Einer meiner absoluten Lieblingsstreifen!
Der junge, aufstrebende Agent Ray, Halbblutindianer, will von seiner Vergangenheit nichts wissen. Verzweifelt versucht er, seine indianische Abstammung und damit sich selbst zu vergessen.
Der Film zeichnet ein realistisches Bild von der gegenwärtigen Situation der nordamerikanischen Ureinwohner, die in zumeist unfruchtbaren Reservaten ihr Dasein fristen. Kein Winnetou-Quatsch und auch den von weißer Seite propagierten "edlen Wilden" sucht man vegebens. Und doch, irgendwo zwischen Schrottkarren und Barracken hat sich die gesamte Kultur dieser Menschen erhalten, leben die alten Riten noch und jeder von uns Zuschauern muss sich als voyeuristischer und ungebildeter Europäer fühlen, wenn er die halbnackten alten Männer sieht, die da aus der Schwitzhütte vertrieben werden.
Agent Ray kann sein Image des karrierebewußten Saubermanns schließlich nicht mehr aufrechterhalten, zu sehr erinnert sich sein Blut des Landes, auf dem er gerade steht. Er selbst kann da gar nichts dagegen tun, nicht er findet seine Abstammung wieder, sondern seine Abstammung findet ihn.
Für alle, die sich für das Thema interessieren und einen klasse Film, keinen aufgesetzten Blockbuster, suchen: hier ist er.