Wir haben unserem 3,5jährigen Sohn die Grundpackung 1136 zusammen mit dem Trichter "Wirbelwind" zum Weihnachtsfest 2008 geschenkt. Unser Sohn kann komplexe Kugelbahnen noch nicht alleine aufbauen, einfache Konstrukte bestehend aus zwei, drei Bahnen baut er nach einigen Tagen Spielzeit inzwischen selbst. Baut der Papa (also ich) eine größere Kugelbahn auf, so macht das nicht nur unserem Sohn viel Spaß, sondern auch mir, der gerne mal etwas anderes spielt als dauernd Lego-Raketen zu bauen. Unser Sohn hat sehr schnell gelernt, dass man diese Bahn auch umwerfen kann, aber schon nach kurzer Zeit kommt es nur selten zu Einstürzen und er geht damit viel vorsichtiger um als seine 10jährigen Cousinen.
Die Steine haben eine gute Größe, sie wirken auf Produkt-Fotos kleiner als sie in echt sind. Der Grundwürfel hat eine Kantenlänge von 4 cm. Die Grundpackung enthält leider nur drei 32 cm lange Geraden (sowie zwei kurze Geraden), das ist etwas wenig. Daher haben wir den "Wirbelwind" noch hinzugekauft, dann hat man zumindest insgesamt fünf große Geraden zur Verfügung. Noch mehr Spaß würde es aber machen, wenn man weitere Geraden hätte, so dass man sich auch überlegen kann gleich den sog. Meisterbausatz zu kaufen. Ein solches Spielzeug wird meiner Erfahrung nach nur hinreichend bespielt, wenn es genügend Spielmöglichkeiten bietet. Das stellen wir nicht nur bei unserer Holzeisenbahn fest, wo man auch hinreichend Schienenmaterial benötigt, damit Spielspaß entsteht. Hier ist es ähnlich. Mit fünf langen Geraden kann man aber schon so einige Konstruktionen bauen. Da die Kurvenwürfel selber kein Gefälle aufweisen, kann es vorkommen, dass eine Kugel dort innen liegen bleibt. Das sehe ich nicht als Nachteil wie in einer anderen Rezension beschrieben. Man kann dies leicht umgehen, in dem man zwei Kurvenwürfel verwendet, so dass die Kugel oben einläuft und nach unten wieder herausfällt. Dann kann man dadurch auch Höhenunterschiede überwinden. In den Bahnen laufen die Kugeln sehr gut und ein Rausfliegen der Kugeln haben wir nicht beobachtet. Es gibt ja andere Kugelbahnsysteme, bei denen die Kugeln in "Schienen" laufen. Ich finde solche Systeme wenig interessant, da dann wirklich jede Kugel auf die gleiche Weise läuft. Das ist bei Haba nicht der Fall und manchmal fragt man sich, warum denn die eine Kugel anders läuft als die gerade zuvor eingeworfene. Dadurch experimentiert man mit der Bahn, verbessert sie laufend, hat Ideen sie anders zu bauen, was einen großen Teil des Spielspaßes ausmacht. Unser Sohn kombiniert sie übrigens mit seiner Holzeisenbahn, die Kugelbahnen sind dann Brücken, oben laufen die Kugeln, unten werden Züge durchgeschoben.
Als Zusatzteil würde ich den Trichter "Wirbelwind" empfehlen, da die Kugeln darin mehr als 20 Umdrehungen zurücklegen können. Dadurch läuft eine Kugel recht lange. Einziger Wermutstropfen ist der recht hohe Preis, insbesondere für die Zusatzteile.