Meist ist ein erster Band noch nicht so mitreißend, die Geschichte muss sich erst mal entspinnen. Das ist bei "Hagane" jedoch nicht so. Die Story weiss von Anfang an zu gefallen und ist sehr interessant, aber - das ist der Haken - ist sie ziemlich brutal, blutig und stellenweise auch erotisch angehaucht. Ein paar Pantyshots und ab und zu ein blanker Busen - doch meist ist dies entweder in Zusammenhang mit einer eher witzigen Szene oder Gewalt. Letzteres macht Hagane deswegen zu einem Manga für Ältere, was ich gut verstehen kann. Auch Szenen, wie, als Jack the Ripper eine Frau an der Haut aufhängt (!!) ist weniger appetitlich und sorgt auch für einen leichten Splattereffekt (der aber im 1. Band weniger als im 2. Band vorkommt).
Die Zeichnungen sind schön, ein ansprechendes Charakterdesign. Die Mädchen sind recht hübsch (naja, okay... diese "Freundinnen" von Hagane nicht so, aber Yoko und Aoi sehen ja nicht schlecht aus), und auch Ren und Stefan können (optisch) überzeugen ^_^
Für witzige Einlagen sorgt ab und zu Stefan, sodass der Manga trotz manchmal etwas heftigen Szenen nie einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Deswegen Daumen hoch für Hagane Band 1, auch wenn das Cover nicht dem Japanischen entspricht (was ja eigentlich negativ anzusehen ist) - aber trotzdem sieht es sehr süß aus, auch wenn einfach.