Nach dem genialen "Der heilige Geist greift an" setzten die Kassierer mit dieser Scheibe noch einen drauf. Der typische anarchistische, dreckige, oft pubertäre Humor hat ist auf diesem Album, verglichen mit allen anderen Werken der Band, am stärksten ausgeprägt. Es geht u.a. um Sex mit einem älteren Herrn; um einen toten Nachbarn, dessen Leiche verprügelt wird; um den Segen des Berufs des Frauenarztes und natürlich auch ums Saufen. Dazu gesellen sich wunderbar eingängige Melodien und Riffs. Dieses bewährte Konzept ist die Basis für wunderbare Party- und Saufmucke.
Die gelegentlichen Abweichungen, so etwa kurze Jazzausflüge, sind abrupte Stilbrüche, die dem anarchischen Party- und Saufvergnügen zwischendurch abrupten Einhalt gebieten (z.B.)"Menschenkatapult". Konnte dies noch auf "Der heilige Geist greift an" überzeugen, so wünscht man sich hier lieber noch ein paar Prollsongs.
Abgesehen von diesen kleinen Ausrutschern ist dies eine Spitzenplatte. Leuten, die guten Geschmack allzu groß schreiben, wird an dieser Stelle von einem Kauf abgeraten. Aber mal ehrlich: Sind wir nicht alle ein bisschen asozial?