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5.0 von 5 Sternen
Habe die Ehre, Musikanten, 16. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Habediehre (Audio CD)
Skurille Blasmusik von La Brass Banda im zeitgeistigen Ausdruck
Erst wenn die Stimmen der Bandmitglieder ertönen, ist klar, dass die Musik aus Bayern stammt. Wer jedoch traditionelle behäbige Bierzeltuntermalung erwartet, kommt erst gar nicht dazu, auch nur annähernd einen Ton hierzu herauszuhören.
Es sind die skurrilen, Weltmusik beeinflusste und neuzeitgeistig entwickelten Stücke, die in einer geradezu schrägen Harmonie zur Bewegung und zum Rhythmisieren auffordern. Schräg, schrill, ehrlich.
Die Texte erzählen eine Alltag, den man kennt, bieten Nachdenkliches für jedermensch und machen einfach Spaß. Schließlich freut man sich, dass es doch immer wieder neue Ideen und verschroben-lustige Texte zu hören gibt, die bei allem Witz freilich den Ernst des Lebens und die Wahrheit des Alltäglichen beschreiben.
Eine tolle Scheibe, eine tolle Gruppe, eine tolle Musik. Toll im wahrsten Sinn des Wortes. © 8/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bayrische Blasmusi mal anders...., 6. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Habediehre (Audio CD)
LaBrassBanda sind nicht nur live eine wahre Freude. Ihr Debüt-Album spiegelt das musikalische Können der fünf Oberbayern aus Übersee am Chiemsee in der vollen Bandbreite wieder.
Bayerische Blasmusik trifft hier auf Lateinamerika, Osteuropa und Jamaika.
Das Album bietet sowohl schnelle tanzbare Brasssounds, als auch langsame getragene Stücke. Der oberbayrische Dialekt der bei den Texten manchmal nur für geübte Bayern zu vertehen ist beschäftigt sich meist mit persönlichen Themen, natürlich nicht ohne den typisch bayrischen Humor.
Fazit: Sehr Empfehlenswert.
LIVE zu sehen waren LaBrassBanda schon des öfteren, auch erstmals auf dem diesjährigen Chiemsee-Reggae-Summer, sowie im deutsche Fernsehen, beim byrischen Kabarettpreis oder der "INas Nacht" im Ersten. Die guten Entertainer-Qualitäten der Band machen ihre Live-Shows zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krass Brass, 9. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Habediehre (Audio CD)
~
Zwar kommen die Burschen nicht aus New Orleans, aber aus Übersee schon.
Jenes am Bayerischen Meer nämlich.
Irgendwie klingen sie trotzdem sehr authentisch oder vielleicht auch gerade deswegen. Wie auch immer, diese Musik ist mit nichts anderem vergleichbar und so muss auch jeder Vergleich mit Bisherigem oder eine freie Beschreibung der Stilrichtung bereits im Ansatz scheitern.
Die Band selbst hat auch schon feststellt, dass Medienvertreter für ihre Musik irgendwie nicht den richtigen Namen finden. Dabei würden sie doch einfach die Musik machen, die aus ihnen raus will. "Der Klang einer Band, deren Mitglieder ihre bayerischen Wurzeln nicht verleugnen, und dennoch immer Augen und Ohren offen halten für Neues. Warum soll bayerische Musik auch immer nur Bierzelte füllen und nicht die Clubs?"
Beschreibbar ist allerdings die Besetzung mit Trompete, Posaune, Tuba, Schlagzeug E-Bass und Gesang. Das verspricht Schwung und Temperament, und so geht es auch gleich ganz gut zur Sache. Es folgen zwar auch bedächtigere Töne, das Potential, das einen beim Zuhören nicht stillsitzen lässt überwiegt allerdings deutlich. Einige Nummern kommen mit verschmitzten Texten daher, einige funktionieren auch auf ihre instrumentale Art ausgezeichnet. Manche Stücke wirken wie etwas unwirschere moderne Versionen von folkloristischen Liedern oder Gstanzln, während andere sich zunächst wie Clubsounds in ihren verschiedenen Ebenen aufzubauen scheinen. Der Rest bewegt sich irgendwo dazwischen. Aber irgendwann kommt immer der Punkt, da spielt das alles keine Rolle, da bricht das Temperament aus den Nummern heraus und reißt jeden mit, der nicht ... ja was eigentlich, also jedenfalls den der keine Karten mehr bekommen hat, was tragisch ist, aber bei den Auftritten der Jungs oft vorkommt.
Und da sind wir auch schon beim Nachteil der Scheibe:
Sie ist ein schlechter Trost!
Zumindest für alle, die schon mal Gelegenheit hatten, sie Live zu sehen. Und da reicht bereits die BR3 2008 Weihnachtsjahreszusammenfassung, zu der die Jungs zwischen den Beiträgen ihre Ständchen spielen durften.
Ganz geschehen ist es um einen dann spätestens beim richtigen Konzert. Einfach nur eine Wucht.
Die Jungs verstehen ihr Handwerk - oder ihre Wissenschaft, denn die meisten sind studierte Musiker - ausgezeichnet und werden sicherlich noch viel Spaß verbreiten. Natürlich auch auf dieser Scheibe und bestimmt auch auf der nächsten, die sie bereits vollmundig für Oktober angekündigt haben.
Übrigens, wer jetzt Angst bekommt, der Mundart des Chiemgauerischen nicht mächtig zu sein, dem sei gesagt: Die Angst ist berechtigt!
Aber das mindert den Spaß kaum, erstens sind die Stücke ja sowieso teilweise instrumental, zweitens dürften die essentiellen Textinhalte sich auch einem "rechten Preiß" erschließen, drittens kommen sie auch international riesig an und am End: Des is hoit ollawei a Gaudi!
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