Meine Hochachtung gilt allen, die diesen kitschigen Schund tatsächlich bis zur letzten Seite durchhalten. Wahrscheinlich wird sich der Autor selbst bei jeder kleiner Tantieme die er verdient ins Fäustchen lachen. Ich kann nicht glauben, daß ein routinierte Geschichtenerzähler wie Nebenzal, der seinerzeit mit wahren Hollywoodgrößen zusammen gearbeitet hat, diesen Bockmist wirklich ernst meint. Wenn es eine Farce auf Trivialliteratur ist, ist es brillant, ansonsten nur unnötige Papierverschwendung.
Die Handlung ist banal, die Figuren stereotyp und ständig trumpft Nebenzal mit seinem Wissen über Hongkons Strassennamen, die Eßkultur und Potenzmittelchen auf. Das interessiert keinen und bremst die an sich schon lahme Handlung. Die Oberin, Ziehmutter des männlichen Protagonisten, ist einigermaßen gut beschrieben. Alle restliche Figuren lassen einen kalt.
Die Hälfte des Buches besteht auch nur aus Beschreibungen von Sex-Szenen, so süßlich und schwülstich sind, daß einem jede Lust vergeht. Sowohl am Lesen als auch an anderen Dingen.
Mit Abstand das schlechteste Buch, daß ich je gelesen hab.