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Haarweg zur Hölle: Ein hart gerockter Heimatroman
 
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Haarweg zur Hölle: Ein hart gerockter Heimatroman [Taschenbuch]

Hermann Bräuer
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548372619
  • ISBN-13: 978-3548372617
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 179.266 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hermann Bräuer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Der einzige Nachteil dieses ausgesprochen erfreulichen Buches: Es gibt noch keine Fortsetzung.« Der Sonntag, 22.11.09 »Bräuer gelingt das Kunststück, die ausufernden Träume vom Rock'n'Roll-Ruhm charmant und unterhaltsam mit den Härten der Realität zu verknüpfen.« spiegel.de, Christoph Dallach, 25.12.09 »...souverän eingestreute Witze und Anekdoten [...] beweisen, dass er das Milieu aus erster Hand kennt.« zeit.de, Frank Schäfer, 5.01.2010 »... die große Stärke dieses Buches: sein burlesker, [...] allemal durchschlagender szenischer Witz.« Rolling Stone, Januar 2010 »Großer Rock-Spaß mit bayrischem Einschlag« Szene, Februar 2010 »Großartig, endlich wird der lustigste Musik-Ganzjahreskarneval der frühen Achtziger beim Namen genannt!« Bass Quarterly, März/April 2010

Kurzbeschreibung

Munich Rock City, Mitte der 80er. Sie sind jung, sie sind laut, sie spielen Hair Metal. Hair Metal? Genau, jener berüchtigte Musikstil, bei dem hautenge Spandex-Hosen und kunstvoll toupierte Haare wichtiger sind als Fähigkeiten am Instrument. Es dauert nicht lang, bis Llord Nakcor (rückwärts gelesen »Rock and Roll«) zur gefeierten Lokalband aufsteigt und erste Groupies behutsame Annäherungsversuche starten. Doch mit einem größenwahnsinnigen Sänger, der an der AxlRose-Disease leidet, und einem unfähigen Manager an der Seite gestaltet sich der Weg zum Hardrock-Olymp schwieriger als gedacht ...

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Rasend komisch!, 4. April 2010
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Haarweg zur Hölle: Ein hart gerockter Heimatroman (Taschenbuch)
HAARWEG ZUR HÖLLE ist schlichtweg eines der lustigsten Bücher, welches mir in letzter Zeit untergekommen ist! Saukomisch geschrieben und mit einer flotten Handlung versehen ist dies das ideale Buch für Zwischendurch... kein kopflastige schwere Kost, sondern einfach eins: grandioses Entertainment!

Sicherlich: die Story ist als solche nicht direkt neu. Ein paar Schulfreunde gründen eine Band, und natürlich besitzen sie nichts ausser puren Enthusiasmus - und schlittern von einer Blamage in die nächste, lernen die seltsamsten Typen kennen und erleben gleichzeitig den ganzen Irrsinn der Pubertät... eine Geschichte also, wie sie schon hundertmal erzählt wurde und die eigentlich zu den kanonischen Stories des Rock N Roll gehört. Die Geschichte lebt hier einfach davon WIE sie erzählt wird - nämlich sehr ulkig geschrieben, und der Hintergrund "München" und die behandelte Szene "80er Jahre Hair Metal" sorgt auch für zahlreiche Lacher. Hinzu kommen noch sehr ulkige Gestalten, die dem Leser in diesem Buch begegnen... vom unfähigen "Quasi-Manager" Gunnar über die volksmusikalische Sensation Barbee und den entspannten Zivi Olf zur salzbruger Black Metal Truppe Megatherion oder die münchener Accept-Kopie Beastnumber. All diesen und noch mehr Freaks begegnen die Protagonisten, und oftmals denkt man an eine bayrische Spinal Tap Variante... mit Hair Metal Soundtrack!

Apropos Hair Metal: für all diejenigen etwas älteren Semester, die sich wie ich noch an Truppen wie Poison, Crimson Glory, Dokken, Cinderella, Winger, Stryper, Nitro, Ratt oder natürlich auch heute noch bekannte Acts wie Mötley Crüe erinnern können, eben jenen "LA Sunset Strip Metal", der für eine Zeit Mitte der 80er schwerstens angesagt war (und bei dem die Typen aussahen wie... sonstwas) ist HAARWEG ZUR HÖLLE natürlich ein ganz besonderes Fest. Schließlich merkt man dem Autor an, dass er diese Szene tatsächlich kennt und trotz allem irgendwie ins Herz geschlossen hat, und man hat plötzlich richtig Lust, nochmal eine 80er Jahre "Power Ballade" zu hören... viel Schmalz mit Stromgitarren, yeah!

Als einzige Einschränkung muss ich sagen, dass das Buch im Finale etwas nachlässt - die letzten 30 Seiten wirken etwas zusammengestaucht. Aber im Endeffekt tut dies dem Entertainment keinen Abbruch, und das Buch bleibt dennoch eines: durch und durch ein Riesenspaß!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Amüsantes Roadmovie über das Erwachsenwerden, 18. April 2010
Von 
Buchhalterin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Haarweg zur Hölle: Ein hart gerockter Heimatroman (Taschenbuch)
Zugegeben: solche Bücher "muss man mögen", sonst wird das nichts. Ich mag derartige Geschichten: Ein paar Leute erzählen einfach nur, was sie so machen oder gemacht haben. Aber dann müssen sie auch wirklich was machen und nicht nur daherlabern und über ihre Gefühle reflektieren!

