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Die Hacker-Ethik und der Geist des Informations-Zeitalters
 
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Die Hacker-Ethik und der Geist des Informations-Zeitalters [Gebundene Ausgabe]

Pekka Himanen , Heike Schlatterer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Riemann Verlag; Auflage: 1 auflage (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570500209
  • ISBN-13: 978-3570500200
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 563.555 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Trotz des Titels ist Die Hacker-Ethik vor allem ein philosophisches Buch, das die westliche materialistische Weltsicht dem Weltverständnis von Hackern gegenüberstellt. In diesem Zusammenhang handelt es sich bei Hackern um diejenigen, die sich für die verschiedensten Themen -- nicht nur für Computer -- bis zur Selbstaufgabe begeistern können.

Das Buch beginnt mit einem Essay von Linus Torvalds und endet mit einem nachdenklichen Essay von Manual Cassels mit dem Titel "Informationalismus und die Netzwerkgesellschaft". Der Grundgedanke des Buches lässt sich jedoch mit einem Zitat zusammenfassen: "Der aktuelle Kapitalismus beruht auf der Ausbeutung der kommunistisch organisierten Wissenschaften." Das bedeutet schlicht, dass Unternehmen mit dem Wissen Geld verdienen, das Wissenschaftler frei zur Verfügung stellen. Das führt zu einem philosophischen Dilemma. Unternehmen sind begierig darauf, der Informationen habhaft zu werden, die Hacker frei zur Verfügung stellen und halten im gleichen Atemzug die Informationen zurück, die sie selbst gewinnen. Das ist eine kaum vertretbare Position.

Himanen behauptet, dass Hacker tun, was Hacker tun, weil es ihnen Spaß macht und es sie interessiert. Die Weiterverbreitung ihres Wissens bringt ihnen den Respekt ihrer Kollegen ein, während andere für Geld arbeiten und den Neid ihrer Kollegen genießen. Himanen untermauert seine Argumentation mit Ideen von Platon bis hin zum mittelalterlichen Dorfleben, dem Protestantismus, akademischer Weltanschauung, der industriellen Revolution und vielem mehr. Er schlussfolgert, dass die Informationsrevolution die Arbeit zur zentralen Instanz unseres Lebens gemacht hat und damit alle Energie verzehrt, die normalerweise für das Vergnügen und für das Verfolgen der eigenen Leidenschaften zu Verfügung stand.

Diese Gedanken sind keineswegs abwegig. Schauen Sie sich selbst an. Wie viele haben heute noch Hobbys? Wie viele sprechen noch mit ihren Familien? Die meisten verbringen ihre freie Zeit damit, Schauspielern dabei zuzusehen, wie sie sich als Mitglieder leidenschaftlicher Familien ausgeben. Die Lektüre dieses Buches kann jedem, der sich fragt, worum es im Leben geht, wärmstens empfohlen werden. Hacker dagegen müssen es nicht mehr lesen. --Wolfgang Treß

