Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hochkarätiger Bombast!, 20. März 2008
HAARP von MUSE: gigantisch!
Nun ist es soweit: Muse haben Einzug in die Riesenstadien gehalten! Im vergangenen Sommer spielten sie an zwei aufeinanderfolgenden Abenden im ausverkauften Londoner Wembleystadium, und nicht nur das Bühnenbild ist gigantisch, auch die Atmosphäre im Publikum und - natürlich - die Musik auf der Bühne. Die drei Jungs spielen sich in Extase, Matthew Bellamy beweist erneut seine schier unglaubliche Stimmkontrolle und man merkt den dreien ihre erfahrene Souveränität aber auch ihren ungeminderten Spaß auf der Bühne an. Vom genialen, wie-die-Faust-aufs-Auge-für-Muse-geeigneten Intro an ("Dance of the Knights" aus Sergej Prokofievs Ballett "Romeo und Julia"; der Hinweis auf Prokofiev fehlt seltsamerweise im Booklet) sind Gänsehaut und Adrenalin so gut wie garantiert. Dass der erste Song der "Black-holes..."-CD ("Take a bow") ebensogut als Closer funktioniert, wie der letzte ("Knights of Cydonia") als Opener, unterstreicht eindrucksvoll die Klasse von Muse, deren Songs je nach Kontext eine andere Wirkung haben können. Einer der Höhepunkte ist meiner Meinung nach "Invincible": was hier nach und nach an Spannung und Energie freigesetzt wird, ist einfach umwerfend (ganz zu schweigen von dem Gitarren-Zauber am Anfang des Songs...)! Auch der bewegende Song "Soldier's poem", den Bellamy allen "unsung heroes" widmet, garantiert einen Kloß im Hals... Der Perfektionismus der Musiker ist spürbar, und so klingen die meisten Songs fast genau wie auf dem Album - dies ist natürlich keine Schwäche, aber es nimmt etwas die Spannung und bleibt hinter den Erwartungen derer zurück, die Muse live bislang immer noch besser fanden als auf den Studioalben. Sehr interessant zu sehen und zu hören ist aber, wie ein paar ältere Songs jetzt, mit einer reiferen Stimme Bellamys, plötzlich anders - aussagekräftiger - klingen, allen voran "Unintended" und "New born".
Kein Song auf HAARP fällt in irgendeiner Weise negativ auf (außer vielleicht "Microcuts", das ein wenig enttäuscht, weil gerade die spektakulär hohen Töne einfach weggelassen werden (bei 2:43); Matts Stimmumfang wird doch nicht etwa mit dem Älterwerden abnehmen? Oder war das etwa Bequemlichkeit?) - und doch will sich bei mir nicht durchgehend die erwartete Begeisterung einstellen. Denn es gibt ein paar kleine aber nicht unbedeutende Kritikpunkte: So finde ich persönlich es sehr schade, dass Bellamy in einigen Songs erstaunlich unklar artikuliert (z.B. "Unintended" und "Hoodoo"), was den Songs einen Teil ihrer Schönheit und Ernsthaftigkeit zu nehmen droht. Ich habe darüber hinaus ein bisschen den Eindruck, dass viele der älteren Songs - wenngleich Klassiker allesamt (neben den bereits genannten noch "Plug in baby", "Hysteria" - siehe Tracklist) - nur deshalb gesungen werden, weil sie den Jubel des Publikums garantieren. Dagegen ist das größte Manko auf HAARP zweifellos das Fehlen so großartiger, neuer und politisch brisanter Songs wie "Assassin", "City of delusion" und "Exo-Politics". Waren hier etwa die Texte zu "gefährlich" für die Masse (siehe "oppose and disagree, destroy demonocracy, shoot your leaders down, I will avenge and justify my reasons with your blood" usw.)?
Über einem derartig hochkarätigen Bombast, wie ihn HAARP bietet, schwebt, wie ein Damoklesschwert, die Gefahr von Überheblichkeit, und obwohl Muse sich auf dieser CD/DVD ungewöhnlich viel an ihr Publikum wenden, es zum Mitklatschen auffordern oder auch mal nur das Publikum singen lassen (wie bei "Time is running out": grandios!), so finde ich es doch bedenklich, wie nah die Souveränität auf der Bühne doch einer leichten Arroganz kommt. Um nicht missverstanden zu werden: Ich bin (und bleibe!) großer Muse-Fan, die drei sind begnadete Musiker und vor allem Bellamy beweist immer wieder ein Talent, das seinesgleichen sucht, sowohl im Hinblick auf die Melodien als auch auf die Texte; aber auf dieser DVD habe ich zum ersten Mal den Eindruck, dass die Lust an der Musik und die Authentizität der drei, die ich bislang immer bewundert habe, zumindest ansatzweise in pure Show ausartet, ganz so, als habe der 'Showbiz' Muse nun doch fest im Griff. Auch die zusätzlichen Musiker, die Muse auf der Bühne unterstützen (und ohne die die meisten Songs vom "Black holes..."-Album wohl nicht aufführbar wären), tragen dazu bei, dass der Eindruck von eher "gemachter" als "gelebter" Musik entsteht (daher von mir "nur" 4 Sterne). Mir persönlich fehlen bei HAARP leider ein bisschen die frische Eleganz des "Absolution"-Konzerts in Glastonbury und die energische Wut der "Hullabaloo"-DVD (am Rande bemerkt: meiner Meinung nach steht die Finsternis eines Hallenkonzerts oder eines Headline-Gigs bei einem Festival Muse viel besser als ein tageslicht-erhelltes Konzert in einer offenen Wembley-Arena...). Trotz all dieser Kritikpunkte ist aber auch HAARP ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht und dessen Kauf sich unbedingt lohnt - nicht nur für Muse-Fans.