Gemacht wird hier eine Menge, und zwar in erster Linie erwachsen geworden (oder naja... "erwachsen" halt). Zu diesem Zweck gründet man eine Band, um total erwachsen Frauen aufzureißen. Die Thematik hat mich ein wenig an das von mir sehr geschätzte Im Jahr der Weiber von Kurt Appaz erinnert. Das Buch war dann auch tatsächlich irgendwie ähnlich, und doch ganz anders. Im Jahr der Weiber liegt der Handlungszeitraum in den 70ern, der Haarweg zur Hölle ist ein Jahrzehnt später angesiedelt, in den 80ern. 80er Jahre und Musik - da denkt man natürlich als erstes an Modern Talking oder Depeche Mode, aber eher nicht in erster Linie an eine völlig verkannte Musikstilrichtung: Den Hair Metal. Und der heißt wirklich so, was ich auch erst beim Nachlesen auf Wikipedia herausfand. Gemeint sind Bands wie Europe, Cinderella, Bon Jovi oder Guns n Roses - die stets perfekt gestylt und mit enorm auftoupierter Matte anzutreffen waren. Und bei denen es "gar nicht darauf ankommt, wie brillpant das Solo ist, dass der Gitarrist gerade sielt, sondern welche Hose er dabei trägt und dass diese im Idealfall vorne richtig gut bestückt ist."

So gründet man denn die Band "Llord Nakcor", nennt sich selbst in Anlehnung an Idole wie Nikki Sixx statt Andi und Dirk eben Rexx und Stikki und ist der festen Überzeugung, ein paar harte Gitarrenriffs, enge Hosen und taffe Songs, in denen sich Night grundsätzlich auf Fight reimt, ganz groß rauszukommen. Es war erheiternd und rührend zugleich, zu lesen, wie die Hauptperson und Ich-Erzähler Andi (ich lese am liebsten Ich-Erzähler Romane, da ist man immer gleich mittendrin statt nur dabei...) und seine Mannen sich selbst für arschcool und total rockig-tough halten mit ihren Gitarren und den harten, selbstgedichteten Metal Songs, während andere Gruppierungen Hair Metal absolut "schwul" finden - und umgekehrt!

Das Buch lebt vor allem von dem schnodderigen Erzählstil und dem offensichtlichen Insiderwissen. Hermann Bräuer spielte in seiner Jugend selbst in mehreren Hair Metal Bands, und die Vermutung liegt nahe, dass weite Teile des Buches autobiographisch geprägt sind. Besonders gefallen hat mir die ordentliche Prise Selbstironie, mit der erzählt wird. Einerseits scheint dem Autor die Entwicklung seiner pubertären Helden am Herzen zu liegen, andererseits merkt man 20 Jahre später meistens ja selber, wie lächerlich manche verzweifelten versuche, erwachsen zu wirken, doch gewirkt haben müssen - vor allem, wenn man sich nicht anmerken lassen will, dass man im Grunde gar keine Ahnung hat.

Trotz dieser Fixierung auf Äußerlichkeiten der neugegründeten Hair Metal Band, trotz des Fehlens eines klassischen Spannungsbogens und trotz des eher seichten Dahinplätscherns der Handlung ist ist das Buch nie oberflächlich, sondern gerade wegen der lakonischen Retrospektive eigentlich richtig herzerwärmend. Es ist ein bisschen Roadmovie, ein bisschen Popliteratur im weiteren Sinne, ein bisschen Alltagsblala und ein bisschen "Buch über das Erwachsenwerden". Ein Buch über Träume, Wünsche und den Versuch, diese wahr werden zu lassen, aber auch über die Erkenntnis, dass manche Träume ganz schön desillusionierend sind, wenn man sie denn erreicht und auch darüber, dass leider das meiste im Leben vergänglich ist.

Ich finde dieses sicherlich eher ungewöhnliche Buch schwer zu rezensieren, aber bei mir hat es eindeutig einen Nerv getroffen. Insofern kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen für alle, die schon immer gern Popliteratur gelesen haben und denen das Fehlen einer Handlung im eigentlichen Sinne nichts ausmacht, solange das, was beschrieben wird, dabei wenigstens ordentlich komisch ist.

Definitiv eins der unterhaltsamsten und flottesten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe und das leider viel zu schnell vorbei war!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ja, so war's!, 4. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Haarweg zur Hölle: Ein hart gerockter Heimatroman (Taschenbuch)
denn ich war dabei, Mitte/Ende der 80er in München. Wir aus dem Norden der Republik haben immer gesagt, in München spielen sie L.A. Und deswegen bin ich damals da runter gezogen. Und genau wie Hermann Bräuer es beschreibt, ist es damals abgegangen: Eine Unmenge von Rock-Clubs, gestandene Mannsbilder in Glitzer-Strechhosen und Netzoberteilen, und tausende von Frauen, die dass auch noch gut fanden.

Es ist aber nicht nur die Story, die hier erzählt wird, sondern viel eher der Sprachwitz des Autors, der eloquent wie kaum ein anderer diese Szene der 80er beschreibt. Man merkt ihm die Drehbuch-Autoren-Erfahrung an, denn jeder Satz für sich ist geschliffen und mit kleinen Pointen versehen, die die Handlung schon fast nebensächlich machen. So macht es auch nichts aus, dass die Story hinten raus etwas schwächer wird. An vielen Stellen habe ich lauthals lachen müssen.

Dennoch hoffe ich auf eine Art Fortsetzung, denn ich weiß, dass der Autor sich ja auch als Promoter versucht hatte und noch etliche Stories in der Hinterhand hat...
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