Pressestimmen
"Der ... Roman HAIE lässt sich mehrfach lesen: als galantes wie wuchtiges Vermächtnis eines Schriftstellers, der es einer Welt noch einmal zeigen wollte, die in ihm längst einen Außenseiter sah; als literarische Spiegelung des Topos vom unbeugsamen Mann und unberechenbareen Meer; als Parabel auch auf die tiefe Zerrissenheit der modernen Welt, mit Anklängen an die Philosophie Nietzsches. Aber nicht zuletzt ist HAIE ganz schlicht ein äußerst spannender Abenteuerroman." (Mare, Nr. 44, Juni/juli 2004)
"In seiner Genauigkeit, maritime Details betreffend, erinnert HAIE an Melvilles MOBBY DICK, in seinem Blick auf das Machtgefüge an Bord an B. Travens TOTENSCHIFF. Aber Bjoerneboe ist kein Sozialromantiker, distanziert und schonungslos beschreibt er die Dummheit und Brutalität der Mannschaft. Wo er hinblickt, sieht er Haie. Der Merlin Verlag aus Gifkendorf bei Lüneburg hat dieses wunderbare Buch mit der trefflichen Übersetzung von Henning Boetius wiederentdeckt." (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 1. November 2004)
Über den Autor
Jens Bjoerneboe wurde 1920 als Sohn eines Schiffsreeders in Kristiansand geboren. Sein unkonventionelles Leben war geprägt von einem fortwährendem Kampf gegen die Ungerechtigkeit und seinem großen sozialen Engagement, das sich auch in seinen bekanntesten Romanen wie "Der Augenblick der Freiheit", "Ehe der Hahn kräht" und "Haie" widerspiegelt. 1976 nahm sich Jens Bjoerneboe das Leben. Zunehmend wird man sich darüber klar, dass er einer der wichtigsten Schriftsteller in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war, - nicht nur für Norwegen, sondern für Europa und die Welt.