Kurzbeschreibung

Dieses Buch bietet weder eine Anleitung zum Hacken noch Spezialwisssen für Computerexperten. Die Hacker-Ethik setzt sich mit der Qualität des beginnenden 21. Jahrhunderts auseinander, mit seinen Werten und Chancen und selbstverständlich mit dem Zeitgeist, der sich nicht trennen lässt von PC und Internet. Wir leben in einer von Hackern geschaffenen Netzwerkgesellschaft, lautet die These des finnischen Medienwissenschaftlers Pekka Himanen. Was zunächst provozierend oder gar bedrohlich klingen mag, ist in Wahrheit eine zukunftsweisende Feststellung. Denn Himanen verwendet den Begriff Hacker nicht in jenem destruktiven Sinne, den er durch seine Anwendung auf Computer-Kriminelle erhielt (diese bezeichnet er als Cracker), sondern in seiner ursprünglichen Bedeutung, wie er in den sechziger Jahren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) für leidenschaftliche Programmierer unter den Studenten benützt wurde. Die von ihm dargelegte Hacker-Ethik steht denn auch in deutlichem Gegensatz zur protestantischen Ethik des Industriezeitalters. Diese von Max Weber im ausgehenden 19. Jahrhundert beschriebene Ethik betrachtete Arbeit als positiven Wert in sich, eine Tätigkeit, der wir uns pflichtschuldig zu unterwerfen haben, auch wenn wir sie nicht mögen. Nichtarbeit wurde in diesem Kontext als sittlich verwerflich angesehen. Im Gegensatz hierzu betrachtet der Hacker Arbeit nicht als Strafe Gottes, der er sich nolens volens unterwirft. Sie ist vielmehr eine Tätigkeit, an der er Spass findet und der er sich spielerisch mit Lust und Leidenschaft hingibt, ohne an Geld oder Zeit zu denken. Vor allem aber wollen Hacker, dass die Früchte ihrer Kreativität allen Menschen, unabhängig von Hautfarbe, Sprache und Religion, zugänglich werden. Geradezu als Verräter der Hacker-Moral wird Bill Gates angesehen. Obwohl er wie Linus Torvalds als leidenschaftlicher Hacker begann, liess er sich schliesslich doch vom Gewinnstreben korrumpieren und verkörpert heute geradezu prototypisch die Antiwelt. Microsoft versucht sein Wissen geheimzuhalten, versucht Monopole aufzubauen und die Konkurrenz auszuschalten. Im Gegensatz hierzu sind Offenheit, freier Informationsaustausch und Gemeinschaft die grossen Ideale der Hacker. Nach eben diesen Prinzipien funktioniert auch Linux, derzeit die einzige Konkurrenz zu Microsoft. Die Linux-Software kann jeder gratis nutzen. Programmierer werden ermutigt, das Linux-System weiter zu entwickeln, müssen sich aber verpflichten, ihr Know-how umsonst zur Verfügung zu stellen. Jeden Wettbewerb, der auf Kontrolle von Information beruht, lehnen echte Hacker ab. Ihre Programme sollen von allen angewandt, getestet und fortgeschrieben werden können. Vor diesem Hintergrund erhält der Begriff freie Marktwirtschaft einen viel tieferen Sinn; denn im Gegensatz zu den Triebfedern des Kapitalismus - Geld und Macht - sind Hacker motiviert von der Freude an kreativer Arbeit und dem freien Austausch von Informationen und Gütern innerhalb der Gemeinschaft. Welchen Unterschied freie Informationsbeschaffung mittels des Internet machen kann, zeigt die subversive Wirkung dieses Mediums in autoritär beherrschten Ländern wie China, Jugoslawien oder den ehemaligen Ostblockstaaten. Pekka Himanens Buch richtet sich an alle, die sich mit den Werten und Wandlungsprozessen und unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Er kommt in seiner spannenden Analyse zu dem interessanten Ergebnis, dass unsere Zukunft nicht in Wissens- bzw. Patentmonopolen liegt, sondern in echter Kooperation, getragen von der Freude an der Arbeit und am Leben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorneweg: Hacker ist ursprünglich nicht die Bezeichnung für einen Computer-Kriminellen, bei einem Hacker handelt es sich um einen Menschen, der Freude daran hat, Programme zu schreiben und diese mit Anderen zu teilen. Unter Hackern wird der Computer-Kriminelle Cracker genannt.
Pekka Himanen erklärt in seinem Buch die von ihm darlegte neue Netzwerk-Ethik. Er stellt der konservativen Arbeitsweise, deren Ursprung er in der protestantischen Ethik verhaftet sieht, die neue Arbeitsweise der Hacker entgegen, die eher der akademischen Tradition entspringt. Diese Art zu arbeiten ist unter Anderem spielerisch, selbstorganisiert, solidarisch, frei von Hierarchie, nicht drastisch von der Freizeit abgegrenzt, spontan...
Der Mann weiß, wovon er spricht, er ist Berater des außerordentlich erfolgreichen finnischen Erziehungsministeriums und auch ansonsten ein begabter und gefragter Gastredner, er gilt als Vordenker einer virtuellen Universität.
Pekka Himanen versucht seine Vision (er würde dieses Wort in diesem Zusammenhang sicherlich als unangebracht sehen) auch auf alle anderen Bereiche des Arbeitens in der Gesellschaft zu übertragen, der Versuch, diese Brücke zu schlagen, gelingt ihm leider nicht so recht, ist er doch zu sehr in der Welt der Informatik beheimatet, der Funke springt einfach nicht richtig über.
Die Hacker-Ethik ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das unabhängige Betriebssystem Linux, der vielleicht größten Leistung des internationalen Hackertums: Jeder darf das von Linus Thorwalds entwickelte Betriebssystem kostenlos aus dem Netz laden, die Quellcodes sind frei, jeder kann und soll am System Änderungen vornehmen und dies der Öffentlichkeit vorschlagen. Das wäre gleich ein einfaches und deutliches Beispiel für eine positive Netzwerk-Ethik, sagen wir doch gleich Pekka Himanens Vokabular entsprechend Nethik. Fazit: Interessant, jedoch nur für Leute, die sich in der Materie beheimatet fühlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Der finnische Philosoph, der bereits mit Zwanzig promovierte, den finnischen Präsidenten und zahlreiche IT-Firmen berät, wurde in Amerika vom Hacker-Virus befallen. Nicht dass er in irgendwelche Netze eindrang oder selber Programme schrieb, sondern weil er auf die besondere Ethik der Hackergemeinde aufmerksam wurde. Hacker, nicht Cracker. Von denen distanziert er sich nämlich klar, weil Cracker destruktiv sind. Mit einer reduzierten Maslow-Pyramide versucht Himanen zu zeigen, dass Hacker auf den oberen Stufen der menschlichen Motivationsebenen agieren. Spass am Spiel, Lust am Entdecken und Freude an Gemeinschaft treiben die Vertreter von offener Software an. Himanens Analyse ist auf zahlreiche Studien begründet, enthält aber viel Spekulatives. Das ist jedoch kein Malus. Denn die Hacker-Bewegung ist jung, heterogen und alles andere als leicht fassbar. Ihre gemeinsamen Werte bilden sich fast automatisch, ohne Abgleichung, übers Netz, im virtuellen Raum. Ob die angestrebte Kooperation von Wissenden die ökonomischen Grundregeln ausser Kraft setzen wird, ist offen. Lohnend ist die Lektüre allemal, auch für nicht Computer-Freaks. so brillant schreiben und analysieren wir der von Himanen zitierte Übervater der Soziologie, Max Weber, kann der Finne nicht. Aber zum vorderen Drittel leicht verständlicher Wissenschaftler gehört Himanen bestimmt.
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