Wie immer und alles von Sibylle Berg, konnte mich auch dieses Buch allein schon aufgrund seiner zauberhaft tiefsinnigen Formulierungen erreichen, berühren und wachrütteln.
Berg ist sicherlich niemals Lektüre für den angenehmen Einschlaffaktor, oder die gute Unterhaltung. Berg ist immer anspruchsvoll, anstrengend und schmerzhaft. So auch hier. Anna und Max stehen für so viele, die den Mut nicht besitzen, ihre Träume zu leben und gefangen sind in einem Leben, daß die ganze Welt für angepaßt und richtig hält, obwohl sie selbst viel lieber jemand ganz anderes irgendwo ganz anders wären.
Womit ich hier allerdings wenig bis gar nichts anfangen konnte, waren die Zeichnungen, weder schön, noch kongenial, noch irgendwie inspirierend. Die hätte es für mich wirklich nicht gebraucht, das Buch ist auch so düster und bewegend genug.