Die Special-Edition von HAARP beinhaltet neben CD und DVD (mit kurzem Making-of-Film) auch drei gelungene Fotos der Bandmitglieder sowie ein Fotobooklet, alles zusammen in einer in schwarz,weiß und gold gehaltenen Box, deren schlichte Eleganz das Gesamtkunstwerk HAARP perfekt abrundet.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Haarp? Egal, es ist einfach gut..., 30. März 2008
Herzlich willkommen im Muse-Universum! Hier ticken die Uhren ein wenig anders, denn die Männer von Muse gehören wohl zu den erfolgreichsten Alternative-Künstlern unserer Zeit. Nach etlichen Studio-Alben und dem pefekten "Hullabaloo"-Live-Mitschnitt, war es wieder an der Zeit eine neue Live-CD in die Regale zu stellen. Diese diversen Mitschnitte sind ja so ein zweischneidiges Schwert. Der Aufwand ist relativ gering und sie sind eine perfekte Möglichkeit viel Geld in möglichst kurzer Zeit zu schöpfen. Die Qualität bleibt dabei meist auf der Strecke!
Nicht so im Falle von Muse! "Haarp" hat alles, was eine Live-Scheibe haben muss: Atmosphäre, die richtigen Songs und eine super Aufnahme-Technik! Die Songs klingen rauer und härter als auf den Studio-Alben, was dem Ganzen noch eine Extra-Portion Authentizität verleiht. Muse spielen Hits, wie das absolut perfekte "Knights of cydonia", "Hysteria", "Time is running out" oder "Stockholm syndrome". Matthew Bellamy schreit, singt und jammert, während die Gitarren die Tonleitern von oben bis unten durchleiern. Einfach super!
Da gibt es einfach nichts auszusetzen! Der visuelle Faktor und die längere Spielzeit machen aus der DVD noch zusätzlich ein Schmuckstück! Muse in Wembley gehört zum besten Live-Material, das ich mir in letzter Zeit zu Gemüte geführt habe. "Haarp" ist ein absolut tolles Album geworden, das jedem Musik-Fan ans Herz gelegt sei! Viel Spaß beim Staunen und Genießen, denn hier sind wirkliche Profis am Werk...
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Übertroffene Erwartungen, 14. März 2008
Das Konzert wurde im Vorfeld ganz groß angekündigt - und war der Wahnsinn! Warum ich das sagen kann, obwohl ich nicht dabei war? Nun, ein Blick auf die DVD gibt Antwort!
Das Stadion ist fast bis unters Dach voll und die Band tut ihr bestes, um der Menge das zu geben, was sie erwartet: einen perfekten Abend voller Unterhaltung - und dabei nicht nur für das Ohr, wie man bei einem Konzert vielleicht denken will. Das ganze Bühnenbild ist spektakulär in Szene gesetzt und übertrifft alles, was ich bisher gesehen habe. Das ganze Stadion wird in ein Lichtermeer gehüllt; auf der Bühne sind manchmal nur die Umrisse der Band zu sehen, so hell strahlen die Filme, Lichtspielereien und Scheinwerfer. Und das alles, ohne die Stimmung zu zerstören (im Gegenteil!). Diese wird von den Kameras in gestochen scharfen Bildern aufgezeichnet, schnelle Umschnitte sind eher die Seltenheit. Die Soundqualität ist überraschend gut und man könnte oft vergessen, dass es sich hierbei um Livemusik handelt. In den Phasen, wo das Publikum mitsingt kommt die Stimmung im Stadion noch besser rüber und mit der Zeit merkt man immer mehr, wie sich die Band von den Massen mitreisen lässt - ein gegenseitiges Geben und Nehmen eben.
Die Auswahl der Songs ist gut getroffen und geht von einigen schnelleren Stücken in Folge in eine Phase ruhiger Stücke über - und wieder umgekehrt. So kommt zu keinem Zeitpunkt langeweile auf. Einzig auf einige echte Klassiker wie Sunburn oder Muscle Museum muss man leider verzichten - aber die wurden ja bereits bei der letzten DVD perfekt präsentiert.
In diesem Sinne: fünf Sterne und ein absolutes Muss!
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