer verkrüppelten Hand, aber reich, so wie es aussieht, mit einem chromglänzenden Buick fährt er vor. Arnold interessiert sich sehr für Vera -- wie kann er, tuscheln die Nachbarn, was findet er an ihr, einer unverheirateten Mutter, da stimmt was nicht! -- und bald zieht er in der Gørbitzgate ein. Arnold und Vera heiraten, und nicht allzu lange Zeit darauf bekommt Vera ein zweites Kind, wieder einen Sohn: Barnum, ja genau, wie der berühmte Zirkus, so soll er heißen, der stolze Vater will es nicht anders, denn der Zirkus hat in Arnolds Vergangenheit eine ganz besondere Rolle gespielt.

Das von vielen heftigen und sich oft widersprechenden Gefühlen geprägte Verhältnis der beiden Halbbrüder bestimmt fortan die Familie -- bis in die Gegenwart hinein. Erzählt wird die Geschichte rückblickend von Barnum, der als Erwachsener im ausgehenden 20. Jahrhundert zu einem international gefeierten Drehbuchschreiber wird, sich in der großen Glitzerwelt von Hollywood, Venedig und Cannes herumtreibt und doch nicht loskommt von seiner Familie und seinem Bruder Fred. Der Halbbruder ist eine opulente, ausufernde und fein verästelte Familiensaga, voller Witz, Wehmut und Wahrheit -- ein großartiger, ungeheuer vielschichtiger und tiefgründiger Roman, der dabei seine Leichtigkeit und Verspieltheit nie verliert. --Christoph Nettersheim

Pressestimmen

"Mit seinen 760 Seiten gehört ‚Der Halbbruder' zu den grossen Zeitepen, die von Autoren wie Jan Kjaerstadt und Erik Fosnes Hansen geschaffen wurden und von einem bemerkenswerten Aufschwung der norwegischen Prosa zeugen." (NZZ vom 28.09.03 )

„Eigenwillig und wortgewaltig: Der norwegische Schriftsteller Lars Saabye Christensen brilliert mit der melancholisch-wundersamen Familiensage ‚Der Halbbruder’ (…) Mit seinem außerordentlichen Einfallsreichtum und komödiantischen Talent versteht der Autor es meisterhaft, seine verschlungenen Handlungsfäden irgendwann wieder zusammenzuführen beziehungsweise zu entwirren. Er hat einen warmherzigen Blick auf seine Helden, die sich mühevoll durchs Leben wurschteln, dabei keine Angst vor Pathos und Poesie, vor grimmigem Humor und derbem Witz. In seinen grotesken Details erinnert der Roman manchmal an die wundersamen Geschichten von John Irving. Selten hat ein Schriftsteller so klug, feinfühlig und liebevoll von den Mühen des Erwachsenwerdens, von Geschwisterliebe, Freundschaft, Tod und der Kraft der Vergebung erzählt.“ (Angela Gatterburg im SPIEGEL special Bücher )

"Um alle Details und Finessen dieses grandios komponierten Romans zu erfassen, für den Christensen den Nordischen Literaturpreis erhielt, ist wohl ein zweiter Lesedurchgang nötig. 'Der Halbbruder' ist eines jener Bücher, bei denen man bereits zur Hälfte bedauert, dem Schluss schon so nah zu sein." (Hamburger Abendblatt )

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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Skandinavischer Rohdiamant, 11. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Halbbruder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Knappe Worte zu einem 700-Seiten-Schmöcker aus Norwegen: Das grösste Leseerlebnis seit Langem, nicht nur für Skandinavien-Liebhaber. Herzerwärmend, komisch und tragisch zugleich, dabei keinen Moment kitschig, deshalb der freundliche Befehl: Lesen, Elke!
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Grandios, 5. Januar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Halbbruder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch "Der Halbbruder" ist eine grandiose Erzählung. Man möchte es auch über den Schluß hinaus weiterlesen, aber leider ist es nach rund 760 Seiten zu Ende. Während des Lesens legt man das Buch immer wieder für ein paar Minuten zur Seite, schließt die Augen, und denkt über das Gelesene nach. Einfühlsam, mit einer leisen Traurigkeit, schreibt Christensen über zwei Halbbrüder und über eine Dreierfreundschaft. Das Buch sollte in keinem Bücherschrank fehlen.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Buch des Jahres 2003, 20. Dezember 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Halbbruder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Christensen erzählt die Geschichte zweier (Halb-)Brüder, aufgewachsen im Nachkriegsnorwegen in einer Familie bestehend aus Mutter, Großmutter und Urgroßmutter. Mit seinem besonderen Erzählrhythmus, immer wieder weit ausholend und in letzter Konsequenz Fragen offen lassend, ist dem Autor ein fesselnder, konfliktreicher Roman gelungen, der genügend Platz lässt für komische Situationen und unerwartete Wendungen. Schade, dass er nach etwa 700 Seiten schon zu Ende ist. Erstaunlich, dass der "Halbbruder" in der deutschen Presse so wenig zur Kenntniss genommen wurde. Dennoch: ganz klar mein Buch des Jahres 2003!
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